Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wie ein Familienbetrieb Spaß machen kann , 21. Dezember 2008
Von einem Familienunternehmen der ganz besonderen Art erzählt die junge amerikanische Autorin Lisa Lutz in ihrem herrlich respektlosen Roman "Little Miss Undercover". Isabell ist Privatdetektivin in der Firma ihrer Eltern und bereits als Teenager war es ihr vergönnt, an Observationen teilzunehmen. Und auch ihre kleine Schwester Rae macht sich schon gut in dem traditionsreichen Detektivbüro Spellman Investigations, dem einzig ihr großer Bruder David zu entfliehen vermochte - als dennoch stets präsenter Anwalt. Und da schließlich jeder irgendwie seine Brötchen verdienen muss, hat Isabell gegen ihren Job eigentlich nichts einzuwenden. Das allerdings ändert sich, als sie - gerade frisch in einen Zahnarzt verliebt - selbst ins Fadenkreuz der familiären Beobachtungen gerät und ausgerechnet ihre Schwester Rae hat diesen pikanten Auftrag erhalten. Wieso auch steckt Isabell ihre Nase in einen hornalten Vermisstenfall, der ihr erst übertragen und dann ganz plötzlich wieder entzogen wird, was sie erst recht auf der Spur bleiben lässt. Ob über all dem die Familie zerbricht oder am Ende nur noch mehr zusammengeschweißt wird, darf man in dem humorvoll erzählten und immer wieder frech chaotischen Plot schmunzeln miterleben. Unentschieden zwischen Familienroman, Kriminalburleske und hanebüchener Komödie hin und her wankend bekommt dem Roman gerade diese Vielfalt der Formen und stilistischen Mittel, die Lisa Lutz ganz souverän verwendet. Achtung: Bei Bettlektüre kann absolut keine Einschlafgarantie gegeben werden!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nehmen Sie sich Zeit, die Spellmans kennen zu lernen!, 26. Februar 2008
Isabel Spellman, 28, lebt noch bei ihren Eltern und arbeitet auch für sie in der familieneigenen Detektei. Izzy hält sich selbst für aufwieglerisch und hat eine Schwäche für Männer, die gern lesen. Sie erfährt die meisten Dinge durch Lauschen und führt eine Liste ihrer Ex-Lover. Die erste Hälfte von "Little Miss Undercover" ist hauptsächlich eine Vorstellung der mehr als dysfunktionalen Familie Spellman, gemischt mit einem Quäntchen Ermittlungsarbeit. Die zweite Hälfte ist genau anders herum: viel Ermittlungsarbeit und nur ein wenig von der Spellman Familie.
Izzys Familie hat es wirklich sehr mit der Privatsphäre, obwohl oder trotzdem sie eigentlich keinen Respekt davor haben. Das Motto der Spellman Familie lautet "surveillance begins at home", also in etwa "Überwachung beginnt bereits zu Haus". Izzys Eltern überwachen nicht nur jeden ihrer Schritte, sondern auch die ihrer (möglichen) Lover. Ihr Onkel Ray hat die Angewohnheit Wochenenden "zu verlieren", Izzys vierzehnjährige Schwester Rae ist süchtig nach Zucker. Raes Lieblingswaffe ist das Reden und man kann sie kaum zum Schweigen bringen. Ihr älterer Bruder David ist der goldene Sohn, der Izzy immer deckt und zudem noch ein unverbesserlicher Herzensbrecher. Ihre Eltern haben sich bei einem Überwachungsjob kennen gelernt. Izzys Mutter trat ihrem Vater in den Schritt und sobald sein Schmerz nachliess, hat er sich in sie verliebt....Alles klar soweit :-)?
Ich hatte mit "Little Miss Undercover" im Original unheimlich viel Spaß. Die Charaktere haben alle *mindestens* eine Schraube locker und sind (vielleicht deswegen so?) sympathisch und glaubwürdig.
Wenn Ihnen Evanovichs Stephanie-Plum Serie gefällt, werden Sie bestimmt auch Freude an Izzy Spellman und ihrer liebenswert durchgeknallten Familie haben! Nehmen Sie sich Zeit, um die Spellmans kennen zu lernen! Es lohnt sich :-)!
