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Disk 1:
Disk 2:
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Es übertrifft das vorher erhältliche Album mit der Show auf der Isle of Wight (die sechs Monate später aufgezeichnet wurde), was das Niveau der Vorstellung und die Klangqualität anbetrifft. Es bringt einen auch ein wenig zum Nachdenken: Sind dies die "echten" Paten des Punk? Die Musik von Pete Townshend und seine Akkordstrukturen mögen zwar auf dem Jazz basieren, aber sie jagen mit einer derartigen Energie, die einem wild und übermenschlich vorkommt, drauf los. Der Gesang von Roger Daltrey klingt oft bärbeißig und entschlossen, während die Rhythmusgruppe mit John Entwistle und Keith Moon wie eine überhitzte Lokomotive bedrohlich daher stampft. Diese hier präsentierte Aufnahme von Tommy ist immer noch lebendig und unverwüstlich. Sie wird von einer Band gespielt, deren impulsive Hingabe an den Augenblick für den Zuhörer immer noch wie ein Wunder klingt. --Jerry McCulley
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Dennoch ist das vielleicht beste Live-Album aller Zeiten durch die Digitalisierung noch besser geworden. Die Hymne einer Generation, My Generation, wird nun nicht länger nach fünf Minuten ausgeblendet, sondern dauert sage und schreibe 14 Minuten, was keine Sekunde zu lang ist. Natürlich ist Keith Moons Schlagzeug genial, sein Timing ist perfekt und es ist essentieller Bestandteil der Musik. Und Townsend bearbeitet seine Gitarre mit der gewohnten Hingabe, kreisende Bewegungen aus der Schulter, Windmühlen gleich, und wer genau aufpasst kann vielleicht einen seiner Luftsprünge hören. Live at Leeds zeigt eine Band in ihrer Sturm und Drang-Phase und an der Spitze ihrer kreativen Schaffensperiode, ein Dokument für die Ewigkeit.
Zum Sound:
Angesichts der Tatsache, dass die original Master-Tapes nicht nur über 30 Jahre auf dem Buckel haben, sondern schon damals total verhunzt waren (man höre sich nur das original-Leeds-Album an), kann sich der Sound wirklich sehen bzw. hören lassen! Jeder, der mal versucht hat, eine ältere oder schlechte Aufnahme zu restaurieren weiss, wie schwer so etwas ist. Von daher muss man den Produzenten des Remasters sicher ein dickes Lob aussprechen, auch, wenn man immer noch etliche "crackling noises" aus der Aufnahme heraushören kann. Aber ohne die würde das Album auch ein wenig von seinem Flair einbüßen...
Kritik:
Dennoch gibt es an der Deluxe-Ausgabe etwas, das mich schon sehr ärgert: Zum einen hat man die Reihenfolge des Konzertes nicht eingehalten (der Tommy Teil von CD 2 kommt eigentlich nach "A Quick One..."). Und warum zum Teufel ist hier immer noch nicht die komplette Aufnahme zu hören?? Richtig gelesen: auch diese Version ist NICHT KOMPLETT!! Es fehlen ein paar Ansagen (darüber kann man ja noch hinwegsehen), aber gerade die genialen Versionen von "My Generation" und "Magic Bus" sind leider jeweils um 2-3 Minuten gekürzt worden :-( . Ein Jammer ist das - das hätte nicht sein müssen...
Fazit:
6 von 5 Sternen für die grandiose Musik und das schicke Artwork - und einen Stern Abzug wegen den ca. sechs fehlenden Minuten = 5 Sterne. Ein Pflichtkauf - gehört in jede vernünftige Plattensammlung!
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