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Auf "Let Me Touch You for Awhile" wirkt Krauss als melancholische Verführerin absolut glaubhaft -- aufopferungsvoll und erotisch zugleich; Jerry Douglas unterstreicht die bedingungslose, schmerzliche Leidenschaft mit seinem Dobro-Spiel. Banjospieler und Gitarrist Ron Block, Bassist Barry Bales und der Gastschlagzeuger Larry Atamanuik legen das rhythmische Fundament, und im Zusammenspiel verschmilzt das ganze Ensemble gekonnt Bluegrass mit Jazz, Rock und Folk. Spektakuläre Fingerfertigkeit ("Forget About It" wird allerdings beinahe zu schnell gespielt) wird ergänzt durch Geschmack, Ausdruckskraft und mitreißenden Harmoniegesang.
Die Zuhörer, die sich mit jeder Note tiefer in den Bann der Gruppe ziehen lassen, scheinen auf "Ghost In This House" förmlich den Atem anzuhalten, aber als Dan Tyminski "I Am A Man Of Constant Sorrow" vom Soundtrack zu O Brother, Where Art Thou singt, geraten sie außer Rand und Band. Eine verständliche Reaktion, handelt es sich doch um nur einen Glanzpunkt auf einem meisterhaften Album, das eindrucksvoll beweist, wie gut Live-Musik sein kann, wenn sie von Weltklassekünstlern dargeboten wird. --Alanna Nash
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein wahres Juwel,
Von
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
Könnte man den Mitschnitt eines Konzertes unprätentiöser betiteln als mit dem schlichten Wörtchen 'LIVE'? Genau das haben Alison Krauss und ihre Band 'Union Station' getan - und daraus ist eine Doppel-CD mit Musik geworden, die ebenso schnörkellos ist, wie es der Titel verheißt. Wer ist Alison Krauss - und wer sind 'Union Station'? Zeitgenossen, die den Film 'O Brother, where art thou?' der Brüder Joel und Ethan Coen ('The Big Lebowksi') gesehen haben und in der Folge vielleicht sogar den mit fünf Grammy Awards ausgezeichneten Soundtrack zum Film erstanden haben, dürfte zumindest Alison Krauss ein Begriff sein. Und ihre Band? Hat, wie ihre Frontfrau, auch ein paar Tracks beigesteuert - firmiert aber auf dem Album unter anderem Namen. Wem allerdings der 'Man of Constant Sorrow' ins Ohr gegangen ist, mit dem im Film eine aus drei Sträflingen zusammengewürfelte Bluegrass-Band Furore macht, wird hinter den 'Soggy Bottom Boys' schnell und völlig zu Recht 'Union Station' vermuten. Folgerichtig findet sich der Ohrwurm auch auf dem in Kentucky live und 'kognito' eingespielten Doppelalbum - und allein das macht 'Live' m. E. schon kaufens-, mindestens aber anhörenswert. Dass ich 'Live' unter meinen CD-Neuerwerbungen der letzten Monate einen Ehrenplatz eingeräumt habe, verdankt das Album aber vor allem Alison Krauss: deren Beitrag zum Soundtrack von 'O Brother, where art thou?' ('Down in the River to Pray' sowie 'I'll Fly Away' [im Duett mit Gillian Welch] und 'Didn't Leave Nobody but the Baby' [gemeinsam mit Gillian Welch und Emmylou Harris]) hatte mich seinerzeit so hellhörig gemacht, dass ich schnell mehr von ihr kennen lernen wollte. Und dass ich 'Live' den Vorzug vor diversen Studioveröffentlichungen gegeben habe, kann ich im Nachhinein nur als einen ausgemachten Glücksgriff werten: 'Live' - das sind 25 Tracks, die jedem zusagen müssten, in dessen Plattenregal noch ein Lücke zwischen Country und Southern Rock klafft. Da wechseln wahre Gänsehaut-Balladen ('Ghost in this House') mit Tracks ab, bei denen man deutlich den Güterzug heraushören kann, auf den man im Geiste aufgesprungen ist, als er die Fahrt in einer Kurve verlangsamt hat ('We Hide & Seek'). Zwischendurch wird noch eben einem 'When you Say Nothing at all' (das Ronan Keating einen Charterfolg bescherte) neuer Glanz verliehen, mit 'Oh, Atlanta' dem Südstaaten-Rock die Reverenz erwiesen - und natürlich darf auch das Gospel 'Down in the River to Pray' nicht fehlen, das hier a capella vorgetragen wird und so ein 'showpiece' für Krauss' glasklaren Gesang bildet. Fazit: Mit 'Live' ist Alison Krauss und ihrer Band 'Union Station' ein Juwel gelungen - ebenso meilenwert entfernt von radiogängigem, überproduziertem A(lbum) O(riented) R(ock)-Einerlei zwischen Shania Twain und Alanis Morrisette wie von Neo-Country à la Garth Brooks und LeAnn Rimes (die ihren Country bzw. Grass Roots spätestens mit ihrem jüngsten Album endgültig das Lebewohl entboten zu haben scheint). 'Live' bietet erdige, 'handgemachte' Musik, die gekonnt den Bogen zwischen 'Traditional' und 'Pop' schlägt - vorgetragen von einer spielfreudigen Band und einer Frontfrau, deren Stimme ich als die größte Bereicherung meiner CD-Sammlung erachte, seitdem in der die Aufnahmen der wunderbaren Eva Cassidy einen Platz gefunden haben: 'Live' ist abwechslungreich, mitreißend, im besten Sinne durch und durch 'US-American' wie Apple Pie und Root Beer - und darüber hinaus außerdem auch eine aufnahmetechnisch glänzend gelungene CD, die den Konzertfunken vom ersten Stück an auch ins heimische Wohnzimmer überspringen lässt; in diesen Tagen soll außerdem eine gleichnamige DVD erscheinen, die bislang aber wohl noch nicht auf dem Markt ist. Prädikat: unbedingt empfehlenswert! Anspieltipps: Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
