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Eine wunderschöne Platte!
Arrangements zum Niederknien von Jörg Achim Keller, eine hr-Bigband in Bestform und dann Rebekka Bakken, die mit ihrer wunderbaren, wandlungsfähigen Stimme, die Lieder bis in den hintersten Winkel ausleuchtet.
Gänsehaut folgt Gänsehaut, Höhepunkt folgt Höhepunkt, momentan bin ich schwer verliebt in "Just the right bullets" und "What's he building", aber jedes Hervorheben ist eine Grausamkeit und Ungerechtigkeit (deshalb empfehle ich auch die deluxe-Edition: "Everything goes to hell" und "New coat of pain" sind die 2,- Euro Unterschied mehr als wert).

Die CD kommt als digipack, das booklet enthält neben den Texten einige sehr schöne Fotos.

Kleiner Nachtrag:
Ich hatte das große Vergnügen Rebekka Bakken gemeinsam mit der HR-Big-Band live zu erleben... - es war wahnsinnig schön. Rebekka Bakken singt nicht nur, sie erweckt die Lieder zum Leben, es war unglaublich berührend.
Und die HR-Big-Band ist auch live über jeden Zweifel erhaben, jeder Einzelne ein Könner und alle zusammen eine wahre BIG BAND. Als Zuhörer war jederzeit zu spüren, wie viel Spaß die Musiker hatten, immer auch am Spiel der anderen. Also wer die Gelegenheit hat, sollte sie nutzen!
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am 17. Juli 2014
Rebekka Bakken kannte ich überhaupt nicht, blieb dann am Radio an einem Lied hängen, Time, dem alten Tom Waits-Klasiker.

Beeindruckend fand ich die stimmliche Vielfalt in verschiedenen Lagen, und, ja, natürlich diesen gewaltigen Stimmumfang. Eine saubere Intonation über drei Oktoven zeugt von einer sehr guten Ausbildung, wenn auch offenbar keine klassische Ausbildung. Zuerst mal den Ton ansingen, erst dann ggf. ein leichtes Vibrato, und nicht mit einem ausgeprägten Vibrato den Ton suchen, so, wie heute bei 'Fastfood-Sängern' leider praktisch üblich.
Der Flügel passt so hervorragend zur Begleitung, dass er überhaupt nicht auffällt.

Nach kurzer Recherche habe ich mir dann die CD gekauft und war sehr überrascht.

Hätte man mir vorher gesagt, was da auf mich zukommt, hätte ich die CD wahrscheinlich nicht gekauft:
- Lieder von Tom Waits (davon gibt's im Original schon hunderte)
- HR Bigband als Begleitband (!)
- eine Frau singt Tom Waits

Jedem, dem ich davon erzählte, legte auch spontan seine Stirn in Falten.

Aber, sappalot, das passt alles hervorragend zusammen. Die Arrangements der HR Bigband sind so feinfühlig gesetzt, dass die Band nie im Vordergrund steht, sondern die Stimme immer unterstreicht.
Die expressive Stimme von Rebekka Bakken, von rau bis samtig, spricht für sich, muss man einfach mal gehört haben.

Der Mut, dieses Projekt anzugehen, sicherlich gegen viele Bedenken im Vorfeld, zeugt in meinen Augen nicht von einer ausgeprägten Hybris, sondern von viel Sachverstand.

Die Produktion ist auch technisch gelungen. Eine hervorragende, zeitgemäße Aufnahmequalität und ein sauberes Abmischen zeugt von handwerklicher Qualität auf der ganzen Linie.

Eine sehr schöne CD, für mich die Neuentdeckung des Jahres.

Dem Altmeister wird's gefallen.
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TOP 500 REZENSENTam 2. März 2016
Rebekka Bakkens Musik begegnete ich erstmals mit der Veröffentlichung "Scattering Poems", die im Jazz-Label act-music 2002 erschien. Die Platte entsprang einer Zusammenarbeit der Sängerin mit einer der besten Jazzpianistinnen Deuschlands, Julia Hülsmann, die von der Gesangsqualität Bakkens so beeindruckt war, dass sie mit ihr unbedingt eine Platte erarbeiten wollte. Diese CD wurde- was für die außergewöhnliche Qualität spricht- nochmals ca. 10 Jahre später in der Reihe "Kultur-Spiegel" Edition veröffentlicht.

Bakken startete ihre Karriere als R&b, Funk- und Rocksängerin in Norwegen. Das Land ist dafür bekannt durch eine immense Förderung der Musik seit vielen Jahren schon außergewöhnliche Talente hervorzubringen.

