In ihrem Heimatland Kanada sind Metric bereits veritable Stars der vor Kreativität seit Jahren schon blubbernden Indie- Szene . Ein guter Teil des neuen, zweiten Metric- Albums "Live It Out" entstand in den Wohnungen einiger Mitglieder der Broken Social Scene, auf Tour waren Metric unter anderem mit den fulminanten Hot Hot Heat. An deren keyboardschwangeren New Wave- Sound erinnern auch viele Metric- Songs, vor allem die vom Debütalbum "Old World Underground, Where Are You Now". "Live It Out" kommt im Vergleich zu diesem um einiges bratziger daher, man hat den Gitarren im Studio mehr freien Lauf gelassen, und so klirren und scheppern die Lieder jetzt auch eine Spur aggressiver. Man kann an Sonic Youth denken. Der große Clou der Band ist allerdings Frontfrau Emily Hayes, eine der betörendsten Gestalten, die derzeit zum Mikro greifen. Ihre Texte sind pointiert und sarkastisch, innig und liebevoll und all diese Facetten und so einige dazwischen weiß Emily auch gesanglich grandios umzusetzen. "Live It Out" ist eines der besten Gitarrenalben 2005; verwunderlich ist nur, wieso diese grandiose Band keinen Vertrieb in Deutschland hat.