Auf ihrem neuesten Album "Little Hells" arbeitet Marissa Nadler mit neuen Leuten (wie z.B. Simone Pace von den Blonde Redheads) zusammen und geht damit teilweise auch in eine neue Richtung: den Indie-Rock. Trotzdem verärgert die Psychedelic-Folk-Ikone damit nicht ihre ältesten Fans, denn es gibt auch weiterhin typische Nadler-Folk-Songs wie den Opener "Heart Paper Lover" oder "Brittle, Crushed & Torn". Dagegen klingen Lieder wie "Mary Come Alive" oder auch "Loner" nun bereits etwas nach den alten Mazzy Star. Der hypnotische Sog, den man früheren Alben der Nadler kennt, entfaltet sich jedoch auch auf diesem neuen Album hier wieder auf wunderbare und magische Weise. Man beachte auch die erstaunlichen Lyrics von Marissa, wie z.B. bei "The Whole is Wide". Ich möchte behaupten: Es gibt auf dieser Erde derzeit keine bessere Künstlerin ihrer Art, darum selbstverständlich 5 Sterne. Bitte nun auch eine bundesweite Live-Tour!