"Little Drop of Poison" ist so wie "Scattering Poems" kein auf eigenen Texten basierendes Album. Waren es früher Gedichte von E.E. Cummings, die vertont und interpretiert wurden, ist das Album hier eine ganz eigene Interpretation von Tom Waits Songs. Dabei bleibt sich Bakken in der Weise treu, dass sie so eindringlich, gefühlvoll singt, dass, egal, ob eigene Songs oder die von berühmten Kollegen, das ihrer Interpretation eigne Erzählen einer Geschichte ihr ein ums andere mal hervorragend gelingt.
Die CD beginnt sehr elegisch mit "Broken bicycles" und "Please call me baby" und steigert sich in der Dynamik bis zu dem Blues "Bad as me" zu einem dem Gesang schier entspringenden Schmerz, gefolgt von mehreren lyrisch ausdrucksstark gesungenen baladesken bis träumerischen Stücken.
Mit "What's he building" setzt Bakken kontrapunktisch einen Schlusspunkt des Albums, bei dem sie alles an Stimmfarbe und mythisch geheimnisvoller Darbietung aus sich herausholt -ein Glanzpunkt des insgesamt tollen Albums-.
Nicht zuletzt ist auch die hr-Bigband als wundervolle Begleitung in einfach perfekter Form zu erwähnen, die zu diesem Gift so manchen verführerischen Tropfen hinzugefügt hat. Da wird nicht einfach ein Klangteppich produziert, in dem der Gesang mehr oder weniger gut eingebettet wird, sondern die Musik malt und colouriert, das, was Bakken mit ihrem Gesang vorgibt. Diese Zurückhaltung bei gleichzeitig gezeigter Spielfreude und Perfektion der Darbietung runden perkekt ab. Für mich eine CD, die ich immer wieder gern höre.
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am 29. Mai 2014
Ich habe so gut wie alle Platten von Rebekka Bakken und von Tom Waits. Aber die Kombination dieser beiden - "Rebecca sings Tom" klappt nicht ganz. Die Musik ist noch ordentlich, wenngleich im Vergelich zu den origianlen Tom Waits-Bands hier und da etwas zu glatt. Halt so, wie ein namhaftes Orchester halt spielt: Clean.

Manchmal klappt es, wenn Frauen Texte singen, die dezidiert von und für Männer geschrieben sind. (Umgekehrt klappt es so gut wie nie). Aber wenn Rebekka singt, wie sie ihrem Partner behutsam "the jacket 'round your shoulders" legt, wird es grenzwertig. Und alles andere als cool ist es dann, wenn Sie sich eine 15-Dollar-Hure aufreißt. Bei Tom hätten wir da keinen Zweifel. Und so geht es bei fast allen Titeln so, dass man sich nach den Waits-Originalen sehnt, auch wenn man manchmal den Verdacht nicht los wird, Rebekka hätte vor fast jedem Titel mindestens einen Kurzen geschluckt.

Interessanterweise ist dann einer der schwersten Waits-Titel überhaupt geglückt: "What's he building there" hat nur klitzekleine Schwächen. Und das ist ein Waits-Text, den eine Frau wegen des innewohnenden Suspense ("was, verdammt noch mal, macht er da????") sehr gut singen kann. Oder wie in Rebekkas Fall: singen, krächzen, kreischen, ächzen. Da holt sie in der Tat alles "Poison" aus ihr heraus.
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am 24. Mai 2014
Ich kann mich meinem Vorredner (Herrn Evers) nur anschließen.
Ein akustisches Erlebnis !
Ich kenne Rebekka Bakken live von Ihrer 'September' Tour. War daher ein wenig verunsichert, da Big Band's normalerweise nicht zu meinem Musikgeschmack zählen.
Die Verunsicherung verflog bereits bei den ersten Takten.
Wer auch unsicher ist, bitte unbedingt mal anspielen. (Hier finde ich iTunes übrigens besser, da man deutlich länger in ein Stück probe hören kann)
Ich freue mich schon auf das Livekonzert im November in Lübeck !!!!
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am 27. Mai 2014
Die innere Zerrissenheit der Südstaaten Säufer Ober-Nase Waits wird hier transformiert von der female Version in Gestalt der unschuldig erotischen aber nicht minder selbstbewussten Naturschönheit aus dem kühlen Norden. Bakkens gleichzeitig mädchenhaft holde und elegisch schmachtende Stimme macht den oft rüpelhaften Songwriter ein ganzes Stück liebenswerter und sich selbst zur durchtrieben, schelmischen aber klugen Femme Fatale. In wunderschönen Moritaten wie "Saving all my Love for You" mit Textpassagen wie

"I know i'm irresponsible and i don't behave, and i ruin everything that i do, and i'll probably get arrested when i'm in my grave, but i'll be savin' all my love for you."

versucht Sie nicht sein Image zu adaptieren sondern erklärt mit kaum zu bemerkender stiller Geste den Geschlechter Krieg kurzerhand für beendet, indem Sie zeigt wie eine Frau denken würde, die wie ein Mann tickt, und umgekehrt, und das beides erquickend erotisch funktionieren kann. Das Straucheln, das private Scheitern, das oft ganz und gar nicht private wieder Aufstehen, alles gewinnt hier durch eine romantische Note und träumerische Intimität, durch einen offenen, manchmal traurigen aber nie obszön voyeuristischen Blick in das innere Seelenleben, ja von wem jetzt eigentlich? In das von Herrn Waits oder doch das von Frau Bakken, die trotz aller Unterschiedlichkeit doch immens viel gemeinsam haben müssen? Zumindest nicht nur Zeug und Talent, sondern auch Können und genug Eigenständigkeit um ihre (beiden) Sachen in Ruhe zur großen Kunst reifen lassen zu können. Wer Waits nie mochte wird ihn jetzt zumindest anerkennen müssen. Wer Rebekka Bakken immer schon viel zutraute wird Sie jetzt verehren.

