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Lissabonner Requiem: Eine Halluzination [Gebundene Ausgabe]

Antonio Tabucchi , Karin Fleischanderl
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Januar 1994
Zwölf Stunden schlendert der Erzähler durch das glühendheiße Lissabon und schildert all die wunderlichen Dinge und Menschen, die ihm dort begegnen. Wie selbstverständlich tauchen neben realen auch erfundene oder tote Personen auf, die diese bunte Stadt in Wirklichkeit oder in der Literatur bevölkerten. Das heutige und das historische Lissabon verschmelzen, jedem reisenden Leser wird es gleichzeitig vertraut und faszinierend fremd erscheinen.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 136 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser; Auflage: 6 (1. Januar 1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446173811
  • ISBN-13: 978-3446173811
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 905.161 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Manchmal möchte man gar nicht zurückkehren aus den Träumen, die Seite für Seite unendlich nah rücken." J. Fleischer, Dresdner Neueste Nachrichten, 21.03.20002 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Der Verlag über das Buch

Zwölf Stunden schlendert der Erzähler durch das glühendheiße Lissabon und schildert all die wunderlichen Dinge und Menschen, die ihm dort begegnen. Wie selbstverständlich tauchen neben realen auch erfundene oder tote Personen auf, die diese bunte Stadt in Wirklichkeit oder in der Literatur bevölkerten. Das heutige und das historische Lissabon verschmelzen, jedem reisenden Leser wird es gleichzeitig vertraut und faszinierend fremd erscheinen.

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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
4.4 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu schön, um wahr zu sein! 12. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Urlaub in einem Land zu machen, ohne dort gewesen zu sein - solche Geniestreiche gelingen nur dank grosser Literatur. Antonio Tabucchi vollbringt, ähnlich wie in seinem bekanntesten Werk "Erklärt Pereira", das Kunststück, den Leser auf eine eindrucksvolle Gedankenreise nach Portugal mitzunehmen. Und nicht nur der Leser bereist Lissabon, seine Märkte, Museen, Cafés, Friedhöfe und idyllischen Orte im Geiste; dies tut auch der Erzähler dieses kleinen, aber feinen Romans. Einen halben Tag kann man ihn dabei beobachten, wie er ehemalige Freunde wieder trifft, obwohl sie längst tot sind, oder mit wildfremden Menschen ins Gespräch kommt. Sie alle begegnen dem Erzähler mit solch ausgesuchter Freundlichkeit, wie sie wohl nur Antonio Tabucchi in Worte fassen kann. Da mündet das Schwätzchen mit neugierigen Bahnschaffner in ein Gespräch über vergangene Zeiten mit der Frau des Leuchttumwärters; sogar der Barmann des Museums für Antike Kunst setzt sich spontan an den Tisch des Erzählers und kann jenem einen Besuch des Museums außerhalb der Öffnungszeiten vermitteln - alles plätschert so friedvoll und harmonisch dahin, als gäbe es auf dieser Welt nur Menschen, die ihrem Gegenüber ungeteilte Aufmerksamkeit und mitfühlendes Verständnis entgegenbringen. Zu schön, um wahr zu sein: nicht umsonst entpuppt sich die so bewegende und vom Autor derart gefühlvoll beschriebene Reise in die portugiesische Hauptstadt als Halluzination. Träumen wird man jedoch wohl noch dürfen, träumen mit Antonio Tabucchi und seinen vorbildhaft-liebenswürdigen Romanfiguren, die Lust machen auf ein friedlicheres Miteinander und natürlich auf das reale Entdecken der Schönheiten Lissabons. Nach der Lektüre diese Buches möchte man am liebsten den erstbesten Flug buchen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
"Die Phantasie hat keinen anderen Ausgangspunkt als sich selbst" (Cees Nooteboom)

Eine Halluzination ist eine Trugwahrnehmung, die ohne reale Ursachen und ohne Mitwirkung der Sinnesorgane zustande kommt. Sie ist nicht eine Illusion, die einer Verklärung der Realität gleichkommt, sie hat für den, der sie hat, eine überaus reale Bedeutung. Sie ist real in dem Moment. So beschreibt Tabucchi (1943-), ein bei Pisa geborener Professor für portugiesische Sprache und Literatur, seine Liebe zu Lissabon, zu Portugal. Seine Liebe ist ein "Lissabonner Requiem. Eine Halluzination". Eine Requiem ist eine lateinische Totenmesse, die beginnend mit "Requiem aeternam dona eis, Domine" für Ewigkeit Erinnerung verheißt

Tabucchi bedient sich literarisch dieser Dimensionen, die für ihn in eine ewige Liebe zu dieser Stadt enden, eine Erinnerung, die ihn mit Toten, beliebigen Personen, Freunden, Nebenbuhlern und der einstigen Geliebten sprechen lässt, imaginär und real Anwesende. Nicht Latein als Sprache, aber eben portugiesisch als Italiener schreibt er, einer Sprache, die ein Ort der Zuneigung und der Reflexion ist, die zeigt, wie sehr der Autor diese Stadt in Herz geschlossen hat. In den neun Episoden, wie das Requiem neun Teile hat (Introitus, Graduale, Tractus / "Absolve domine", Sequenz / "Dies irae", Offertorium, Sanctus, Benedictus, Agnus Dei, Communio / "Lux aeterna"), werden auch die Menschen Portugals deutlich, lebend oder mit dem Wunsch der Auferstehung.

Dieses Land zeigt der Autor in alle seiner Freundlichkeit, man spürt sein Empfinden, auch im umgekehrten Sinne ins Herz geschlossen zu sein, dass das Land an ihm gefallen gefunden hatte. Wie der Autor selbst sagt, liegt die Feierlichkeit dieses Requiems nicht in einem Orgelton, sondern eher in einer Mundharmonika. Leicht und portabel - mit ihr lässt sich durch die Gassen, die Cafes, Restaurants und über die Friedhöfe ziehen. Und dem Leser begegnet Lissabon in dieser Verliebtheit, die zwischen Traum und Wirklichkeit oszilliert, die das Imaginäre mit Stofflichem belebt, die Gegenwärtiges mit Vergangenem verbindet.

Auch bei Tabucchi, wie kann es einem Toskaner anders gehen als sich der Kunst der Renaissance anzunehmen, findet man eben diese Beziehung: Hieronymus Bosch Triptychon "Die Versuchung des Heiligen Antonius" dient als Verbindung von Lissabon, seinem Freund Tadeus und des Erzählers Vergangenheit. Wenn an anderer Stelle der nächtliche Gesprächspartner als kein anderer als Fernando Pessoa enttarnt wird, dann lohnt sich auch ein Lesevergnügen mit ihm wie auch das Lesen dieser Liebeserklärung mit einem Fado, der nichts anderes verdeutlicht, als die Sehnsucht nach Lissabon, die in diesem Buche steckt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen das Buch ist gut, die dtv-Ausgabe ist miserabel 10. August 2012
Von cachai
Format:Taschenbuch
Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen.

Nur 2 Sterne gibt es aber wegen der miserablen Ausgabe des dtv-Verlags. Nicht nur, weil das Lektorat mies war und der Text Grammatikfehler hat. Sondern vor allem, weil es keine direkte Übersetzung ist: das Original ist auf Portugiesisch, diese Ausgabe ist aber eine Übersetzung der italienischen Übersetzung! Unglaublich, aber wahr! So was tun normalerweise nur die schlechtesten Verlage. Von dtv hatte ich Besseres erwartet!

Fazit: Besorgen Sie sich auf jeden Fall eine andere Ausgabe, um dieses Buch genießen zu können!
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