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Lisa: Roman [Gebundene Ausgabe]

Thomas Glavinic
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

7. Februar 2011
Lisa, eine Schwerkriminelle, begeht auf der ganzen Welt rätselhafte Verbrechen. Die Zeichen mehren sich, dass ein Mann ihr nächstes Opfer wird: Sie ist bereits in seine Wohnung eingebrochen. Doch sie bleibt unsichtbar, außer ihrer DNA gibt es keine einzige Spur. Verschanzt in einem verlassenen Landhaus, mit reichlich Whiskey und Koks, spricht der Mann jeden Abend per Internet-Radio zu einem virtuellen Publikum. Komisch bis zum bitteren Ende erzählt Thomas Glavinic aus Österreich vom unsichtbaren Grauen der virtuellen Welt. "Lisa" ist ein Meisterwerk zwischen Humor und Horror, ein Psychogramm des Grauens. Denn Lisa ist überall.

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Lisa: Roman + Wie man leben soll: Roman + Der Kameramörder: Roman
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 2 (7. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446236368
  • ISBN-13: 978-3446236363
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 270.070 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Als hätten Houellebecq, Bret Easton Ellis und Wolf Haas sich auf den kleinsten gemeinsamen nihilistischen Nenner geeinigt: Thomas Glavinic hört einem Paranoiker zu und hat mit 'Lisa' eine furiose Geschichte über das Banale und Böse geschrieben." Daniel Haas, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.11

"Unzensiert, ungebremst, befeuert von Alkohol und Kokain und größtenteils tatsächlich witzig - Thomas Glavinic' Ich-Erzähler ist sein eigenes Internetradio." René Hamann, die tageszeitung, 02.04.11

"Dieses Buch kann eigentlich alles, was man von einem Buch erwarten kann. Es ist spannend, witzig, böse, satirisch, interessant und mit atemberaubendem Schwung geschrieben. Was will man mehr." Caro Wiesauer, Kurier, 06.02.11

"Die Erzähung entwickelt eine Sogwirkung, ist enorm spannend, aber trotzdem immer auch komisch aufgrund der egozentrische-herzhaften Kommentare des Erzählers - bis einem das Lachen endgültig vergeht. " Magdi Aboul-Keir, Südwest Presse, 10.02.11

Über den Autor

Thomas Glavinic wurde 1972 in Graz geboren und arbeitet seit 1991 als freier Schriftsteller. 1998 erschien sein viel beachtetes Debüt ›Carl Haffners Liebe zum Unentschieden‹, das vom ›Daily Telegraph‹ zum Buch des Jahres gewählt wurde. 2001 folgte der Roman ›Der Kameramörder‹, für den Glavinic mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde. Weitere Romane folgten. Thomas Glavinics Werke sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien ›Unterwegs im Namen des Herrn‹. Er lebt in Wien.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschichte gut. Ende, naja. 20. März 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Glavinic hat seinen Roman "Lisa" in Form eines Monologs (Internetradioübertragung) verfasst. Und obwohl diese Art der Erzählform eigentlich nicht so ganz meins ist, so muß ich zugeben, dass Glavinic das sehr gut hinbekommen hat. Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben, es passiert immer etwas, man möchte das Buch gar nicht weglegen, da man gespannt auf die Auflösung wartet: Wer ist diese Lisa? Wer ist dieses grausame Monstrum? Österreichische Leser erwarten zudem noch weitere Zuckerl in Form einiger gezielter Spitzen gegen bestimmte Bundes- und Landespolitiker. Sehr unterhaltsam!

Das Buch ist bis zum Schluss spannend. Und dann kommt die lang ersehnte Auflösung. Naja. Entweder ich hab's nicht verstanden oder das Ende ist wirklich so unbefriedingend. Ich werde in diesem Fall Glavinic einen Vertrauensvorschuss geben und sagen ich hab's nicht verstanden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen (fast) genial 19. Dezember 2011
Format:Gebundene Ausgabe
habe das buch geschenkt bekommen und war sehr gespannt. ich kannte weder den autor, noch sonstige wahre hintergründe "lisa" betreffend.

ich fand den roman einfach genial zu lesen, ich konnte mir das ganze wie im film vorstellen, der hauptcharakter ist zwar sicher keine vorbildliche person aber doch jemand den man ins herz schließt.
die geschichte liest sich flüssig, ich konnte das buch kaum aus der hand legen und des öfteren musste ich auch laut lachen - manche formulierungen sind schon sehr zum schießen.

