Kurzbeschreibung
Savannensturm auf sechs Saiten
Wer das Kick Off-Konzert zur Fußball-WM 2010 am Bildschirm verfolgt hat, ist spätestens bei einem gitarristischen Wirbel made in Mali aus dem Häuschen geraten. Mit seinem Auftritt im Orlando Stadium von Soweto vor einer Milliarde Zuschauern dürfte sich ein junger Mann aus Niafunké endgültig eine weltweite Verehrerschar gesichert haben. Um die intensiv rockigen Live-Künste des Sohns von Ali Farka Touré nun auch nachhaltiger erlebbar zu machen, veröffentlicht Six Degrees kraftvolle Mitschnitte seiner Shows aus den USA und Australien. Da kreist majestätisch-erhaben der „Slow Jam“, mit akustischem Dub-Unterbau hebt sich die Stromgitarre zu endlos kreisenden Höhenflügen in „Diaraby Magni“ empor. Man meint beizeiten, einem afrikanischen Pendant zu Robert Fripp, Robert Plant und Dave Gilmour in Personalunion zu lauschen. Die ruppigen Eruptionen der Sechssaitigen bleiben jedoch stets tief in der hypnotischen Grundstimmung der nordmalischen Savanne verhaftet, die er in dem zuvor unveröffentlichten Traditional „Maïga“ mit einem besonders rootsigen Besuch bedacht hat. Und als transkontinentales Zückerchen gibt sich der australische Singer/Songwriter Jeff Lang als unverhoffter Saitenduellant die Ehre.