WAS SOLL......,
Von
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
WAS SOLL...... ich mit country und bluegrass musik anfangen, dachte ich, als mir ein freund vor langem mal allison krauss und union station, damals war es "new favorite", vorspielte. wir hörten auch andere musik und obwohl der erste eindruck nicht berauschend war, ging mir diese musik irgendwie nicht mehr aus der birne und letztlich kaufte ich mir die scheibe - wie übrigens auch alle anderen, zuletzt diese hier.AK und US sind abseits des üblichen country-gedudels unterwegs, hier wird hohes musikalisches niveau und hohes handwerkliches können mit spielfreude ohne ende geboten. selbst die stücke, die nun wirklich so richtig hillibilly und yeappiey - einschlag haben sind in anbetracht der darbietung nicht nur erträglich, sondern sogar höchst vergnüglich und mitreissend. dem bisherigen ist sicher zu entnehmen, dass ich kein freund des genres bin - trotzdem bin ich beeindruckt und es läuft recht oft eine scheibe von AK und US in meinem laufwerk. für anspruchsvolle fans dieser musiksparte muss diese scheibe überhaupt der überdrüberhammer sein, denke ich. und dazu ist das ganze was für soundgourmets. nicht umsonst gibt es von dieser aufnahme eine 45er vinyl-ausgabe auf vier schallplatten - eine finanzielle ausgabe, die mir dann aber doch zu happig war, zumal man bei dieser doppel-cd den vorteil hat, nur einmal die scheibe zu wechseln, während man beim vinyl acht mal wechseln bzw. umdrehen müsste. und dabei klingt das ding sowieso derart saugut, dass es recht wenig mir bekannte live scheiben gibt, die hier mithalten können (zb. kari bremnes "reise" - siehe einer meiner anderen rezensionen). die stimme steht klar umrissen im raum, die instrumente haben jede menge luft, sämtliche bühnengeräusche sind erhörbar und auch das publikum ist plastisch und durchhörbar zu vernehmen. die klangbalance ist perfekt, die dynamik ungebremst. bei dieser produktion waren wohl an allen stellen ausnahmekönner am werk, wie schön, dass es noch solche produktionen gibt! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
5 Sterne und nicht eine Zacke weniger (incl. SACD),
Von Rounder6 (Alpenrand, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (TOP 50 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
Das ist ein Live-Album zum Geniessen.Die Interpretation der bekannten Songs, also live rüber gebracht, ist einfach sensationell. Das ganze ist blitz-sauber und ohne Effekthascherei abgemischt. Angemerkt sei auch, dass alle der wirklich überragenden Songs auf dem Doppel-Album drauf sind für die sowohl Alison Krauss als auch ihre überragenden Musiker stehen (Union Station). Das wird auch dadurch sehr deutlich, dass hier eben auch die Songs dabei sind, wo Alison ihre bekannt gute Stimme gar nicht einbringt sondern "nur" mit ihrer Fiddle mitspielt. Der Griff zur DVD kann sich für diejenigen lohnen, die mal wissen möchten, wie diese Musik gespielt wird, wie man z.B. eine Fiddle als Rhythmus-Instrument oder ein Dobro spielt. Die DVD macht das "Spektrum" dieses für mich einzigartigen Konzertes komplett und beweist ebenso eindrucksvoll, dass es keiner gigantomanischer Showeinlagen oder Videoleinwände bedarf, um die "Hütte" voll zu bekommen und schon gar nicht, um von Haus aus excellent gemachte Musik zu präsentieren und zu spielen. Aber: der Schwerpunkt bleibt die Musik - nicht die Show. Also: Live mal anders für diejenigen, die anderes gewohnt sind. Für mich ein Juwel. UPDATE: ... und weil's ein Juwel ist, habe ich mir die SACD auch noch geholt. Die Songs sind natürlich gleich, die Scheibe ist ebenfalls von Rounder. Wie zu erwarten, ist der Klang nochmal besser als bei der CD. Der CD-Layer der goldigen Hybrid-SACD klingt nur minimal freier, gelöster und besser räumlich als bei der normalen CD. Aber genau diese Attribute machen dann die SACD zu einem Erlebnis (im Stereo-Modus, das 5.1-Layer kann ich nicht testen). Zudem ist z.B. der Besen beim Schlagzeugspiel superfein aufgelöst, man glaubt man hört jeden Stahlfaden einzeln. Also, (Jan. 2010 für sage und schreibe 40 Euronen) - wer die SACD vergessen hat zu kaufen und mit der tollen Klangqualität was anfangen kann -> auf geht's. Gruß, Rounder6 Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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