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Lisa: Roman [Gebundene Ausgabe]

Thomas Glavinic
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 2 (7. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446236368
  • ISBN-13: 978-3446236363
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 79.286 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thomas Glavinic
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Als hätten Houellebecq, Bret Easton Ellis und Wolf Haas sich auf den kleinsten gemeinsamen nihilistischen Nenner geeinigt: Thomas Glavinic hört einem Paranoiker zu und hat mit 'Lisa' eine furiose Geschichte über das Banale und Böse geschrieben." Daniel Haas, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.11 "Unzensiert, ungebremst, befeuert von Alkohol und Kokain und größtenteils tatsächlich witzig - Thomas Glavinic' Ich-Erzähler ist sein eigenes Internetradio." René Hamann, die tageszeitung, 02.04.11 "Dieses Buch kann eigentlich alles, was man von einem Buch erwarten kann. Es ist spannend, witzig, böse, satirisch, interessant und mit atemberaubendem Schwung geschrieben. Was will man mehr." Caro Wiesauer, Kurier, 06.02.11 "Die Erzähung entwickelt eine Sogwirkung, ist enorm spannend, aber trotzdem immer auch komisch aufgrund der egozentrische-herzhaften Kommentare des Erzählers - bis einem das Lachen endgültig vergeht. " Magdi Aboul-Keir, Südwest Presse, 10.02.11

Kurzbeschreibung

Lisa, eine Schwerkriminelle, begeht auf der ganzen Welt rätselhafte Verbrechen. Die Zeichen mehren sich, dass ein Mann ihr nächstes Opfer wird: Sie ist bereits in seine Wohnung eingebrochen. Doch sie bleibt unsichtbar, außer ihrer DNA gibt es keine einzige Spur. Verschanzt in einem verlassenen Landhaus, mit reichlich Whiskey und Koks, spricht der Mann jeden Abend per Internet-Radio zu einem virtuellen Publikum. Komisch bis zum bitteren Ende erzählt Thomas Glavinic aus Österreich vom unsichtbaren Grauen der virtuellen Welt. "Lisa" ist ein Meisterwerk zwischen Humor und Horror, ein Psychogramm des Grauens. Denn Lisa ist überall.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Glavinic hat seinen Roman "Lisa" in Form eines Monologs (Internetradioübertragung) verfasst. Und obwohl diese Art der Erzählform eigentlich nicht so ganz meins ist, so muß ich zugeben, dass Glavinic das sehr gut hinbekommen hat. Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben, es passiert immer etwas, man möchte das Buch gar nicht weglegen, da man gespannt auf die Auflösung wartet: Wer ist diese Lisa? Wer ist dieses grausame Monstrum? Österreichische Leser erwarten zudem noch weitere Zuckerl in Form einiger gezielter Spitzen gegen bestimmte Bundes- und Landespolitiker. Sehr unterhaltsam!

Das Buch ist bis zum Schluss spannend. Und dann kommt die lang ersehnte Auflösung. Naja. Entweder ich hab's nicht verstanden oder das Ende ist wirklich so unbefriedingend. Ich werde in diesem Fall Glavinic einen Vertrauensvorschuss geben und sagen ich hab's nicht verstanden.
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Anny F.
Format:Gebundene Ausgabe
Im Grunde erscheint alles sehr aussichtslos. Eine undurchschaubare, unbarmherzige, an Grausamkeit nicht zu überbietende Verbrecherin, ja, Mörderin ist offensichtlich hinter dem Ich-Erzähler her. Seine Reaktion? Flucht. Gemeinsam mit seinem Sohn verschanzt er sich in einem Haus in der Einöde und tritt mit der Außenwelt nur noch über Internetradio in Kontakt, schwer betrunken und zugekokst wohlgemerkt. Seine Zuhörer? Wir!