Ein Album was zu Herzen geht, ein abendfüllendes Album, ein wunderschönes Album ein Album zum für immer lieb haben.
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am 24. Juni 2014
Die Idee die nordische Stimme Rebekka Bakkens mit einem Orchester und den düsteren Songs von Tom Waits zu kombinieren ist großartig. Es hätte auch ein tolles Album werden können, hätten man im Mastering nicht derartig daneben gegriffen.
Die Stimme der Bakken ist völlig separat vom Orchester und ohne den Hauch eines natürlichen Raumes am Mikrofon eingefangen und dazu spielt ein zu Tode komprimiertes Orchester ohne den Ansatz echter Dynamik in einem völlig anderen Raum. Ein Paradebeispiel dafür, wie man eine eigentlich gute klangliche Grundvoraussetzung und ein kompetentes Orchester am Mischpult förmlich hinrichtet. Das ganze ist auf einer HiFi-Anlage schlichtweg schlecht. Im Auto oder mit Ohrstöpseln mag es gehen.
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am 20. August 2014
Waits ganz anders! Top Idee mit optimaler Besetzung. Große Stimme trifft Super Big Band. Eine Aufnahme die es erstmal in Idee, Ausführung zu schlagen gilt. Eines der ganz großen Alben. Super!!!!!!!!!!!!!!!!!
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am 6. August 2014
Es ist immer seltsam (im Sinn des englischen 'strange'), wenn Frauen einen dezidiert männlichen Sound übernehmen, transformieren, sich selbst einverleiben.

Ein sehr interessantes (und grandioses) Beispiel dafür ist Alexandra Kamp, die dem männlichen Erzähler in Henry Millers 'Sexus' Ihre Stimme leiht - ausgerechnet einer der umstrittensten Romane Millers, und ausgerechnet eine so weibliche und centerfoldige Stimme, die dem Roman in der Hörbuchversion einen ganz eigenen, umwerfenden, exzessiv erotischen, wilden und erst recht freiheitlichen Sinn gibt.

Und jetzt also ein ganz neues Beispiel für solche Umpolung: Die Norwegerin Rebekka Bakken singt Tom Waits - das ist doch unerhört, frech bis zur Unwirklichkeit, muss das denn wirklich sein (?), zumal sich ja in letzter Zeit schon andere Frauen zu solchen Sangestaten berufen gefühlt hatten...

Nun, was Bakken, begleitet und getragen von der HR Big Band hier zum Besten gibt, ist enorm.
Sicher kann man darüber streiten, ob BROKEN BICYCLES einen gelungen Auftaktsong hergeben, aber danach wird es auf herausragende Weise manisch, ergreifend, erheiternd, erweckend, kurz: richtig groß!

Bakken singt ein nicht astreines, sondern eher norwegisch-verwaschenes 'half-drunken babe'-Englisch, nuschelt sich somit (wie Tom Waits und doch ganz anders) durch manchen Vers, kann auch gurgeln und schreien, bitten und weinen, ist manchmal kalt und weit und fern wie das Universum, und dann wieder innig bis zur emotionalen Extase, clownesk im Jahrmarktsrhythmus und kontrolliert jazzig, und legt sich immer wieder unter die Brücke, in die Gosse.
Spricht Tom von einer 'sie' macht Bakken daraus meistens einen 'ihn', aber eben nicht immer - ein anderer Rezensent hat schon kritisiert, es sei ja wohl komisch, wenn eine weibliche Sängerin von einer 15-Dollar-Hure singt, die 'sie' sich kauft... Ja, komisch ist das vielleicht, und sehr sehr sexy.

Die HR Big Band ist (natürlich) in Top-Form, die Arrangements könnten auch von Tom Waits selbst stammen. Das Ergebnis ist definitiv nicht klinisch, sondern lebendig und heiß, vibrierend vor lauter Tod & Leben & Leid & Lust & Suff & Sex.
Ein erstklassiges Album nicht nur für Tom Waits Fans.
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am 3. Juni 2014
liefert Rebekka Bakken mit Rock, Pop, Jazz, Bigband und als Krönung Tom Waits. Geht nicht? Weil es doch geht, habe ich 5 Sterne vergeben. Wer diese CD mit viel Power und in ordentlicher Qualität hört, wird sicherlich versuchen, für die kommende Livetournee noch Karten zu bekommen, wir haben schon welche. Ich mag schon die Tom Waits - CD "Temptation" von Holly Cole sehr gerne, die Waits-Interpretationen von Diana Krall, aber die HR-Band und R. Bakken finde ich noch besser.
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