Kurzbeschreibung
Was hat Literatur mit Technologie, Kunst mit New Economy zu tun? Welche Chancen und Gefahren bringt der digitale Literaturbetrieb für Leser, Autoren und Verleger? Wie verhält sich der Printbereich zu den Neuen Medien? Wer sind die neuen Player und wie präsentieren sich erzählerische Formen und Strukturen überhaupt im Netz?
Der digitale Literaturbetrieb bringt entscheidende Veränderungen gegenüber traditioneller Textherstellung und -verbreitung mit sich. Von multiplen und anonymen Autorschaften über neue Absatzstrategien von Verlagen, Buchhändlern und Autoren bis hin zu einer Literaturproduktion abseits globaler Bestseller-Charts reicht das Spektrum aktueller Fragen und Entwicklungen, auf die Christine Böhler eingeht.
Literatur im Netz
- stellt den neu entstehenden digitalen Literaturbetrieb vor: Die unterschiedlichen ästhetischen und praktischen Ansätze, Trends und Strategien, Produzenten, Verlage, Foren, Maillinglisten und Websites. Neue Modelle der IT-Wirtschaft wie Print on Demand und E-Books.
- geht ein auf die Entwicklung von Hypertext und die Folgen seiner Rezeption, auf die Geschichte des Internet und des WWW; auf frühe virtuelle Räume wie MUDs, die als literarische Ausdrucksformen betrachtet werden können.
- thematisiert soziale und gesellschaftspolitische Konsequenzen des Netzes: Konsequenzen für die Wissensvermittlung und neue Modelle der Urteilsbildung - weg von Expertenmeinungen, hin zu Mehrheitsmeinungen.
- behandelt Arbeiten von Michael Joyce, Andreas Okopenko, RTMark, Luther Blissett, Stephen King, wu-ming, Pool Processing u.v.a.
- Gespräche und Interviews mit Kathrin Röggla, Nika Bertram, Thomas Hettche, Ubermorgen.com, Mark Amerika, Jean-Pierre Arbon, Literaturbörse.com
Über den Autor
Christine Böhler ist freie Wissenschaftlerin und Publizistin. Consulting und Konzeption für Neue (und alte) Medien. Sie beschäftigt sich seit Anfang der neunziger Jahre mit Literatur und Kunst im digitalen Raum. Vorträge, Lehraufträge, Konzeption und Organisation mehrerer internationaler Festivals zum Thema. Nach Arbeitsaufenthalten in New York und Madrid hat sie von 1991 bis 1998 den Veranstaltungsbereich im Literaturhaus in Wien aufgebaut und geleitet.
Literatur im Netz entstand im Zusammenhang mit einem Forschungsauftrag über digitale literarische Formen der neunziger Jahre. Christine Böhler lebt und arbeitet in Wien.