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Literatur des Mittelalters [Taschenbuch]

Heinz Sieburg
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

2. Dezember 2009
Wussten Sie, dass das Schreiben im Mittelalter auch eine körperliche Anstrengung war? Oder dass Frauen einen erheblichen Anteil an der Literaturförderung hatten? Die Beschäftigung mit der Literatur des Mittelalters bringt nicht nur die Begegnung mit Figuren wie König Artus, Parzival oder den Nibelungen. Sie öffnet auch den Blick auf einen spannenden Literaturbetrieb - zwischen Analphabetentum und lateinischer Schriftkultur, Mäzenatentum und fahrenden Sängern. - Diskussion von Epochengrenzen, Sprachstufen und Literaturbegriff - Hintergründe und Entstehungsbedingungen: Mündlichkeit und Schriftlichkeit, Geistlichkeit und Adel, Autor und Publikum - Paläografie und Textkritik: Handschrift und Edition - Dichtung als Formkunst: Reim und Metrum - Literaturperioden im Überblick: Alt-, Mittel- und Frühneuhochdeutsch - Gattungen und Werke des Mittelhochdeutschen: Artusepik, Heldenepik, Grals- und Minneroman, Minnesang - Vrouwe und ritter: Geschlechterkonzepte und Genderaspekte

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 247 Seiten
  • Verlag: Oldenbourg Akademieverlag (2. Dezember 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3050044144
  • ISBN-13: 978-3050044149
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Heinz Sieburg legt eine neue Einführung in die Germanistische Mediävistik vor, die man als durchweg gelungen bezeichnen darf." Thomas Bein in: H-Soz-u-Kult, April 2010 "Der Autor der vorliegenden Veröffentlichung, die nicht nur für Germanisten und Linguisten wichtig ist, sondern interessant auch für Historiker und Kunsthistoriker, bespricht nach Begriffsklärung die Methoden der einschlägigen Wissenschaft, geht Hintergründen und Entstehungsbedingungen der Literatur nach, um dann ausführlich in grundlegender Stoffvermittlung die Epochen von althochdeutscher Literatur über das Mittelhochdeutsche bis zum Frühneuhochdeutsch zu erläutern mit ihren verschiedenartigen Gattungen. [...] Eine klar strukturierte Gedankenfolge, objektive Vermittlung von Kenntnissen und verständliche Sprache zeichnen dieses 'Studienbuch' aus. [...] Besonders hilfreich sind Angaben über die gesellschaftlichen Voraussetzungen der Literatur sowie zur handwerklichen Entstehung der Handschriften." in: Die Künstlergilde, 2010-1 "Der Band bereitet das nötige Grundlagenwissen im Teilfach Mediävistik didaktisch für Bachelor- und Masterstudenten auf [...]. Jeder Bibliothek an Hochschulstandorten empfohlen." Tanja Blechinger in: ekz - Informationsdienst, 07/2010

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Prof. Dr. Heinz Sieburg, Jg. 1961, Professor für germanistische Linguistik und Mediävistik an der Université du Luxembourg

