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Anti- Freud- Literatur von ihren Anfängen bis heute. Zur wissenschaftlichen Fundierung von Psychoanalyse- Kritik
 
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Anti- Freud- Literatur von ihren Anfängen bis heute. Zur wissenschaftlichen Fundierung von Psychoanalyse- Kritik [Taschenbuch]

Thomas Köhler
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 179 Seiten
  • Verlag: Kohlhammer (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3170142070
  • ISBN-13: 978-3170142077
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.227.345 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Umschlagtext

Die brisanten Inhalte der Psychoanalyse stellen ein Angriffsziel ihrer Kritiker von den frühesten Anfängen bis zum heutigen Tag dar. Diese häufig moralisch motivierten Auseinandersetzungen haben vor einer Verunglimpfung des Begründers der Psychoanalyse nicht Halt gemacht. Zudem erfolgten und erfolgen die Angriffe zumeist auf dem Boden einer fundamentalen Unkenntnis der psychoanalytischen Theorie und sie verletzen - oft in erschreckendem Ausmaß - die Regeln des wissenschaftlichen Diskurses. Der Autor unternimmt eine kritische Betrachtung und Systematisierung der Anti-Freud-Literatur und zeigt in seiner chronologischen Darstellung ein wichtiges Stück Wissenschaftsgeschichte und -rezeption des 20. Jahrhunderts auf. Prof. Dr. Thomas Köhler, Arzt und Diplompsychologe, lehrt am Psychologischen Institut der Universität Hamburg. Zielgruppen: Psychotherapeutisch tätige Ärzte und Psychologen, alle an Psychoanalyse Interessierten

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kritik an der Psychoanalyse entsprang so gut wie immer aus der Gleichsetzung vom Begründer Freud mit allen auf ihn folgenden Weiterentwicklungen. Das ist eine der Hauptthesen des Buches, für die jeder an wissenschaftlicher Aufklärung interessierte Mensch dem Autor nur dankbar sein kann.

Kritik kam und kommt zumeist aus zwei Hauptrichtungen: Aus der Religion, hier vorwiegend von Vertretern der katholischen Glaubenslehre, und aus der Psychologie daselbst. Zu den Gründen der ersten Gruppe braucht man nicht mehr viel hinzufügen, da der Autor zahlreiche Beispiele anführt. Auch hier bei Amazon kann man sich solche schauderhaften Werke zwecks vergleichender Studien bestellen. Eine regelrechte Dämonisierung der Psychoanalyse als Werkstatt der Triebfreigabe wird bis heute unverhohlen praktiziert. Die notorisch unwissenschaftlichen Motive solcher Kritiker brauchen hier nicht weiter beleuchtet zu werden.

Die zweite Gruppe besteht aus Psychologen, die sich in der Tradition Alfred Adlers sehen. Wo der Mensch hinwolle, sei entscheidend, nicht was er aus der Vergangenheit zu verarbeiten habe. Diese Gruppe ist wesentlich ernster zu nehmen, weil sie die Ideologiehaftigkeit vieler Psychoanalytiker anprangert. Und wer seine Zunft als einzig wahre Heilmethode ansieht, der rückt sich selber in die Nähe von Unwissenschaftlichkeit.

Alles in allem ein Buch, daß ein Stück Klarheit in die Debatten bringt.
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12 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
nett aber am Thema vorbei 1. September 1999
Von Ein Kunde
Dieses Buch versucht die Kritiker der Psychoanalyse dahingehend zu kritisieren, dass deren Wissenschaftlichkeit namentlich deren Zitier und Leseweise selektiv und an vielen Stellen falsch sei. Selbst wenn das in gewissen Einzelfaellen zutreffen sollte, wobei mich die Argumente insgesamt nicht davon ueberzeugt haben, dass die Kritik unfundiert sei, sondern nur davon,das evtl. Schwaechen in den Werken der Kritiker zu finden ist. Insgesamt gelang es dem autor meiner meinung nach aber nicht davon zu ueberzeugen, dass die kritik der kritiker nicht fundiert ist. Da die Psychoanalyse vor allem in der Bundesrepublik Deutschland quasie den Status einer Religion hat und sich nicht dafuer interessiert, wie wissenschaftlich die Entdeckungen und Annahmen von Sigmund Freud ueberhaupt waren bzw. wie fundamental die Psychoanalyse gegen psychologische Erkenntnisse der letzten jahrzehnte widerspricht (Traumforschung, Falsememorysyndrom, fehlende empirische Bestaetigung, mechaniches Persoenlichkeitsbild usw.). Es bleibt also die Frage, wann stellen sich die Psychoanalytiker der berechtigten Kritik und geben zu, dass ihr System ein reines Glaubenssystem ist und kein wissenschaftliches Modell. Daher abschliessend, nettes Buch, aber leider umsonst, die Kritik bleibt immernoch unadaequat beantwortet.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Köhlers überaus interessantes Buch wirkt als Korrektiv gegen den häufig erhobenen Unwissenschaftlichkeitsvorwurf gegen die Psychoanalyse, der alle Standards wissenschaftlicher Redlichkeit verletzt. Sinnentstellende und falsche Wiedergabe von Originalzitaten, falsche Darstellung psychoanalytischer Theorien und eine fälschliche Gleichsetzung des Freudschen Werks mit Psychoanalyse überhaupt. Dass sich der Unwissenschaftlichkeitsvorwurf gegen die Psychoanalyse nach wie vor hartnäckig hält, ist m.E. angesichts der guten empirischen Fundierung der zeitgenössischen psychoanalytischen Theorie und Therapie durch tausende experimentelle Studien, die Ergebenisse der modernen Neurowissenschaften und der Säuglingsforschung sowie klinische Einzelfallanalysen nicht mit rationalen Gründen erklärbar. Auch die neuere Wissenschaftstheorie legt m.E. nahe, dass die Vorwürfe gegen die Psychoanalyse eher eine Sündenbockfunktion haben und von "unwissenschaftlichen" Tendenzen in den angeblich strengen Wissenschaften ablenken sollen.
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