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So oder ähnlich trompetet Tom Baker fröhlich als Erzähler drauflos und leitet damit die erste wirklich erfolgreiche Show des frischgeschlüpften digitalen Ablegers der BBC ein: Little Britain, die beste britische Comedyshow seit The League of Gentlemen. Und in der Tat führen die Macher, Matt Lucas und David Walliams, einen Großteil ihres Erfolges auf The League of Gentlemen zurück. Nicht nur die groteske Form in der die beiden als Duo agieren ist von dem vielzitierten Vorläufer abgeguckt, auch das Aufweichen der Grenzen des Formats einer klassischen Sketch-Show durch die kluge Verwendung von Originalschauplätzen hat man The League zu verdanken. Hier ist der Ort des Geschehens nicht etwa Royston Vasey sondern ganz Großbritannien in seiner ganzen verdrehten Pracht. Von Darkly Noon, wo chavette Vicky Pollard in ihrer Hip Hop Pose auf beunruhigende Weise real geraten ist (Yeah, but no, but yeah. Shut up!), über das walisische Dorf mit dem einen einzigen Schwulen bis hin zur Plattenbausiedlung in der Lou, mit gigantischen Hasenzähnen, auf den unheilbar kranken Andy (Yeah, I know) aufpasst. Auch die Kelsey Grammar School, in der die Schüler auf ihren muffig verstaubten Lehrkörper befremdet und verwirrt reagieren ist Schauplatz und es gäbe noch eine ganze menge andere Beispiele zu zitieren. Das ganze ist natürlich hemmungslos kindisch und die meisten Nummern beruhen, wie etwa auch bei The Fast Show, auf einem einzigen Auslöser oder einem Schlagwort das immer und immer wieder in leicht unterschiedlicher Verwendung benutzt wird. Aber es funktioniert, sehr gut sogar, nicht zuletzt aufgrund der Interpretation durch Lucas und Walliams, die ein gutes Auge für die Exzentrik des modernen Lebens haben. Das surreal anmutende Voive-over von Tom Baker ist dann noch das Tüpfelchen auf dem I. Mark Walker
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
I'm the only gay in the village!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Little Britain - Die komplette 1. Staffel [2 DVDs] (DVD)
Little Britain ist schon seit mehreren Jahren ein Hit in Great Britain und ist dort mittlerweile in die dritte Staffel gegangen. Die beiden Hauptdarsteller und Erfinder der Serie, Matt Lucas und David Walliams, schlüpfen dabei in die verschiedensten Rollen und zeigen dem geneigten Betrachter einen skurrilen, schrillen, teilweise am Abgrund des guten Geschmacks taumelnden Ausschnitt aus dem britischen Leben. Sie erschaffen eine ganze Handvoll Charaktere, die man über die Staffel hinweg in sein Herz - oder besser in die Klapse ' schließt. Da gibt es zum Beispiel das seltsame Paar, Lou & Andy. Der eine ist ein fauler Sack im Rollstuhl, der andere ist sein Bruder, der sich rührend um ihn kümmert ' und dabei gnadenlos ausgenutzt wird. Die Sketche laufen zwar immer nach dem gleichen Schema ab, aber gerade daraus beziehen sie auch ihren Witz, als running gag im klassischen Sinne. Ein anderer Charakter David Thomas, der 'als der einzige Schwule im Dorf' in der walisischen Provinz versauert, da er wahrscheinlich der einzige homophobe Schwule auf unserer grünen Erde ist. Der Klassiker unter den Figuren ist jedoch Vicky Pollard, eine asoziale Teenager-Göre, die raucht, säuft, andere verprügelt und bereits mehrere Kinder hat. Ihre Schimpftiraden gehören zu den komischsten Momenten der Serie (unbedingt auf englisch anhören!!!). Daneben gibt es noch eine bösartige Weightwatchers-Parodie, die Fat-Fighters, Jungen, die sich sexuell zur senilen Oma ihres besten Freundes hingezogen fühlen