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Es war im Jahr 1968, als die Bee Gees ein umjubeltes Konzert mit 67 Sinfonikern, Chor und der kompletten Kapelle der British Royal Airforce in der Londoner Royal Albert Hall gaben. Triumphaler Erfolg und bestandene Bewährungsprobe gegen ihre damals schärfsten Konkurrenten, den Beatles und den Rolling Stones. Seither haben die drei Brüder über Jahrzehnte erfolgreich an der Popgeschichte mitgeschrieben. Dass jede Ära einmal zu Ende geht, liegt in der Natur der Sache. Es entbehrt aber selten einer gewissen Tragik, wenn Pop-Ikonen beginnen sich selbst zu covern, in der Hoffnung, Triumphe zu wiederholen und in Wahrheit nur ihren eigenen Abgesang anstimmen -- ein wenig wie Robin Gibb auf seinem jüngsten Album Live.
Zweifellos beherrscht der Vollblutmusiker noch immer sein Handwerk. Und auch die Fans bleiben ihm treu, denn immerhin gelang es Robin Gibb anlässlich seines Auftritts am 18. September 2004 auf dem Museumsplatz in Bonn eine riesige Fangemeinde um sich zu scharren. Für den hieraus entstandenen Konzertmitschnitt Live hat er Stücke ausgewählt, die ihm persönlich als Best-Of seiner Karriere gelten: leider nur Altbekanntes und Bewährtes. Professionell, jedoch ohne Esprit jagt ein Hit den nächsten, angefangen von "Night Fever", "Juliet", "Stayin¹ Alive", über "How Deep Is Your Love" und "Tragedy", bis hin zu älteren Stücken wie "Saved By The Bell" und "New York Mining Disaster". Die Kompositionen selbst sind über jegliche Kritik erhaben, doch mag bei dem 66 minütigen Riesen-Medley Live keine rechte Stimmung aufkommen. Liegt es an Robin Gibbs mangelnder Risikobereitschaft in punkto Auswahl und Interpretation des Repertoirs oder an fehlender Sorgfalt bei der Produktion, die sich besonders in einem diffusen Klangbild - vor allem bei den Streichern -- äußert? Vielleicht aber liegt die ebenso einleuchtende wie simple Erklärung in der Erkenntnis, dass ein Bee Gee allein nicht genügt, um eine schlafende Legende aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken. -- Andreas Schultz
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Nee, das war nix!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
Robin Gibb gehört als Teil der Bee Gees zu den absoluten Musiklegenden und ihm und seinen Brüdern gebührt grosser Respekt für die vielen tollen Lieder, die sie gesungen und/oder geschrieben haben. Aber dieses Album ist ein Griff, der daneben geht. Robin's Stimme trägt die Bee Gees Lieder, die im Orginal Bruder Barry Gibb sang, leider nicht. So klingt es völlig unbekannt, wie eine nicht gelungene Coverversion. Der Sound ist wild gemischt, d.h. durcheinander und nicht angenehm. Kauft lieber "One Night Only" von den Bee Gees. Sorry, Robin, aber das war einfach nix.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
So etwas schädigt den Ruf der Bee Gees nachhaltig!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
Robin Gibbs Tournee durch Deutschland im Spätsommer 2004 umfasste übersichtliche 8 Stationen. Am 18.9 trat er mit seinem 2. Konzert auf dem Bonner Museumsplatz auf. Dieses wurde mitgeschnitten und für DVD und CD produziert, die nun beide, ein dreiviertel Jahr später, pünktlich zur Fortsetzung seiner Tour durch Asien, erscheinen.Die CD enthält 17 der 18 aufgeführten Songs. Auf Emotion, das das Konzert eröffnet hatte, verzichtete man. Merkwürdigerweise, denn mit einer CD Laufzeit von 66 min hätte der Titel noch locker Platz gehabt (auf der DVD befindet er sich unter den "Extras"). Viele