Wer denkt, Deep Purple sei schon seit vielen Jahren aus dem Rockbusiness ausgeschieden, der irrt sich gewaltig. Wieder einmal zeigen sie, dass Rock keine Frage des Alters ist sondern eine Sache der eigenen Fähigkeit. In dieser stehen sie niemandem nach.
Zunächst einmal die Trackliste:
1. Deep Purple Overture
2. Highway Star
3. Hard Lovin' Man
4. Maybe I'm A Leo
5. Strange Kind Of Woman
6. Rapture Of The Deep
7. Woman From Tokyo
8. Contact Lost
9. When A Blind Man Cries
10. The Well Dressed Guitar
Disk: 2
1. Knocking At Your Back Door
2. Lazy
3. No One Came
4. Don Airey Keyboard Solo
5. Perfect Strangers
6. Space Truckin'
7. Smoke On The Water
8. Hush
9. Black Night
Hier ist alles dabei, was das Deep Purple Herz begehrt. Leider keine Child in Time, was auch okay ist, da Gilian doch seit geraumer Zeit arge Probleme mit der doch sehr hohen Stimmlage hat. Na gut, Somke on the Water, Black Night, Lazy, Highway Star... Die Klassiker sind zu finden aber auch eher selten gespielte Titel wie Hard Lovin' Man oder When a Blind Man Cries sind auf der CD enthalten. Also ein bunter Mix von Deep Purple Stücken, aber wie immer ohne MK III Stücke.
Sound:
Der Sound ist hervorragend. Die Instrumente sind gut abgemischt und klingen warm und nicht gekünzelt. Jedoch tritt Gilians Stimme dabei oft in den Hintergrund bzw wirkt diese oft einwenig zu leise, aber das liegt vllt auch an meinen Ohren :-).
Das Frankfurter Orchester, welches Deep Purple begleitet, ist nicht wie erwartet fortlaufend präsent sondern setzt die Instrumente dort ein, wo sie passen. Es hört sich alles passend an und nicht zu übersteuert wie man das von anderen Gruppen kennt, die mit einem Orchester zusammen auftreten. Die Songs haben nicht an Struktur verloren sondern bleiben im altern Grundschema.
Gitarrensound und Orchester ergänzen sich perfekt.
Steve Morse spielt an diesem Abend wie immer perfekt und ohne technische Mängel. Paice, Glover und Airey sind ebenso fehlerfrei wobei Airey aus der Masse herausragt. In seinem kurzen Keyboard Solo zeigt sich sein wahres Können. Toll anzuhören.
Gilians Stimme ist zwar nicht mehr mit der Made in Japan Zeit zu vergleichen aber er hat immer noch die Klasse und schafft es so die Songs wunderbar zu singen wenn auch manchmal mit Textfehlern. Doch das wird ihm wohl jeder Purple Fan nicht übel nehemen.
Fazit:
Ein tolles Liveprogramm was sich deutlich vom 69er Versuch mit Orchester unterscheidet.
Für jeden Fan ein Muss. Auch für die, die sonst wenig mit klassischer Musik am Hut haben.