Ich schreibe dies nur, weil ich diese einzige Kritik für Max's Kansas City so nicht stehenlassen kann. Es handelt sich bei dieser Platte um den allerletzten Auftritt der ohnehin zerrütteten V.U., kurz bevor Lou Reed seine Auszeit nahm und für eine Zeit bei seinen Eltern unterschlüpfte. Das Album, übrigens mit einem handelsüblichen Cassettenrecorder auf den Knieen der Warhol-Vertrauten Brigid Polk aufgenommen, ist das Dokument einer Band und einer Zeit im jeweigen Kontext. Allein die lakonische Reed-Kommentare von der Bühne herab sind des Hörens wert. Die Songs sind vergelichsweise ruhig und exakt präsentiert, Lou verbreitet Traurigkeit. Wer trotz schwacher "Soundqualität" HÖREN kann, sollte sich auch diese V.U.-Platte anschaffen. Die wichtigste Band aller Zeiten in ihrem Endstadium.