Fans haben nach der Tour den schlechten Sound moniert. Offenbar zu Recht, denn für diese CD hat man daran absolut nichts gändert. Der Sound ist schlichtweg grausam, und hat bestenfalls Bootleg-Qualität. Das ist schon ein wenig peinlich, dass man heirfür keinen ordentlichen Stereo-Mix anbieten kann! (Die DVD klingt im übrigen durch den 5.1 Mix um Längen besser!) Und was im Konzert selbst noch gerade so funktioniert, schlägt auf CD völlig fehl. Bei manchen Songs - und vor allem bei solchen, bei denen Barry Gibbs Parts von den Backgroundsängerinnen übernommen wird - ist Robin Gibb praktisch überhaupt nicht zu hören. Das komplette Finale mit den Bombasttiteln "Tragedy", "Jive Talkin'" und "Stayin' Alive" wird so zu einem soundtechnischen und ästhetischen Disaster. Da kommt der Drang auf, einfach davon zu rennen, zumal alle Sänger bei jedem zweiten Ton genial daneben liegen. Irgendwie unfassbar! Und das Schlagzeug scheppert unentwegt vor sich hin, und vom Orchester bekommt man irgendwie auch nichts mit - also ich weiß nicht... Vielleicht sollte Robin Gibb ernsthaft darüber nachdenken, ob es nicht besser wäre, seinen guten Namen aus solch zweifelhaften Produktionen heraus zu lassen. Dann lieber verzichten; die Bee Gees standen immer für hohe Produktionsqualität, so etwas abzuliefern schädigt den Ruf der Band nachhaltig! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Finger weg!,
Von Mark van Helsing "The Critic" (Leverkusen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
Warum? Nun, ich war selbst Zeuge des Konzertes in Bonn. Erst einmal dauerte es gerade mal 80 Minuten. Gut, das scheint für etwas betagtere Superstars normal zu sein. Die Bühnenshow war gleich null. Robin grinste und hielt nach jedem Song seinen Daumen in die Höhe als wolle er sich selber sagen: Ich war gut! Ansagen gab es so gut wie keine. Aber der gravierenste Faktor für die schlechte Bewertung ist ein anderer: Die Songauswahl nämlich. Eine grauenhafte Ich-geh-auf-Nummer-Sicher-Setlist hat der Bee Gee hier zusammengestellt. Eine Setlist, die bis auf wenige Ausnahmen aus den Standardstücken einer jeden Bee Gees Tour besteht. Und für diesen fehlenden Mut gehört Robin einfach mal die rote Karte gezeigt. Warum mußte er Saturday Night Fever, Tragedy, Jive Talking und Stayin Alive spielen, wenn er selber die hohen Stimmen (die ja Barry bei den Bee Gees singt) gar nicht singen kann? Sein Backgroundsänger übernimmt diese und Robin murmelt irgendetwas in einer tieferen Tonlage dazu. Besagter Backgroundsänger trifft zwar die hohen Töne hat aber bei weitem nicht das Charisma wie Barry Gibb. Und Robin versteht man kaum. Also sind diese Titel schon einmal Totalausfälle. Es war kein Zufall, daß er den größten und längsten Applaus für Julliet bekommt, dem einzigen Titel seiner drei(!!!) 80er Jahre Soloalben. Warum hat er Another lonely night in NY und How old are you? nicht gespielt, die beide respektive Singlehits waren, gerade in Deutschland. Warum hat er Boys do fall in love vom Secret Agent Album nicht gespielt, das ebenfalls ein großer Hit war. Und warum kein Titel vom Walls have Eyes Album, daß bei den Fans noch heute als das beste Soloalbum eines Bee Gees gilt. Nein, diese Setlist war eine herbe Enttäuschung. Lediglich Julliet und Saved by the Bell haben Eindruck hinterlassen, der Rest war trotz Orchester 08/15 und klang irgendwie die ganze Zeit nach einer durchschnittlichen Bee Gees Coverband. Wirklich sehr schade!
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