..ist der dritte Band der Sage um die Spielerin Livak und ihre Freunde. Wie schon im ersten und zweiten Teil schlagen sie, die Zauberer unter ihrem Chef Planir und dem einflussreichen Fürsten D'Olbriot sich in der Welt von Einarinn mit den Äthermagiern der Elietimm herum. Livak zur Seite stehen ausser dem Zauberer Usara noch ihre Freunde Sorgrad und Sorgren, die in den ersten beiden Teilen zwar des öfteren erwähnt wurden, aber nie aufgetaucht sind.
Nachdem die unmittelbare Gefahr durch die Elietimm zunächst gebannt scheint, wollen Planir und D'Olbriot mehr über die verlorene Äthermagie erfahren. Sie hoffen, die Elietimm mit deren eigenen Waffen zu schlagen. Um das möglichst unauffällig zu bewerkstelligen, wird Livak beauftragt alte Lieder aus einem uralten Liederbuch auf ihren Magiegehalt zu untersuchen. Dazu benötigt sie Hilfe aus den alten Völkern, denn das Gesangbuch enthält zwar keine Melodien, dafür aber Texte in verlorenen Sprachen. Leider gestaltet sich die Sache schwieriger als gedacht, denn zum einen wird ihre Expedition scheinbar nicht gerade vom Glück verfolgt; schon auf dem Weg zum Waldvolk gibt es Ärger. Zum anderen brauen sich auch über den Resten des Kaiserreiches dunkle Wolken zusammen: beim Bergvolk gibt es Tendenzen, den kalten Krieg gegen die „Tiefländer" heiss werden zu lassen - und als Verbündete haben sich die Bergbewohner ausgerechnet die Elietimm ausgesucht....
Der Abschluss der Reihe fügt sich nahtlos an die ersten beiden Bände an. Wie im ersten Teil ist Livak die Erzählerin. Im Unterschied zum ersten Band ist sie jedoch weniger Spielball der Umstände, sondern sie hat diesmal die ‚Expeditionsleitung'. Obwohl der Plot durchaus überzeugend ist (der Ursprung der Elietimm klärt sich auf), hat mir dieser Teil nicht ganz so gut gefallen wie die ersten beiden. Ich denke, dies liegt daran das alle Figuren und Elemente schon bekannt sind; es gibt keine wirklichen Überraschungen mehr, weder inhaltlich noch formal. Alles ist wie beim Wechsel zwischen den ersten beiden Teilen: z.B. Ryshad, Casuel und Shivvalan tauchen (fast) nicht mehr auf, die Hauptrollen sind neben Livak mit den Zwillingen Sorgrad/Sorgren diesmal Figuren, die in den ersten beiden Teilen erwähnt wurden, aber sonst keine Rolle gespielt haben. Die Sicht wechselt wieder zu Livak zurück (wieder in Ich-Form), auch die Kämpfe laufen so ab wie bisher.
Fazit: alles in allem noch immer überdurchschnittlich und gut zu lesen, aber nicht überragend - empfehlenswert.