Nach dem Akustikalbum Unplugged warten Trouble nun auch noch mit einem Live-Album auf, ist das nicht zu viel des Guten? Mag sein, aber die Band selbst begründet diesen Schritt damit, dass man mit nun vorliegender neuer Veröffentlichung Sänger Kory Clarke eine erste Plattform bieten wollte, um sich bei den Fans vorzustellen. Es war eine der kuriosesten Neuverpflichtungen vergangenen Jahres, als bekannt wurde, dass sich die Doom-Altmeister dazu durchringen konnten, ihren Ur-Frontmann Eric Wagner ziehen zu lassen dun stattdessen den Warrior-Soul Vokalisten zu rekrutieren. Eigentlich passt der punkige Hard Rock von Korys Hauptband rein musikalisch schon mal gar nicht zu seinem neuen Betätigungsfeld. Dann war fraglich, ob eine solch prägnante Stimme wie die von Wagner, die auch nachvollziehbarer Weise ihre Feinde hatte, überhaupt ansatzweise ersetzbar sein würde. Diese Überlegungen mögen in den Bandmitgliedern auch ihr Stelldichein gegeben haben, aber anno 2009 betont man, dass sich TROUBLE keinen Kopf mehr um das Business machen müssen und wollen und frank und frei drauf los musizieren, wie s ihnen gerade passt. Diese Einstellung in allen Ehren, aber man muss aufpassen, das man alte Fans mit einem neuen Frontmann in den Reihen nicht vergrault. Live In Los Angeles nun soll Kory der Welt vorstellen, und irgendwie weiß ich nicht, wie ich die elf Songs einordnen soll: Herr Clarke kommt zeitweise recht gut an die kauzige Art und Weise seines Vorgängers heran, ohne ihn völlig zu kopieren. Verraucht, bekifft und völlig unkonventionell klingt auch Korys Organ, wobei seine Stimme in dieser Form durchaus zu den vorgestellten TROUBLE-Songs passt wie die Faust aufs Auge. Der Mut der Band, die vorliegende Live-Aufnahme hinterher im Studio (schätzungsweise) recht wenig nachbearbeitet zu haben, ist hervorzuheben. Selbst so manche gesangliche Schieflage wirkt irgendwo auch schon wieder sympathisch und bürgt für die Authentizität des Dargebotenen. Der Rest der Band ist in Höchstform, nur der Frontmann muss jetzt gesanglich vielleicht zukünftig noch ein paar Briketts mehr ins Feuer werfen, um zu den erstklassigen Leistungen seiner Mitstreiter aufschließen zu können. Ansonsten bietet die Songauswahl einen kurzen, aber ebenso kurzweiligen Querschnitt durchs Schaffen dieser Doom-Ausnahmeformation. Ob s dieses Album jetzt unbedingt gebraucht hätte, sei mal dahingestellt. TROUBLE-Anhänger werden es sich ohnehin umgehend einverleiben, und Kory-Gespannte können mal reinhören, um ihre Neugier zu befriedigen (Legacy Juli 2009)
Einige TROUBLE Fans waren mit Sicherheit geschockt, als sich Sänger Eric Wagner im Jahre 2008 verabschiedet hat, genau das Jahr, in dem diese Live CD in LA aufgenommen wurde. Doch die Band hat es geschafft, mit Kory Clarke (Warrior Soul) einen neuen Mann hinters Mikro zu stellen, der die Songs der Amis mit Intensität und Leidenschaft singen kann. Auch der neue Drummer Mark Lira fügt sich nahtlos in TROUBLE ein und so haben wir nach dem Intro mit RIP oder The Sleeper richtig gut stampfende Rock Nummern der US Boys. Zwar fehlt der Dialog zwischen Sänger und den Fans fast gänzlich, dafür ist die Aufnahme aber richtig kernig und die neueren Stücke wie Trouble Maker oder auch Simple Mind Condition stehen der Band auch dank dem neuen Sänger richtig gut, da sie einen Hauch mehr an Rock in sich bergen. Man kann hier dem Info Schreiben voll zustimmen, diese CD ist so was wie die Übergangsphase um zu sehen, wie es mit Kory funktioniert, in Zukunft werden TROUBLE bestimmt weitere, starke Scheiben machen, wie sie es seit 1984 tun und mit dieser Live CD haben wir einen Vorgeschmack darauf, wie sich TROUBLE mit neuem Sänger anhören, doch eine knappe Dreiviertel Stunde ist bei dem Material, was die Amis haben doch recht kurz geraten. Der Sound klingt dafür aber richtig gut und Fans von Live Alben können hier bedenkenlos im Laden zugreifen. (Ffm Rock.de)
Eine große Sache machen TROUBLE nicht aus dem neuen Live-Album. Die Hippie-Doomer wollen ihren neuen Sänger Kory Clarke (WARRIOR SOUL, MOB RESEARCH) vorstellen. TROUBLE ohne Eric Wagner am Mikro kann man sich als Fan schwer vorstellen, die Band stellt mit Live In Los Angeles jedoch klar, dass dies die Zukunft für TROUBLE ist. So hat man es relativ leicht, musikalisch bietet die Band mit Hauptsitz Chicago ihr gewohntes Best Of-Programm, spielt wie üblich arschtight und es groovt schwerfällig, dass es eine wahre Freude ist. Man hört eine dicke Portion Spielfreude heraus, welche bei den letzten Shows nicht so deutlich zu erkennen war. Der vom ewigen Sidekick und Live-Mischer Larry Burns eingefangene Sound kommt echt und mit spürbarerem Livesound, wie man ihn von den TROUBLE-Shows kennt. Natürlich hat man, wenn man die Band seit allererster Stunde begleitet, seine Probleme mit den fremden Vocals. Kory Clarke hat eine raue, kratzige Stimme, welche die Hippie-Vibes von Eric Wagner nicht ganz rüberbringt. Clarke singt die alten Hits gut, wirklich unpassend ist seine Stimme nicht. Je älter, sprich heavier, die Songs sind, umso besser passt der Gesang. Da TROUBLE ja wieder etwas Richtung ältere, härtere Klänge gehen wollen, macht das Hoffung auf mehr. Und man muss ehrlich sein, je öfter man die Scheibe hört, desto homogener passt die Stimme zum Hippie-Doom der Band. So gut Clarke die alten Songs aber auch rüberbringen mag - wie gut er als neuer TROUBLE-Sänger ist, dass wird er und die Band mit neuen Songs beweisen müssen. Für seinen Einstand und als deutliches Zeichen der Band, dass nun dies hier TROUBLE sind, ist Live In Los Angeles eine gelungene Sache, wenn auch etwas kurz. Als Fan kommt man also nicht am neuen Live-Album vorbei. Eric Wagners coole Stimme hin oder her, wenn Kory Clarke den Herren TROUBLE gut tut und die Band mit neuer Energie nach vorn schaut, dann soll es so sein. (Vampster.de)