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Live At Sin-é
 
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Live At Sin-é [CD+DVD, Box-Set]

Jeff Buckley Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (6. Oktober 2003)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: CD+DVD, Box-Set
  • Label: Col (Sony Music)
  • ASIN: B0000AM6RO
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 159.513 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. Be Your Husband
2. Lover, You Should've Come Over
3. Mojo Pin
4. Monologue - Duane Eddy, Songs For Lovers
5. Grace
6. Monologue - Reverb, The Doors
Alle 18 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. Monologue - Nusrat, He's My Elvis
2. Yeh Jo Halka Saroor Hae
3. Monologue - I'm A Ridiculous Person
4. If You See Her, Say Hello
5. Monologue - Matt Dillon, Hollies, Classic Rock Radio
6. Dink's Song
Alle 16 Titel anzeigen.
Disk: 3
1. Interview With Jeff Buckley (DVD Video)
2. The Way Young Lovers Do (DVD Video)
3. Kick Out The Jams (DVD Video)
4. New Year's Eve Prayer (DVD Video)

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52 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Cafe Days 18. Oktober 2003
Format:Audio CD
Als ich damals, 1995, als Teenager in New York war und mir „Grace" von Jeff Buckley im Record Store besorgte, war ich mir nicht sicher, ob das wirklich das war, wonach ich suchte. Das einzige Vergnügen das ich bis dato mit dem Musiker Jeff Buckley hatte war ein Live-Mitschnitt von „Eternal Life", rockender und ungestümer, zorniger und wilder als alles andere, irgendwann spät nachts auf MTV. „Grace" hingegen war anders. Wie ein sich immer weiterdrehendes Karussell von lyrischer und musikalischer Entfaltung und bestechend durch die Leichtigkeit der Schwere, die dem Album inne wohnt.
Groß war die Freude auf kommende Platten und „News" über Jeff Buckley, groß auch die Ernüchterung als der Tod (durch Ertrinken in einem Seitenfluss des Mississippi), des damals 30-jährigen, Anfang Juni 1997, via Radio verkündet wurde.

Da war also einer, der mit ungeheurer Emotionalität (und stimmlicher Oktavengewalt) an sein Werk ging, für kurze Zeit nur, wie eine Sternschnuppe, hell leuchtend und wieder verschwindend, am Rockhimmel sichtbar. Posthum verklärte sich das Bild des Mannes und wird wie so oft ins pathetisch mystische gezogen.
Manchmal hörte man auch den Vorwurf Mary Guibert (Jeffs Mutter) wäre nur am Ausverkauf ihres Sohnes interessiert, was ich hiermit mit Verlaub als Quatsch bezeichnen möchte. Vielmehr schaffte sie durch ihr Engagement einzig und allein einen Beitrag zu dem, was ihrem Sohn verwehrt geblieben ist, nämlich ein Werk. Und zwar bevor das irgendwelche, tatsächlich vorrangig am Kapital-Jeff Buckley interessierten Kräfte tun. Nun liegt eine „neue" posthume Buckley-Veröffentlichung vor.

„Live at Sin-e" ist praktisch die erweiterte Fassung der bereits 1993 erschienenen gleichnamigen 4-SongEP, und umfasst 2 CDs, die insgesamt 160 Minuten Spieldauer auszeichnet. Eine limited Edition ist zusätzlich mit einer DVD ausgestattet, welche Auszüge aus späteren Auftritten im Cafe „Sin-e" und ein Interview mit Jeff Buckley enthält. Alle Aufnahmen stammen aus den Monaten Juli bzw. August 1993.
Nachdem Buckley zu Beginn der Neunziger von Kalifornien in „sein Mekka" New York zog, und mit Gary Lucas „gejamt" hatte („Songs to no one 1991-1992" ist 2002, als ein Dokument dieser Zusammenarbeit, erschienen), spielte er eine Vielzahl von kleinen Auftritten in meist winzigen Klubs und Cafes in Lower Manhatten. Er hatte kurz zuvor einen Plattenvertrag bei Columbia unterschrieben, wollte aber versuchen, nicht auf plakatives und „aggressives" Vorgehen, bei der Entwicklung seiner Musik/Karriere zu setzen.
Less is more. Oder im falle von "Sin-e": Keep it small.
Eigenes Material war vielfach erst in der Entwicklungsphase. Oft entstiegen Buckley-Songs einem Gedicht. Metamorphose vom Poem zum Song. Am Ende waren die Texte der Lieder oft wohl nur noch eckpfeilerhaft mit dem „Ausgangsgedicht" verwandt. Die logische Konsequenz: der Großteil des Materials bestand aus Coverversionen.
Was bei den vorliegenden Aufnahmen für zusätzliche Gänsehaut sorgt, sind die Zwischen-den-Songs-Ansagen- bzw. Monologe, in denen sich der Künstler äußerst humorvoll über Dies und Das (vornehmlich Musik) Gedanken macht und so scheinbar den posthumen Mystifizierungen lachend ins Gesicht spuckt.

