Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
So schreibt man Songs!, 24. April 2008
Weibliche Singasongwriter gibt es ja zu Hauf, und seit von Carole King Anfang der 70er Jahre dieses Genre intensiv beackert wurde, gab es immer wieder beachtliche Talente, auch mit großem Hitpotential und vor allem seit den späten 90ern wurden diese Damen auch immer jünger. Dass das nicht immer ein Vorteil war zeigte sich nach einigen vielversprechenden Debutalben aber oft bei den Nachfolgewerken (siehe Norah Jones od. Alicia Keys). Der neuste Zuwachs in dieser Riege ist nun Sara Bareilles die auch mit einem sehr vielversprechenden Album an den Start geht. Der große Unterschied zu ihren Mitbewerberinnen liegt nun aber darin, daß Sie Erstling nicht nur völlig ohne Album Füller auskommt, sondern daß diese Songs auch voll von hinreißenden Melodien und Hooks sind. Wirklich beeindruckend ist vor allem die Leichtigkeit und Unbeschwertheit mit der diese Songs transportiert werden, und das ohne je seicht oder oberflächlich zu wirken.
Umso bemerkenswerter ist diese Tatsache weil angeblich fast ein Jahr im Studio an den Arrangements zu den Songs getüftelt wurde. Man muß hier schon sehr weit in der Musikgeschichte zurückgehen um ein ähnlich konsistentes und qualitativ so hochwertiges Debut zu finden ('Tapestry', oder 'Cold Spring Harbor' z.Bsp.). 'Love Song' ist der potentielle Hit, der perfekt ins Mainstream Radioformat paßt, für den sich aber auch Sender á la FM4 nicht zu gut sein sollten, aber das Schöne an diesem Album ist, daß es noch jede Menge anderer Songs gibt, die Hitpotential haben, ohne je die feine aber heikle Grenze zw. anspruchsvollem songwriting und Kommerz zu überschreiten. Eine CD auf jeden Fall, die man immer wieder gerne hört, weil sie auch zeitlos produziert wurde und trotz der Herumtüftelei bei den Arrangements nicht aufgesetzt wirkt und Bareilles Hauptinstrument, das Klavier immer in den Vordergrund stellt. Sie ist keine Fiona Apple, oder Tori Amos (bezogen auf den künstlerischen Anspruch), aber Sie versteht es perfekt leichte Kost zu servieren, auf die man immer wieder gerne zurückgreift.
Bleibt nur zu Hoffen, daß Frau Bareilles bei ihren Nachfolgewerken nicht so schnell die Luft ausgeht, denn wir würden gerne mehr Alben in dieser Qualität hören.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fulminantes Debütalbum! Für Fans von Fiona Apple, Tori Amos, Vanessa Carlton und Co., 22. März 2008
Nach Tori Amos, Fiona Apple, Vanessa Carlton, Chantal Kreviazuk und Nerina Pallot präsentiert uns nun Sara Bareilles melodiösen und höchst abwechslungsreichen Piano-Pop-Rock, der es in sich hat. In jedem Track steckt Herzblut drin!
Die erste Single "Love song" ist in den Staaten bereits ein großer Hit und sticht sehr aus der von Hip Hop dominierten Chartlandschaft heraus. Der Song verfügt über einen sehr originellen und gleichzeitig tiefsinnigen Text. Die Melodie entwickelt sich zudem sehr schnell zu einem waschechten Ohrwurm. Der Song groovt von Beginn an mit seinem treibenden Piano-Intro, in das schließlich Schlagzeug und Gitarre einfallen. Und dazu kommt noch Saras mal verletzlicher und dann wieder sehr selbstbewusst und nachdrücklich klingender Gesang.
Bareilles weiß in allen 12 Tracks ihre Stimme sehr vielseitig einzusetzen und klingt teilweise etwas wie Fiona Apple. In "Vegas" singt sie zunächst sehr lasziv und sanft, nur um im nächsten Moment noch eine Prise Rock draufzusetzen. Das Stück ist meiner Meinung nach ebenso mitreißend wie der erste Track, wenn auch sehr viel gemächlicher und zurückgenommener. Hier wie in allen anderen Tracks wechseln sich die Songstrukturen gekonnt ab und erinnern in Ansätzen an die letzten Alben der Amos oder der besagten Fiona Apple. Das mag u.a. auch daran liegen, dass z.B. mit dem Schlagzeuger Matt Chamberlain die selben Leute mit an Bord geholt wurden, die schon Amos und Apple erfolgreich unterstützten.
