Zurzeit zwar wieder einmal ohne Hund, lasse ich mich umso lieber von diesem Kalender durchs Jahr begleiten. Zumal er sich von Produkten ähnlicher Art auch durch die sorgsame Auswahl der Texte unterscheidet. Und oft gelingt es den Herausgebern, Bild und Sprache so gut miteinander zu verbinden, dass kleine eigenständige Kunstwerke entstehen. Das kann sogar dazu führen, dass ich Sympathien zu Hunderassen aufbaute, denen ich gewöhnlich eher aus dem Weg gehe.
Die kalendarischen Angaben sind auf jedem der 52 Blätter an der gleichen Stelle positioniert. Das schätze ich auch deshalb, weil ich Kalender tatsächlich als Orientierungshilfe und nicht nur als Wandschmuck aufhänge. Spielraum nahm man sich bei der Gestaltung von Bild und Zitaten heraus, was für Abwechslung sorgt und den Blick auf Wesentliches lenken kann. Und weil man sich beim Recherchieren offenbar nicht mit den erstbesten Resultaten zufriedengab, werde ich 2012 auch auf Schriftsteller stoßen, von denen ich bisher noch nie etwas gehört habe. Wem das ähnlich ergeht und mehr über diese Künstler wissen möchte, muss selber nachforschen. Denn am Schluss stehen nur die Bildnachweise.
Mein Fazit: Literatur- und Hundefreunden, die für 2012 nach einem Wochenkalender suchen, kann ich diesen Kalender aus dem Haus ars vivendi wärmstens empfehlen. Denn die Qualität der Bilder und die Auswahl der Texte zeigen, dass sich die Herausgeber nicht mit den erstbesten Lösungen zufriedengaben. Schön gestaltet und mit übersichtlichen kalendarischen Angaben.