"It's alright to have a good time" Das Live Album 1975 - 1985 kann wohl guten Gewissens als das beste Live Album aller Zeiten bezeichnet werden und Live in New York City schafft es daran anzuschließen. Nach der Reunion der E-Street-Band 1999 und dem Release des Albums "Tracks", auf dem überwiegend ganz alte Stücke vom Boss veröffentlicht wurden zog es dass Dream Team des Rock wieder in die Stadien und Hallen der Welt. Wer jemals die Chance hatte ein Konzert des Meisters zu erleben, weiß, dass man die Magie die davon ausgeht, nicht in Worte fassen kann, ich versuche es trotzdem. Die Doppel-CD beginnt mit dem permanenten Tour-Opener "My Love will not let you down" und sofort ist man wieder in dem Rausch der Erinnerungen, eines Abends mit 40.000 Freunden als Mitglied einer großen Familie. Es folgen einige Klassiker, z.B. "Prove it all night" die es so schon öfter zu hören gab. Zwischendurch werden immer wieder etliche Highlights gesetzt, das schaurig schön heulende "Youngstown" oder die einfach nur mitreißend starke und zurückhaltend instrumentierte Version von Atlantic City. The River glänzt durch das Saxophon Intro des Big Man und mit einem verändertem ruhigen Arrangement. Der Klassiker "Out in the Street" wird endlich auch als Live Version der besten Band der Welt vorgestellt. Zusätzlich ist außerdem noch eine gewohnt gute Version von "Born to Run" mit auf die erste CD gekommen. so dass sie elf tracks umfasst, entgegen dieser Seite. Die zweite CD beginnt mit "Tenth Avenue Freeze-Out" das wieder die obligatorische Introduction der Band beinhaltet, in der Springsteen einem Gospel-Prediger gleich seine Messe liest. Leider fielen die Soli der einzelnen Musiker sehr bescheiden aus. Dann folgt das großartige und umstrittene Meisterwerk 41 shots, in der jedes Bandmitglied jeweils einige Zeilen uninstrumentiert singen, und das dann später in einer beeindruckenden Full-Band version endet. Es folgen noch alte Stücke wie "Don't Look Back" "Jungleland" und das rockige "Ramrod" wie eine tief-düstere Version von seinem Klassiker "Born in the USA" in der er auch seine Fähigkeiten als Top-Gitarrist unter beweis stellt. Das Album endet mit "If I should fall behind", strophenweise gesungen von den einzelnen Bandmitgliedern, am Schluss schließlich von allen gemeinsam... Gänsehautfeeling pur. Da die Fans diese CD eh schon haben, kann man nur allen anderen raten, sich dieses mit 140 Minuten besten Rock 'n Rolls randvollgepackte Album zu kaufen, besser wird man nirgends bedient. The Boys are back in town und das mit einer Spielfreude und Laune, wie sie wohl einzigartig ist.