Arvo Pärts Musik schwankt immer etwas zwischen der ultimativen Stille und der puren Langeweile. Das hat auch damit zu tun, dass z.B. "Arbos" und "Passio" nur kammermusikalisch und "Te Deum" nur mit Streichorchester minimalistisch und etwas fad instrumentiert ist. Es tönt immer ein wenig nach Sing-Sang aus dem Kloster. "Litany" (1994), eine Vertonung von 24 Gebeten für jede Stunde des Tages, wunderbar gesungen in englischer Sprache von Mitgliedern des Hilliard-Ensembles, markiert eine Weiterentwicklung, da Pärt mehr Dynamik und somit vordergründige Spannung in den Orchesterpart bringt, indem er ein ganzes Sinfonieorchester (samt Bläsern) zum Klingen bringt. Das kommt besonders in einer orchestralen Steigerung um 19:26 gut zum Ausdruck. "Psalom" (1985/95) und "Trisagion" (1992/95) sind zwei kürzere angenehme, meditative Streicherstücke. Leider ist die CD mit 42 Minuten etwas gar kurz.