Kurzbeschreibung
Die Shoah als "Zivilisationsbruch" scheint sich jeder Darstellung zu entziehen, da diese das Unfassbare in einen Sinnzusammenhang einordnet. Wer dem Schweigen über den Völkermord entgehen will, muss aber sprechen - und so entwickelt sich eine Literaturgeschichte der Shoah, in der die überlieferten Gattungen nur fortbestehen können, indem sie einen radikalen Bruch mit ihrer Tradition vollziehen. Die wichtigsten Autoren und Texte, die sich dieser Herausforderung gestellt haben, werden in diesem Buch vorgestellt.
Über den Autor
Michael Hofmann wurde 1957 in Freiburg geboren und lebt seit seinem fünften Lebensjahr in England. Nach einem Studium der Anglistik in Cambridge lebt er zusammen mit seiner Frau, der Schriftstellerin Lavinia Greenlaw, in London. Michael Hofmanns Gedichte wurden mit dem Cholmondeley Award und dem Geoffrey Faber Memorial Prize ausgezeichnet. Michael Hofmann hat u. a. Bertolt Brecht, Franz Kafka, Wolfgang Koeppen, Herta Müller, Joseph Roth, Patrick Süßkind und Kurt Tucholsky ins Englische übertragen.