Diese Literaturkartei bietet reichlich Materialien zur Begleitung der gleichnamigen Schullektüre an: Neben vielen schülerorientierten Themen (z. B. "Heimlich verliebt", "Mein Aussehen und ich", "Eigene Erfahrungen im Chat", "Das erste Rendevouz")gibt es auch eine Menge Erklärungen zu den Begriffen der Medienwelt (z. B. Spam-Mails, Dialer, Chatsprache usw.).
Außerdem möchte die Kartei die Schüler zum richtigen Umgang mit dem Medium sensibilisieren und warnt vor möglichen Gefahren (z. B. durch die Arbeitsblätter "Stalker - Was sind das für Menschen", "Was hättest du getan?", "Verhaltensstrategien", "Vorbereitungen für ein Binddate").
Zu jedem Kapitel gibt es ein/e Kartei/Arbeitsblatt, die/das das Textverständnis überprüft. Dies erfolgt mal durch simple Fragen, mal durch kreuzworträtselähnliche Methoden. Und natürlich werden in der Literaturkartei auch fachspezifische Themen behandelt (z. B. Spannungsaufbau, Perspektivwechsel, Spannungsbogen und Neuschreiben von Textstellen).
Ich habe Lektüre und Kartei sowohl in einer 10. als auch in einer 7. Klasse eingesetzt und muss sagen, dass die Kartei wirklich ausreichend Material anbietet.
Dennoch gebe ich der Kartei nur vier Sterne, da viele Arbeitsblätter zu platzverschwenderisch gestaltet sind. Meistens habe ich also zwei Blätter auf eine DIN-A4-Seite kopiert, um die Kopierkosten-Unterrichtsnutzen-Relation zu verbessern. Außerdem hätte ich mir auf den Blättern auch Angaben zur Alterszielgruppe gewünscht. Einige Blätter können von der inhaltlichen Aufbereitung nur den Jahrgangsstufen 6-8 zugemutet werden. Für meine 10er musste ich schon ganz bewusst auswählen. Ohnehin denke ich mittlerweile, dass die Lektüre und Arbeitsmaterialen für die Klassen 9-11 zu einfach ist.
Anderseits kam das Thema und die wirklich hervorragend geschriebene Geschichte bei beiden Klassen sehr gut an. Fast alle Schüler fanden die Geschichte leicht verständlich, kurzweilig und spannend geschrieben, so dass sie in der Regel in einem Rutsch durchgelesn worden ist. Trotzdem müsste man eine 10. Klasse mehr fordern können.