...hier hat auch ein etwaiges remaster nicht geholfen. die aufnahme ist zwar von der durchörbarkeit her gar nicht schlecht, alle instrumente sind auseinanderzuhören, aber leider ist das ganze zu komprimiert um völlig vorbehaltslos spass zu machen.
DP sind dafür in unglaublicher spiel- und improvisationslaune, ian gillan ist jung, unverbraucht, kraftstrotzend und ich möchte fast sagen nie mehr wieder derart charismatisch drauf gewesen.
"highway star" vergeht trotz angezeigter 8:30 in gefühlten vier minuten, sogar der gassenhauer "strange kind of woman" stampft daher wie ein unaufhaltsamer güterzug.
"child in time" wird auf über 17 minuten gestreckt, ohne dass eine einzige davon langweilig wäre.
auf "the mule" gibts kleine längen, die gekonnt von ian paice mit einem schlagzeugsolo getarnt werden.
dem song "lazy" - der wie "child in time" mit keiner anderen rocknummer vergleichbar ist, gönnt man auch äußert kurzweilige zwölf minuten um die längste und inspirierteste "space truckin"-version mit sage und schreibe 23:48 folgen zu lassen. "fireball" und - vielleicht der einzige unnötige song auf diesem album - "lucille" werden in nicht einmal 10 minuten absolviert um ein über sechs minuten langes "black night" als nicht krönenden, aber trotzdem befriedigenden abschied darzubringen.
DP sind einfach als live-band eine urgewalt und für jeden, der diese band liebt, ist diese aufnahme trotz der bekannten songs unverzichtbar.
fünf sterne - what else?