und schlechte Transvestiten, die sich für englische Ladys halten.Vieles bei Little Britain funktioniert nach dem Schema des running gags. Man ahnt, was kommt und lacht gerade deswegen darüber oder weil es plötzlich doch ganz anders kommt. Der Charme von Little Britain liegt in seiner liebenswürdigen Durchgeknalltheit und in der Konsequenz, mit der auch arg geschmacklose Pointen rigoros durchgezogen werden. Man meint, stellenweise den Geist von Monty Python erahnen zu können. Besonderen Spaß machen vor allem die beiden Hauptdarsteller, allen voran Matt Lucas, der durch seine Wandlungsfähigkeit einige der besten Momente in den Sketchen hat. Mit den verschiedenen Kostümen geht er meist völlig in seinen Figuren auf. Jedoch ist es gerade sein Talent, die Stimme zu verstellen und regionale Dialekte zu imitieren, die seinen Charakteren Leben und schreiende Komik einhauchen. Sein Partner David Walliams ist zwar auch ein guter Komiker, allerdings fällt es ihm schwerer hinter seinen Rollen zu verschwinden (was wohl auch an seiner Statur liegt). Als Team ergänzen sich beide allerdings glänzend. Noch etwas zur deutschen Version: Leider ist es in Deutschland zu einer Mode geworden, bei Synchronisationen von ausländischen Produktionen, besonders bei Animationsfilmen, irgendwelche gerade mal angesagten Promis ans Mikro zu zerren, um den Film zu puschen. Manchmal geht's leidlich gut, meistens geht's schief. Auch bei Little Britain, wurde nach dieser Devise vorgegangen. Als Synchronsprecher für die Hauptdarsteller wurden Oliver Kalkofe und Welke (deren beider Fan ich übrigens bin) verpflichtet. Zwar sind beide sehr gute Comedians aber leider ist Synchronsprechen ein ganz anderes Tier. Auch wenn sie sich redlich mühen, so klingt es oft doch sehr steif und mechanisch dahingesprochen. Deswegen mein Tipp für alle, die der englischen Zunge halbwegs mächtig sind: Im Original gucken und Untertitel an. So haben wir Monty Python schließlich jahrelang geguckt - bevor es auf Sat 1 kam... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Großbrittanien ist schön...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Little Britain - Die komplette 1. Staffel [2 DVDs] (DVD)
Meinen ersten (unwissentlichen) Kontakt mit "Little Britain" (LB) hatte ich, als ich auf Sat1 "Deutschland ist schön" gesehen habe. Ich fand es wirklich witzig, bis ich dank ComedyCentral auf LB gestoßen bin und merkte, was für ein dreister Abklatsch "DIS" eigentlich ist.Da ich "Die Nanny", "Friends" und "Futurama" nur im Original ertragen kann (die Synchronisationen sind wirklich entsetzlich) habe ich mir jetzt (schlimmes ahnend) die erste Staffel besorgt und muß sagen: so schlecht ist die Snchro nicht!! Insbesondere Friedrich Schönfelder als Erzähler ist fast besser als im Original (hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten!!), aber auch Kalk und Welk machen ihre Sache wirklich gut. Natürlich ist das Original besser aber man kann wirklich nicht von jedem erwarten so gut englisch zu sprechen, dass er das "genuschel" versteht (bei Vicky fällt es mir selbst mit englischem Untertitel sehr schwer mit zu halten). Fazit: Wer britischen Humor mag, liegt mit diesen DVD's auf jeden Fall richtig und die Synchro ist bei weitem nicht so schlimm wie andere (soll heißen: gelungen). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Klein Britannien ganz groß und trotzdem...,
Von Stefanie Conrad "Stefanie Conrad" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Little Britain - Die komplette 1. Staffel [2 DVDs] (DVD)
