Pur, gut, authentisch, ja, ja, schon wieder fange ich eine Rezension mit einem "geklauten" Teil einer anderen Rezension an. "Neuer Gossip Fan" möge mir verzeihen, aber es Trifft den Nagel einfach auf den Kopf.
Die Band schafft es mit minimalistischen Mitteln ein Feuerwerk zu entfachen, das seinesgleichen sucht. Es gehört schon eine Menge Selbstbewußtsein dazu auf die klassische Bandbesetzung mit Gitarre und Bass zu verzichten, und jeweils nur mit Gitarre oder Bass + ein Schlagzeug, das im besten Rockabilly Stil eingesetzt wird, zu spielen. Dazu die unvergleichliche Stimme, Power und Ausstrahlung einer Beth Ditto, und fertig ist eine Band, für die sich sogar ein "alter Sack" (mit fast 40) wie meine Person begeistern kann. Hier spürt man jede Sekunde, das hier drei Leute am Start sind, die nicht etwa durch eine eine "künstliche" Castingshow zusammengewürfelt wurden, sondern sich seit Jahren für das was sie lieben auf deutsch "den Arsch aufgerissen haben", und jetzt endlich auch einwenig Erfolg damit haben.
Diese Authentizität bin ich eigentlich nur aus dem von mir geliebten Doom Metal Bereich gewöhnt, aber es ist verdammt cool so etwas auch einmal außerhalb diesen Bereiches zu erleben. Besonders da ja hier eine Zielgruppe angesprochen wird, die in der Regel noch "auf der Suche nach ihrem eigenen individuellen Weg" ist, und die mit Gossip die klare Botschaft bekommen, macht Euer eigenes Ding, geht Euern eigenen Weg, glaubt an Euch selbst und vergesst einmal all die Vorstellungen und "weisen Ratschläge", die einer angeblichen Normalität entsprechen.