Ein junger Mann voller Lebenslust und Tatendrang, glücklich verliebt (in Rebecca Moore, eine New Yorker Avantgarde-Künstlerin und Sängerin) und auf dem Weg sein eigenes Können auszuloten und seinen eigene(n) Sound/Band zu formen. Er war kein verzweifelter Schmerzensmann, wie so oft vorschnell behauptet wird. Die Beziehung zur eigenen Herkunft (Vater Tim Buckley, ebenfalls frühverstorbener Folk- und Jazzsinger/Songwriter, jedoch ohne stärkere Bindung zum Sohn) zwar wohl noch nicht gänzlich geklärt oder aufgearbeitet, aber wohl auch kein Dämon der schwer auf ihm lastete. Vielmehr frei im Erproben der eigenen Mittel.
In diesem kleinen irischen Cafe kamen übrigens eines Abends auch seine späteren Bandmitglieder vorbei und beschlossen, Jeff Buckley ihre Zusammenarbeit anzubieten. Überhaupt absolvierte Buckley im „Sin-e" den größten Teil seiner Auftritte als Solokünstler in New York und „versüßte" dort auch diverse Silvesterabende.
Es ist alles da. Ein Lied, die Gitarre und vor allem die Stimme. Mehr brauchte es nicht bei Buckleys Interpretations- und Umsetzungsgabe. Der Song als Spielball. Mal straight interpretiert, mal auseinandergenommen und wieder spontan zusammengebaut. Wunderschön lässt sich also auf dem Album beobachten, welche Künstler besonders stark Einfluss auf ihn hatten. Eine Coverversion seines Helden, des ebenfalls 1997 verstorbenen pakistanischen Sängers Nusrat Fateh Ali Khan, steht hier durch die augenzwinkernde Interpretation an vorderster Stelle. Weiters sind Songs von Dylan- wunderschön zum Beispiel „I shall be released" oder „If you see her, say hello"-, Led Zeppelin oder auch von Nina Simone und Van Morrison enthalten und bekommen von Buckley ein neues Antlitz verliehen, werden ganz zu seinen eigenen Songs.
Natürlich spielte er auch schon damals die meisten seiner eigenen Nummern, die später auf „Grace" erschienen waren. Allen voran das eingangs bereits erwähnte „Eternal Life", mit der ersten Zeile: „Eternal life is now on my trail, got my red glitter coffin, man- just need one last nail...". Nach der Liebe war der Tod und eine damit verbundene „Keine Angst vor Nichts und Niemand"-Euphorie immer wieder zentrales Thema. Voller Einsatz, ohne Angst davor auch mal übers Ziel hinauszuschießen. Einer, der wusste er musste seine Grenzen hinter sich lassen, um etwas Eigenes zu schaffen. Auf der Bühne sowie abseits davon. Und einmal war es eben der falsche Moment...

„Sin-e" zeigt den Einsatz und diese Bereitschaft auf beeindruckende Art und Weise. Die Songs gehen ganz tief rein und heben eine(n) dann doch wieder empor. Insgesamt eine Interpretationsdemonstration „for the lovers".
Für Jeff Buckley Fans also ein Muss. Für alle anderen wäre diese Platte wohl der beste logische Einstieg in sein Schaffen. Und für mich ist es ein neuerlicher Ansporn das Glück herauszufordern.

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Auf dieser CD interpretiert Jeff Buckley einige seiner Lieblingssongs auf eine unachahmliche Weise. Schon der Opener BE YOUR HUSBAND überzeugt als A capella Song auf ganzer Linie. Gewürzt mit einer Portion Gospel und Soul ist dieser Song genug Grund, diese CD zu kaufen. Aber es geht noch weiter: STRANGE FRUIT, IF YOU KNEW, TWELFTH OF NEVER, CALLING YOU, usw. Jeff Buckley in Höchstform. Er saugt die songs auf wie ein Schwamm und interpretiert sie mit einer Intensität, als seien es Eigenkompositionen. Interssant sind auch die "MONOLOGUES", die Jeff Buckley als regelrechten Spaßvogel outen. Eine neue, sehr sympathische Seite an ihm. Man beache aber auch seine frühe Version von "LOVER,...", die sich spielerisch und textlich von der GRACE - Version unterscheidet, wie auch "UNFORGIVEN."
Die zweite CD bietet die wohl beste Version von Van Morrison's "THE WAY YOUNG LOVERS DO." Dylan's "IF YOU SEE HER SAY HELLO" wird im Zeitlupentempo zur Slide guitar zelebriert. Düster und traurig. DROWN IN MY OWN TEARS ist der einzige song, der mich nicht überzeugt (bin von der Version von Ray Charles verwöhnt!) Alles in Allem bietet diese CD 17 unveröffentliche Aufnahmen in einer recht guten Aufnahmequalität. Das Booklet ist sehr liebevoll gestaltet. CD 3 ist eine DVD, die ein Interview mit Jeff Buckley, sowie Aufnahmen aus dem Sin-é Café zeigt. Für Jeff Buckley Fans ein absolutes Muss! Einsteigern empfehle ich das Album GRACE.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Yola
Format:Audio CD
Auch wenn man Jeff Buckley schon hundert mal hat "Mojo Pin", "Last Goodbye" oder "Eternal Life" hat singen hören - es geht immer wieder unter die Haut, und jedes mal kann man etwas Neues dabei entdecken. So pur, wie Jeffs einzigartige Stimme in den Mitschnitten aus dem Sin-é den direkten Weg bis in die letzte Körperzelle findet - ich werde ewig bedauern, "nur" diese gepresste Version zu erleben, denn die Nähe zum Publikum und die Hingabe kann man sogar hier spüren. Vielen Dank, dass für uns dieser Schatz erhalten ist. Jeff Buckleys Musik ist nichts für "Nebenbei": Hinhören ist hier ein Muss.
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