Als ich die Serie unlängst auf Comedy Central auf deutsch sah, war ich davon überzeugt, daß sie im englischen Original großartig sein muß.Und tatsächlich ist "Little Britain" eine herrliche Satire auf (nicht nur) britische Stereotypen, die genüßlich so ziemlich alles und jeden vom Premierminister bis hin zur Dorftunte durch den Kakao zieht. Mitunter werden Erinnerungen an die grandiosen Godfathers of British Comedy, die Pythons, wach, wesentlicher sind jedoch die Vergleiche mit der League of Gentlemen, die immer wieder erweckt werden und gerade dies ist meines Erachtens der Grund, warum ich mir von "Little Britain" nur 1-2 Folgen am Stück ansehen kann, von der League aber ganze Staffeln hintereinander ansehen kann. Daß die Macher von "Little Britain" von der League beeinflußt sind, ist deutlich zu sehen, manchmal leider allzu deutlich. So wirken manche Charaktere aus "Little Britain" wie Einwohner Royston Vaseys, einige sogar leider nur wie schlechte Kopien. Marjorie Dawes, die Leiterin der "Fat Fighters" ist lediglich eine Fortsetzung von Pauline aus dem Job Centre in Royston Vasey, Ray McCooney erinnert an manchen Stellen an Edward, diese Liste ließe sich beliebig fortführen. Ein weiterer Grund, warum "Little Britain" für mich nicht das Zeug zur all-time-BritCom hat ist die Tatsache, daß die Sketche und somit auch die Witze sich nach einer gewissen Zeit wiederholen. Sobald eine Figur mit der für sie typischen Textzeile (fast jeder Charakter hat ein eigenes Zitat) eingeführt wurde, wiederholen sich einfach die Pointen. Ob Mr Man nun in einer Spielwarenhandlung oder in einem Schreibwarenheschäft einkauft und den Händler dort fast in den Wahnsinn treibt, ist letztlich nur Makulatur. Bei manchen Sketchen hat man das Gefühl, es wurde lediglich das Setting oder die Grundidee ein wenig verändert/angepasst und dann einfach der selbe Sketch nochmal nachgespielt. Dies ist auch der Grund, warum man sich nicht mehr als ein oder zwei Folgen am Stück angucken kann: irgendwann wird's einfach langweilig. Ein weiterer Minuspunkt: die Folgen bauen nicht aufeinander auf, sondern werden nur von einem Off-Erzähler (dessen Sprüche übrigens ziemlich genial sind) zusammen gehalten. So fehlt irgendwie das richtige "Serien-Feeling" und man schaut lediglich einer Sketch-Parade zu, die es allerdings in sich hat. "Little Britain" ist BritCom vom feinsten und hätte man sich ein wenig mehr getraut, aus dem Schatten der League zu treten, so wäre es sicherlich eine grandiose Serie geworden. Die Sketche und Pointen sind in kleinen Dosen durchaus zum Brüllen komisch, auch wenn man nicht jeden Charakter leiden können wird und einem manches eher erzwungen als wirklich komisch vorkommt. Das Bonusmaterial hat es übrigens in sich und man kann und sollte sich auch gerne etwas länger damit beschäftigen. Übrigens sollte man in allen Folgen ganz genau nach Cameo-Auftritten Ausschau halten, so kann man mitunter in kleineren Rollen einige bekannte Gesichter erkennen, u.a. Sally Hawkins ("Fingersmith") oder Mark Gatiss ("The league of gentlemen", voilà!) Fazit: für einen Kurztrip auf die Insel lohnt sich "Little Britain" auf alle Fälle, die Witze sind herrlich politisch-unkorrekt, zielen auch gerne mal unter die Gürtellinie und sind ein gutes Beispiel dafür, daß der britische Humor immer noch einer der besten ist, die wir in Europa haben. Wer sich jedoch gerne etwas länger auf der Insel aufhalten will, der sollte lieber gleich eine Fahrkarte nach Royston Vasey lösen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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