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Literatur und Lust: Glück und Unglück beim Lesen
 
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Literatur und Lust: Glück und Unglück beim Lesen [Taschenbuch]

Thomas Anz
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Erforscht werden soll, was Leseratten jeglicher Couleur an ihr Futter kettet, und nicht etwa das, was literarischen Hochgenuß von anspruchsloserem Bücherkonsum unterscheidet.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Das Buch des Bamberger Germanisten Thomas Anz setzt auf eine Leselust, die sich von der tradierten Lustferne der Literaturwissenschaft mit Entschiedenheit abwendet, ohne in den Wogen der Spaßkultur unterzugehen.«
Die Zeit

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Juli 1998

Kristina Maidt-Zinke: Zur Grundlegung seiner Literaturlustlehre zieht Anz eine beeindruckende Fülle von Materialien heran, die er mit pädagogischem Geschick auf Taschenformat eingedampft hat. Neben den Theorien der Psychoanalyse, denen sich der Autor besonders verbunden weiß, werden Ansätze der Emotionspsychologie und der sogenannten Glücksforschung berücksichtigt, Gustav Theodor Fechners ergiebige "Vorschule der Aesthetik" ebenso wie vor- und postmoderne Spieltheorien, und auch die philosophische Ästhetik des klassischen Idealismus mit ihrem vordersten "Triebtheoretiker" Schiller kommt erfreulicherweise wieder einmal zu ihrem Recht.

Stuttgarter Zeitung, 14. April 1998

Klaus Rudloff:

Anz setzt an bei der "Lustlosigkeit der Literaturwissenschaft". Literatur wird nach Form und Inhalt gründlich untersucht, aber die Wirkung, das Vergnügen, die Lust, die sie beim Leser entfacht, bleiben dabei weitgehend unberücksichtigt. Diese Lücke möchte Anz schließen. Dabei tut er keineswegs so, als sei er der Erfinder einer sensationell neuen Frage. Vielmehr zeigt er in den antiken Poetiken von Aristoteles und Horaz, in Schillers Schriften zur Ästhetik, in Kants "Kritik der Urteilskraft", Adornos "Ästhetischer Theorie" und anderen, wo die Ansatzpunkte für eine Untersuchung der Lust an Literatur stecken. Und er schafft es, diese Positionen zunächst selbst sprechen zu lassen, ohne sie gleich durch seine eigene Fragestellung und Kritik zu erschlagen.

Welt am Sonntag, 4.10.1998

Gerd Haffmanns:

Das ich das noch erleben darf. Ein Germanist, der schreiben kann und auch noch etwas zu sagen hat.

NDR Radio 3, 20.Juli1998

Joachim Campe:

Eine germanistische Glanzleistung also - und noch ein bißchen mehr. Anz plädiert nämlich für eine "literaturwissenschaftliche Hedonistik", eine Philologie, die bei der Deutung eines Textes von der Lust ausgeht, die er bereitet. Durch die hedonistische Brille gesehen, könnte Literatur auch wieder ein Spiegel werden, der uns zeigt, was wir wollen und wer wir sind. Der Begriff Humanismus, dem seit den 60er Jahren der Makel des Restaurativen anhaftet, fällt noch nicht - aber im Schlußkapitel deutet Anz doch an, daß er seine Liaison mit der Philologie wieder herstellen möchte. Zu seiner neuen Philologie passen würde freilich nur ein neues Humanismus, dem er nicht ums abstrakt Geistige geht, sondern ums Leben.

Gelehrte Bücher sind selten auch kluge Bücher. Die Studie von Thomas Anz, die zu denken gibt, indem sie Wissen vermittelt, gehört zu diesen Ausnahmen. Und da sie so klar geschrieben ist, wie es humanistischem Programm entspricht, kann auch der germanistisch Ungeübte mithalten. Buffon hatte schon recht: Der Stil, das ist der Mensch selber.

Kurzbeschreibung

Worin besteht das Wohlgefallen am Schönen, die Faszination des Schrecklichen, die Sucht nach Spannung oder die Lachlust? Was hat das Vergnügen an Literatur mit erotischer Lust gemeinsam? Darauf gibt weniger die Literaturwissenschaft als vielmehr die Psychologie eine Antwort.

Thomas Anz geht den Lüsten des Lesens mit anthropologischer Neugier auf den Grund und versucht, die Emotionen beim Lesen zu ergründen. Wir lernen Lust neu zu verstehen - und dabei auch uns selbst.

Der Verlag über das Buch

»Erforscht werden soll, was Leseratten jeglicher Couleur an ihr Futter kettet, und nicht etwa das, was literarischen Hochgenuß von anspruchsloserem Bücherkonsum unterscheidet.« ›Frankfurter Allgemeine Zeitung‹

»Das Buch des Bamberger Germanisten Thomas Anz setzt auf eine Leselust, die sich von der tradierten Lustferne der Literaturwissenschaft mit Entschiedenheit abwendet, ohne in den Wogen der Spaßkultur unterzugehen.«

›Die Zeit‹

Über den Autor

Thomas Anz, Jahrgang 1948, ist Professor für Neuere Deutsche Literatur in Marburg und verfaßte neben wissenschaftlichen Arbeiten zahlreiche Literaturkritiken und Essays für Zeitung und Rundfunk. Seit 1999 ist er außerdem Herausgeber der ersten Zeitschrift für Literaturkritik im Internet. Veröffentlichungen: ›Literatur der Existenz‹(1977), ›Franz Kafka‹(1989), ›Gesund oder krank? Medizin, Moral und Ästhetik in der deutschen Gegenwartsliteratur‹ (1989), ›Psychoanalyse in der modernen Literatur‹(1999).
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