Ich freue mich schon unheimlich auf den Nachfolgeband, der im Original im März unter dem Titel "Curse of the Spellmans" erscheinen wird!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Herrlich schräger Roman um eine eigenartige Familie, 27. Februar 2008
Sie sind eine eigenartige Familie, die Spellmans. Und das liegt sicher nicht daran, dass die Eltern, Olivia und Albert Spellman, eine Detektei betreiben. Aber es hat zumindest etwas damit zu tun. Die Spellmans haben drei Kinder: Sohn David, hat es vorgezogen nicht im elterlichen Gewerbe zu arbeiten, ist Anwalt geworden, mischt sich aber trotzdem immer wieder ein, die ältere Tochter Isabel, Ende zwanzig, konnte sich noch nicht von Elternhaus und Detektei trennen und arbeitet im Familienunternehmen, die 14-jährige Tochter Rae ist mit dem Familienunternehmen so verwachsen, dass sie schon kräftig mitmischen will, obwohl sie noch zur Schule geht. Daneben gibt es auch noch Onkel Ray, der nach einer überstandenen Schwersterkrankung sein Leben mit Alkohol- und Spielexzessen feiert und durch gelegentliches Verschwinden seine Lieben immer wieder in Sorge stürzt und beschäftigt. Den Spellmans ist aufgrund ihres Berufes nichts mehr heilig - und schon gar nicht das Intimleben der eigenen Familie. Beschattungen sind zu ihrer zweiten Natur geworden und so schrecken die Geschwister Spellman schon in jungen Jahren vor nichts zurück, wenn sie die eigentlich normalen Streitigkeiten zwischen Geschwistern austragen. Als Olivia und Albert Spellman jedoch ihre Jüngste Rae beauftragen, ihre Schwester Isabel und deren aktuellen Freund auszuspionieren, ist für Isabel der Gipfel erreicht und sie will aus dem elterlichen Unternehmen aussteigen - doch sie hat die Rechnung ohne Rae, Ray und ihre Eltern gemacht...
Lisa Lutz ist mit "Little Miss Undercover" ein wunderbar schräges, höchst amüsantes Buch gelungen. Wenn sich die Spellmans gegenseitig das Leben schwer machen, ist das komisch, und auch wenn ihre Einfälle bösartig klingen, sind sie alles andere als bösartig gemeint, sondern sind Ausdruck einer tiefen Liebe und Verbundenheit zueinander. Dennoch ist zweifellos jeder froh, nicht in dieser Familie aufgewachsen zu sein.
Lisa Lutz Roman trägt auf dem Titel die Klassifizierung ein Familienroman". Ich würde eher sagen, es ist ein witziger, teils absurder Roman über eine Familie; die klassischen Erwartungen an einen Familienroman erfüllt Lisa Lutz schräge Komödie sicher nicht. Erzählt wird die Geschichte der Spellmans von Isabel in Szenen, zum Teil in Retrospektiven, die mit witzigen, schlagfertigen Dialogen durchsetzt sind.
Der deutsche Titel "Little Miss Undercover" weckt zu Unrecht Erinnerungen an den Film "Miss Undercover" mit Sandra Bullock, meines Erachtens passt der Originaltitel "The Spellman Files" sowohl besser zum Inhalt als auch zur Erzähltechnik des Romans.
"Little Miss Undercover" ist eine Komödie voller schrägen, schwarzen Humors, bei der ich mich herrlich amüsiert habe. Die liebenswerten, aber abgedrehten Spellmans erinnerten mich an eine Mischung aus Addams Familiy, aber weniger morbid, John Irvings Familie Berry und Al Bundys Familie, aber deutlich intelligenter. Zum Lachen bin ich beim Lesen dennoch nicht gekommen: ich hatte einfach keine Zeit dazu, ich musste doch lesen, um zu wissen wie es weiter geht... Ich freue mich schon auf den nächsten Band, der im amerikanischen Original unter dem Titel "Curse of the Spellmans" im März 2008 erscheinen wird.
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