was sich aus dem klappentext nicht erschließt ist, dass der roman erzählt wird, als wäre man zuhörer des "webradios". äußerst unterhaltend.

das ende?
nun ja... ob es gut oder schlecht ist wage ich mich gar nicht zu beurteilen, ich befürchte nämlich einfach, ich habs nicht kapiert und je mehr ich darüber nachgedacht habe... desto mehr dachte ich mir, vielleicht kann es bei diesem roman gar kein ende geben?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike G HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Hallo da draußen, geht es noch? Ich glaube, wer mir regelmäßig zuhört, kann selber nicht ganz richtig im Kopf sein. Wenn es jemanden gibt, der hier am Ball bleibt, würde ich ihn ziemlich gern kennenlernen, selbst wenn es keine schöne Frau ist. Aber im Augenblick bleibe ich lieber so isoliert, wie ich jetzt bin. Keine Lust, dass mich Lisa statt der schönen Frau besuchen kommt. Na ja, vielleicht ist die auch schön. Andererseits, bei dem Alter."

Direkt, offen, mit einem Hang zu wunderbar bizarrem Humor und immer ein bisschen kryptisch... Genau so liest sich ein echter Glavinic. Sein Protagonist ist, wie schon in "Die Arbeit der Nacht", seinem großartigen Roman aus dem Jahr 2006, wieder einmal allein. Fast allein. Nur seinen achtjährigen Sohn hat er bei sich, in dieser abgeschiedenen Berghütte, in die er sich zurückgezogen hat, in die er geflüchtet ist. Irgendetwas lauert da draußen auf ihn, eine unbestimmte Gefahr, eine brutale Serienmörderin, der man den Namen Lisa gibt und die ihr Unwesen auf der ganzen Welt treibt. DNA-Spuren dieser Frau sind im Lauf vieler Jahre nahezu bei allen Verbrechen gefunden worden. Nun scheint sie es auf ihn abgesehen zu haben. Die Anzeichen mehren sich. Die Paranoia wächst. Zumal der mit dem Fall betraute Kriminalist und mittlerweile zum Freund fungierte Hilgert seit einigen Wochen wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheint. Hat Lisa etwa wieder zugeschlagen?

Der Leser schlüpft in die Rolle eines Internetradio-Hörers, der sich als stummer Teilhaber des spinnerten Monologes von Glavinics Ich-Erzähler, einem Computerspiele-Tester, versteht ("Ich rede ja nur noch Blödsinn. Ihr versteht es hoffentlich trotzdem."). Jener stöpselt jeden Abend seinen Computer an, betäubt sich mit Whisky, Wein und schlimmeren Drogen und bedient derart zugedröhnt seine Zuhörerschaft mit der Analyse der mysteriösen Mordfälle. "Ich drehe sicher nicht durch, ich habe überhaupt keine Lust dazu. Deswegen rede ich hier hinein, damit das nicht passiert, damit ich wenigstens das Gefühl habe, noch im Kontakt mit Menschen zu stehen. (...) Es ist, als ob mir nichts passieren könnte, solange ich hier sitze und rede, rede, rede. Alles ist gut, solange ich durch dieses Gerät mit einem kleinen Ausschnitt der Welt kommuniziere. Zu dem du, mein Zuhörer, gehörst."

Lisas Ermittlungsgeschichte und das langsame, systematische Herantasten an die Aufdeckung ihrer mysteriösen Identität ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman und bilden das Grundgerüst desselben. Um dieses orakelhafte Szenario herum lässt der österreichische Autor seine literarische Figur, die wohl einige Gemeinsamkeiten mit seinem eigenen Ich aufweist, über diverse Gedankengänge und Alltagsgegebenheiten philosophieren ("Bei mir sind es ausnahmslos Seltsamkeiten"). Immer wieder unterbrochen von diversen Kokaineinwürfen, wechselt der Ich-Erzähler von A nach S, um über R und einem Abstecher nach F letztendlich zu B zurückzufinden. Auf den ersten Blick muten diese Assoziationen alle etwas konfus an, aber in Wirklichkeit liegen unter ihrer Oberfläche vielfältige und tiefgängige Betrachtungen der Gesellschaft und ihrer "Vertreter", der Menschen. Ein Kontrapunkt zu Lisas ominöser Präsenz.

