Als Bootleg gibts die Scheibe schon seit 1970. Ein "mobiles" Tonstudio in Form eines alten VW-Busses (der damals neu war) schnitt den Auftritt von Deep Purple und anderen Bands mit.
Der Sound ist natürlich Bootleg-"Qualität", aber da die CD hauptsächlich instrumentale Anteile hat, ist es nicht so schlimm. Zudem passen die Verzerrungen von Gillans Stimme ganz gut zu seinem Gesangstil.
Lohnen tut sich das Album für Purple-Fans wegen "Wring That Neck" und "Mandrake Root". Und das weil hier mal Jon Lord richtig loslegen darf. Hatte Blackmore mal (wieder) keinen Bock? Wie dem auch sei, der Tastenkünstler zitiert fleissig Bach u.a. Zwischendurch entlockt er seinem Keyboard Töne, "für die das gar nicht gebaut wurde." Also es heult, quietscht und schreit. Und man weiss gar nicht mehr, welches Stück es gerade ist, aber das ist auch egal. Weil es herrlicher Mark II-Krach ist.
Natürlich nur für Purple-Fans. Aber für die, die auch Jon Lords Keyboard-Exzesse mindestens genauso mögen wie Blackmores Soli, doch sehr zu empfehlen.