Nach letzterer klingt vor allem der nächste Track "Bottle it up" sowie "Come round soon", die beide zwischen Rhytmus-lastigen Strophen und melodiösem Refrain wechseln. Bei "Come round soon" überrascht Sara vor allem gen Ende mit ihrem sehr kräftigen Organ. Auf "One sweet love" klingt Bareilles dagegen sehr stark nach Chantal Kreviazuk mit ihrem rauchigen Gesang. Mit "Morningside" präsentiert Bareilles nach "Love song" einen weiteren sehr groovigen und Radio-freundlichen Track, der frech und positiv daher kommt. Einfach klasse! Bei "Between the lines" handelt es sich dann um die erste Ballade. Wunderschön mit dem Piano eingeleitet, singt Bareilles die erste Strophe bevor das Schlagzeug und Gitarre einsetzen. Der Gesang jagte mir zudem sofort einen Schauer über den Rücken. Dergleichen passiert mir nicht sehr oft! Das Lied "Love on the rocks" kommt sehr funkig daher und verfügt über einen gemächlichen Rhythmus. Der Track könnte auch von Nikka Costa oder Joss Stone stammen. Der Refrain klingt wunderbar sommerlich. "City" ist dann die nächste langsame Nummer. Sie setzt wieder mit sanftem Piano und Saras Gesang ein. Erst ab dem ersten Refrain gesellt sich wieder ein Beat dazu - und auch diesmal begeistert der Song mit viel Potenzial für Schüttler, die den Rücken runterwandern. Einfach toll! "Many the miles" ist dagegen eine sehr soulige legere Nummer mit lässigem Gesang, die einen sanft mitschunkeln lässt. Der 11. Track "Fairytale" hat vielleicht den lustigsten Text des Albums. Bareilles nimmt die Märchenfiguren Cinderella, Schneewittchen, Dornröschen und Rapunzel aufs Korn, die erst nach dem vermeintlichen "Happy End" feststellen wie viele Strapazen der Traumprinz doch mit sich bringen kann:
"The tall blonde lets out a cry of despair says, would have cut it myself if I knew men could climb hair. I'll have to find another tower somewhere and keep away from the windows."
Mit "Gravity" schließt Sara das Album mit einer erst ruhigen und nachdenklichen Note ab (nur das Piano, ein paar Streicher und ihre Stimme ), die sich dann im Mittelteil zu einem kurzen dramatischen Höhepunkt steigern. Inhaltlich geht es darum, sich aus einer Beziehung zu lösen, an die man wie an die Schwerkraft gebunden ist.
Fazit: Bareilles liefert mit ihrem Debüt ein durch und durch gelungenes Album ab, das viel Abwechslung bietet und ohne einen Ausfall auskommt. Ihre Stimme ist klasse, das Pianospiel auch und die Texte sind ganz im Stil der Singer-Songwriter kleine Geschichten zum Schmunzeln und Nachdenken.
Nach Nerina Pallots "Fires", Amos' "American doll posse", Apples "Extraordinary machine", Kreviazuks "Ghost stories" und Carltons "Heroes and thieves" erhält der Fan dieser Art von Musik ein weiteres kleines Juwel zum Immer-Wieder-Anhören!
Anspieltipps: "Love song", "Gravity", Vegas" u. "Morningside"
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Weltklasse..., 19. August 2008
... Stimme, tolle Songs und absolut schöne Songauswahl.
Von Sara Bareilles habe ich im Internet gehört. Fand "Love Song" ganz okay, nicht so herausstechend wie andere Songs auf ihrem Album. War halt sehr poppig und kommerziell.
Trotzdem kam der Entschluss wenigstens mal in das Album reinzuhören. Und dann war ich doch recht schnell überzeugt.
Gerade "Vegas" - schön souliger Rythmus, tolle Stimmlage - hat mich überzeugt. Aber auch "Fairytale", "Love on the Rocks" und "City" stechen für mich am meisten heraus. Gefallen mir am Besten.
Für Liebhaber der auch etwas leiseren, anspruchsvollen Töne, die aber auch mal nen schnelleren Rythmus und Pop gut finden, ist das Album sehr zu empfehlen.
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