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Präzise und übersichtliche Einführung 12. März 2010
Format:Taschenbuch
Das Buch 'Literatur des Mittelalters' von Heinz Sieburg ist nicht das erste Buch des Akademie-Verlags, das ich lese, weshalb ich schon von vorneherein relativ große Erwartungen hatte, da ich bisher nur außerordentlich gute Erfahrungen mit Büchern aus diesem Verlag gemacht hatte.
Um es vorweg zu nehmen: Meine Erwartungen wurden erneut erfüllt ' ich bin absolut überzeugt vom hohen Niveau des Akademie Verlags und dieses Buches.
Ich studiere Germanistik, und stehe hier so gut wie am Ende meines Studiums ' ich habe schon einige Seminare in der Mediävistik besucht, und dennoch ist es, wie so oft, so, dass man sich eine präzise, klare, und übersichtliche Einführung bzw. Zusammenfassung wünscht. Sei es nun im Hinblick auf das Staatsexamen, oder, in anderen Fällen, um sich einen ersten Eindruck oder einen Überblick zu beschaffen. Der vorliegende Band von Heinz Sieburg wird in allen Fällen geeignet sein ' Er bietet in großer Bandbreite eigentlich alles was zur 'Literatur des Mittelalters' gehört ' das Buch enthält Kapitel zu den absoluten Grundlagen (zum Zeitalter, zur Forschung in dieser Thematik, zur Geschichte der Thematik), dann werden das Althochdeutsche und das Mittelhochdeutsche abgedeckt, die historischen sprachlichen Entwicklungen (Lautverschiebung etc.) und die verschiedenen Literaturgattungen (Dichtungen, Artusepik...) ' was das Mediävisten- und auch das Germanisten-Herz begehrt! Weiterhin wird auf die wichtigsten Werke und Autoren eingegangen, es gibt allgemein viele viele Beispiele (zu Autoren, Schriftstücken, Schrift an sich, Bildern, Darstellungen usw.) in allen Kapiteln.
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4.0 von 5 Sternen Für den groben Einstieg gut geeignet 12. Juni 2012
Von Sara
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Im Rahmen meines Mittelhochdeutsch-Studiums habe ich mir diese Lektüre angeschafft, um begleitend mit ihr effektive Klausurvorbereitung zu bewerkstelligen.
Dies ist auch ohne Weiteres problemlos möglich: Das Buch bedient sich eines übersichtlichen Aufbaus. Alle wichtigen Stationen der Sprachentwicklung sind vorhanden. Besonders angenehm empfand ich, neben den kapitelweisen Literaturempfehlungen zu den einzelnen Themenfeldern, den gut verständlichen Sprachstil, der das Themenfeld nicht unnötig verkompliziert, sondern sich gut nebenbei "mitnehmen" lässt.
Nimmt man diese Zusammenfassung als kleine Ergänzung bzw. groben Überblick wird man sicherlich damit glücklich werden.
Allerdings ist es für intensivere Studien doch viel zu oberflächlich. Um sich auf einzelne Themenfelder der deutschen Sprachentwicklung zu spezialisieren, ist man definitiv auf weiterführende Literatur angewießen. Auch sind manche Kapitel gar zu knapp umrissen - ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle doch gründlichere Recherchen und weitreichendere Ausführungen gewünscht.
Ist man sich jedoch im klaren darüber, dass es sich dabei um eine grobe Orientierungshilfe handelt, ist es ok.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut! 29. November 2013
Von Uhrenfan
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Tolle Themenauswahl, umfassende Abhandlung der einzelnen Punkte. Sehr gute Fussnoten/Literaturverzeichnis, sehr gute Reflektion und Diskussion einzelner Problemstellungen. Insegsamt sehr gut gelungen, macht Lust auf mehr Literatur des Mittelalters an sich, auf die Epoche des Mittelalters und auch auf eine weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Epoche. Die Fragen an den Kapitelenden sind ebenfalls überwiegend gelungen, manche fallen wegen ihres zu leichten Niveaus allerdings aus dem Level der anderen. Das Niveau der Kapitel ist mittel, also keinesfalls zu oberflächlich, aber auch nicht zu hochtrabend. Als Begleiter für Schule und Grundstudium genau richtig.
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0 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Breit gefächerte Einführung 6. Januar 2011
Format:Taschenbuch
Ich bin nicht vom Fach (Germanistik/Mediävistik), sondern eher als Amateur interessiert, und in dem Sinne war mir das Buch eine wertvolle Einführung in die akademische Sichtweise der germanistischen Mediävistik.

Allfällige Kritik richtet sich nicht so sehr gegen die Leistung der Autoren, sondern gegen die akademische Sichtweise - die akademische germanistische Mediävistik muss sich notgedrungen mit den verbliebenen schriftlichen Zeugnissen befassen und sich auf sie beschränken. Das bedeutet ebenso notgedrungen eine Fokussierung auf Klerus und Adel - wobei unterstellt wird, dass bloss Klerus und Adel lesen und schreiben konnten, weil bloss sie schriftliche Zeugnisse hinterlassen haben.

Die "Dunkelziffer" ist hier enorm.

Einerseits existierte schon im Frühmittelalter zwischen den Hörigen und dem niederen Adel/Ministerialen eine Schicht freier Bauern, Handwerker, Kaufleute und Händler. Daß es sie gab, ist sicher, wie bedeutend sie war, ist unsicher. Für eine gewisse Bedeutung spricht jedoch der Umstand, dass im Hochmittelalter Zünfte und Landstände - oft als politische Widersacher von Klerus und Adel - schon politische Macht erreichten.

Die Autoren führen richtig aus, daß das Medium der schriftlichen Fixierung - Pergament - bis ins Spätmittelalter ausgesprochen teuer war. Daraus kann jedoch nicht abgeleitet werden, daß nur der schreiben und lesen konnte, der sich Pergament leisten konnte. Wir müssen annehmen, dass eine breite kaufmännische und regierende zünftische Schicht lesen und schreiben konnte, auch wenn sie keine bleibenden Dokumente hinterlassen haben - etwa, weil sie sich nach wie vor mit Wachstafeln behalfen.
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