Dieser Film bietet großartige Bilder, besonders diejenigen
des alten Indien sind eine Augenweide, während Seattle und
die "heutige Welt" ziemlich farblos rüberkommt.
Störend ist die etwas flache Handlung, denn gerade bei diesem
Thema könnte man eigentlich ein Maximum an Tiefgang erreichen, was aber Hollywood-typisch für die Massenwirksamkeit geopfert wurde.
Leute, die glauben einen Einblick in den Buddhismus zu erlangen
werden leider kaum über den Dharma (die buddh. Lehre)informiert,
lediglich der sog. "mittlere Weg" und das Herz-Sutra am Schluß bieten einen kleinen Einblick, während die Hauptlehre des Buddha
nämlich die 4 edlen Wahrheiten gar nicht zur Sprache kommen (ist
aber wohl auch zu anstrengend für den Mainstream-Unwissenden).
Eklatant falsch ist allerdings die Darstellung der Wiedergeburt
in der Mitte des Films (Szene mit Teetasse und Tee, die zerbrochen wird).
Im Buddhismus wird die Existenz einer den Körper überdauernden Seele gerade NICHT gelehrt, sondern vom Buddha schärfstens abgelehnt und sogar zu einem der Grundübel gezählt (Ich-Wahn)!
Das was wiedergeboren wird ist eine veränderliche Summe von geistigen Faktoren die in einem Körper eine physische Hülle finden(Strom von Daseinsfaktoren) und keine ewige Geistmonade
(das wäre eine hinduistische Annahme!).
Im Gegensatz zu einem anderen Rezensenten, der die Aufspaltung
in drei Wiederverkörperungen (Geist, Körper und Stimme)für unglaubwürdig hält, muß ich sagen, dass das in der Tat eine gelehrte buddhistische Ansicht ist!
Wahrscheinlich wurde der Rezensent nach der falschen Darstellung der Wiedergeburtslehre im Film durch diese Aussage verwirrt.
Jedem, der sich durch diesen Film am Buddhismus zu interessieren beginnt, kann ich nur empfehlen weiter zu forschen und sich zu informieren!
Ich bin selbst zwar kein Buddhist, aber es bringt natürlich enorm viel sich damit auseinanderzusetzen, auch wenn man im Endeffekt doch anderer Meinung ist!