Thomas Glavinic versteht es erneut mit seiner knappen, klaren, zuweilen ziemlich derben und direkten Sprache, auf faszinierende Art und Weise ein Gefühl der unterschwelligen Beklemmung zu erzeugen. Seine auf den ersten Blick konfus erscheinenden Gedankengänge, die vielfach einen wunderbaren Humor offerieren, erweisen sich in Wirklichkeit als spitznadelige Reflexion. Unterschiedlichste Themengebiete spricht er an, sei es nun die Schönheit von Frauenfüßen, abgehobenes Esskulturgefasel, Kindererziehung und Krebs. Er witzelt über Perfomancekünstler, Bobos, Männerfantasien und allerlei andere Alltagsereignisse. Über allem kann man jedoch drei zentrale Themen ausmachen, mit denen sich der Autor bis dato in all seinen Romanen auseinandersetzte: Angst, Einsamkeit und Liebe.

Letztendlich kumuliert auf der letzten Seite alles zu einer rätselhaften Entdeckung. Oder war doch alles nur ein Spiel, ein Traum? Vielleicht gaukelt uns die Realität nur gefälschte Bilder und Filme vor? Wie definiert sich überhaupt Realität? Glavinics Ich-Erzähler fasst es treffend zusammen: "Vielleicht bin ich ein Spinner, der sich hier oben seine Phantasien zimmert. Vielleicht aber auch nicht. (...) Die Wirklichkeit ist nun mal das, was man aus ihr macht." Sein Protagonist ist offensichtlich der Wächter dieser Faktizität: "Ich bin der, der oben auf den Zinnen lauert und mit einer Flinte runterschießt auf alle diejenigen, die nicht verstehen... denn ich ertrage alles, aber Unverständnis... Unverständnis aus Denkfaulheit heraus, das nicht... ich mag die, die offen sind und zu verstehen versuchen, und ich verabscheue die, die meinen, schon alles zu wissen..."

Der Österreicher treibt einmal mehr ein psychologisch fintenreiches Spiel mit dem Leser. "Ich bilde mir nicht ein, wahnsinnig viel über die Menschen zu wissen.", so beginnt Thomas Glavinic seinen Roman. Ich stelle diesen Satz hintenan und dementiere ihn: Oh doch, das tut er!
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4.0 von 5 Sternen Eine sehr verworrene Geschichte
Dieses Buch habe ich mir, als Glavinic-Fan und Studentin der Germanistik, im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Uni zugelegt. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Ela Braun veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Überwiegend heiter .....
Lisa, eine Schwerkriminelle, begeht auf der ganzen Welt rätselhafte Verbrechen. Die Zeichen mehren sich, dass ein Mann ihr nächstes Opfer wird: Sie ist bereits in seine... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von dreizwoeinsheinz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen zerreissprobe der anderen art
ich wurde hin und her gerissen beim lesen, zwischen lachen,grauen und spannung.
dieses permanente gefasel und die story selbst haben mich nicht immer komplett fesseln... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von theo veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Schlechter geht es schon nicht mehr
Das war so mit das langweiligste und inhaltlich schwächste Buch, was ich bisher so gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Hendrik veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gutes Buch, aber doch nicht so richtig ..
Die meisten meiner Vorredner haben schon genug über das Buch geschrieben. Deswegen nur eine kurze Bewertung. Gut geschrieben, der Stil von T. Glavinic muss aber einem liegen. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von W. Lutzer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen eine metapher
das buch ist meiner meinung nach eine metapher für die hölle.
was ist die hölle auf erden? Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von rummrichard veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Merkwürdiges Ende
Glavinic: entweder man mag seinen Stil oder lässt es bleiben
Ich selbst finde ihn sehr leseleicht, mag seine pointierten Spitzen gegenüber Politiker und... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von DorisD veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Schade für die Zeit...
Ich habe das Buch zu Weihnachten bekommen, der Rückentext klang interessant. Aber der Inhalt hat mir persönlich nicht gefallen, zumal ich leider schon auf den ersten... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Iris Maria veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Der schwächste Glavinic
Ziemlich ohne Punkt und Ziel stolpert ein paranoider "Radiomoderator" durch neurotische Assoziationsketten. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Maguro veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Paranoia Pur - An einem Stück ausgelesen
Ich habe mich lange vor diesem Buch geziehrt, konnte mir nicht vorstellen wie eine solche geschichte spannend und flüssig erzählt werden kann ohne mühsam zu... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Albert veröffentlicht
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Thomas Glavinic - Lisa 0 01.04.2011
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