Wir schreiben die Jahre 1984/1985, der Teen-Spirit war noch nicht erfunden und eine verheissungsvolle amerikanische Band Namens Metallica veröffentlichten ihr zweites Album "Ride the lightning". Zu dieser Zeit waren die englischen Metaller Iron Maiden auf ihrem Karrierehöhepunkt und tourten unter dem Motto "World Slavery Tour" quer durch die Welt. Es war eine grandiose Idee, zu dieser Tour ein Live-Album zu veröffentlichen. "Live after Death" spiegelt zu 100% wieder, welchen Stellenwert Iron Maiden in den 80igern in der gesamten Rockwelt einnahmen. Während der Tour füllten sie zum Beispiel die Radio City Music Hall in New York sieben Mal!! In der Long Beach Arena zu Los Angeles spielten sie immerhin vier Mal vor ausverkauftem Hause. Genau dort wurde ein Grossteil dieser Doppel-CD mitgeschnitten, der Rest kommt aus dem Hammersmith, aus London.
Zum Inhalt: Iron Maiden haben mit ihrer Songauswahl genau ins Schwarze getroffen. Alles was bis zu dem Zeitpunkt als überdurchschnittlich anzusehen war, wurde auf diesem Silberling gebrannt. Es beginnt mit atemberaubender Geschwindigkeit, klar "Aces high" eröffnet dieses Live-Erlebnis. Anschließend folgen die erfolgreichsten Singles der jüngeren Vergangenheit. "Rime of the ancient Mariner" ist der erste absolute Höhepunkt dieser CD. Das Stück genießt mit einer Spielzeit von 13:03 Min. Überlänge und zeigt den Maiden-Shouter Bruce Dickinson in absoluter Höchstform. Jetzt folgt Höhepunkt an Höhepunkt. "Woe to you oh earth and sea"......"The Number of the Beast" setzt ein und verschafft jedem Fan ein absolutes Gänsehautfeeling. Nach TNOTB kommt es bei "Hallowed be thy Name" zur absoluten "Heavy-Metal-Ekstase", bevor die CD mit weiteren Highlights wie "Iron Maiden", "Children of the damned" oder "22 acacia Avenue" zu Ende geht.
"Live after Death" gehört zu den besten Rock-Live-Alben überhaupt und zeigt überdeutlich, wie lebendig der Heavy Metal in den sonst sehr poppigen 80igern war.
Ich bin überaus gespannt, wie sich Iron Maiden beim diesjährigen "Rock am Ring" schlagen werden. Übrigens, die von mir zu Beginn genannten Metallica (mittlerweile nicht mehr unbedingt ein Insider-Tip :-) ) sind in diesem Jahr bei eben diesem Event der Headliner.........