Ich muss meinem Vorredner widersprechen: Ich finde das Album sehr gelungen. Ja, manche Nummern wie das angesprochene Haba Na Haba klingen tatsächlich etwas weichgespült, der wehleidige Satzgesang trifft auch meinen Geschmack nicht. Aber dafür sind unter den 24 (!) Songs wieder so viele Highlights, dass das Album nicht nur für Gitarrenfans interessant und toll anzuhören ist. Ob "klassische" Tommy-Solo-Nummern wie "Halfway Home" oder "Waiting For A Plane" oder die hörenswerten Duette mit John Knowles und Doyle Dykes, von langsamen Balladen (Ruby's Eyes) über wunderschöne Midtempo-Nummern (Papa George) bis Fingerpicking-Rasereien (Mighty Mouse), für mich ein tolles Album. Bei diesem Musiker aber auch keine Überraschung. Tatsache bleibt aber sicher auch, dass ein Album nicht im geringsten an das Erlebnis eines Live-Konzertes heranreicht. Ich empfehle JEDEM, sich Tommy Emmanuel einmal live anzuschauen, Fans und Gitarristen müssen das Album sowieso haben.