Angst, Furcht, Paranoia ' die typischen Glavinic-Themen, spätestens seit 'Die Arbeit der Nacht', finden auch in diesem Roman ihren Platz. Doch im Unterschied zu seinen früheren dunkleren Romanen, schafft es der Autor hier, die Leser im Minutentakt zum Lachen zu bringen. Sehr schnell befindet man sich in einer Atmosphäre, irgendwo zwischen Grauen, Fassungslosigkeit und Lachkrampf, die einen dazu verdonnert, diesen Wahnsinnsroman innerhalb von 24 Stunden fertig zu lesen.

Lisa und ihre Verbrechen lernt der Leser bruchstückhaft, nach und nach kennen, während der Ich-Erzähler schon zu Beginn des Romans über ihre Identität mehr oder weniger Bescheid weiß. Er drückt sich ganz bewusst davor, zusammenhängend über sie zu sprechen, einerseits weil er dieses Thema, bzw ihre Verbrechen 'so unsexy' findet, andererseits aber auch, weil ihm ständig andere, ihn bewegende Themen einfallen, die er seinen Zuhörern in seinem Offenbarungszwang näherbringen muss.

In wilden Assoziationserzählschüben beglückt uns der Ich-Erzähler also grantelnd, schaudernd und fluchend mit dem ganzen Umfang seines Weltbilds. Egal, ob er über Performancekünstlerinnen, Der-Standard-Forum-Poster, Sex, Krieg, Frauenbilder, Haustiere, FPÖ-Politiker, Lochschwager, Drogen, Facebook, Alkoholismus, die Wirklichkeit, selbstgedrehte Pornos, Bobos, Wiener Taxifahrer, Peter Handke oder über Lisas Gräueltaten spricht, man hat als Leser unvermeidlich das Gefühl, man bekäme seine eigene, heutige, reale Lebenswelt an die Stirn gepickt. Besitzt man die nötige Selbstironie, hat man sehr schnell herausgefunden, dass in diesem Roman schlicht und ergreifend die gesammelte Wahrheit über unsere Zeit, über unsere Generation steckt. Uns wird ein Spiegel vorgehalten, ohne uns auch nur in irgendeiner Weise zu belehren. Die Tatsache, dass der Ich-Erzähler schwer paranoid und niemals nüchtern ist, verstärkt diese Gewissheit ebenso wie seine erfrischend unverblümte Sprache. Doch ebenso real, wie dieses Zusammenspiel von Schreckensmeldungen, Banalitäten, Paranoia, Redezwang, Furcht und dem Drang nach freier Meinungsäußerung im Laufe des Romans auf uns wirkt, ebenso irritiert und verstört lässt er uns am Ende zurück. Nach 200 Seiten, in denen wir unsere eigene Lebenswelt wiedererkennen können, werden wir schließlich in einen Abgrund der Fassungslosigkeit gestürzt und müssen spätestens dann staunend zugeben, dass uns Thomas Glavinic wieder einmal einen Roman präsentiert hat, über den wir Leser noch lange Zeit nachdenken werden müssen.

Zusammengefasst ist LISA also ein Roman, der uns Zeitgenossen in Spannung versetzen, erschrecken und gleichzeitig unglaublich amüsieren kann. Für spätere Generationen wird er darüber hinaus jedoch ein hochinteressantes, detailgenaues Abbild der Jahre 2010/2011 liefern, das seinesgleichen sucht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
(fast) genial 19. Dezember 2011
Format:Gebundene Ausgabe
habe das buch geschenkt bekommen und war sehr gespannt. ich kannte weder den autor, noch sonstige wahre hintergründe "lisa" betreffend.

ich fand den roman einfach genial zu lesen, ich konnte mir das ganze wie im film vorstellen, der hauptcharakter ist zwar sicher keine vorbildliche person aber doch jemand den man ins herz schließt.
die geschichte liest sich flüssig, ich konnte das buch kaum aus der hand legen und des öfteren musste ich auch laut lachen - manche formulierungen sind schon sehr zum schießen.

was sich aus dem klappentext nicht erschließt ist, dass der roman erzählt wird, als wäre man zuhörer des "webradios". äußerst unterhaltend.

das ende?
nun ja... ob es gut oder schlecht ist wage ich mich gar nicht zu beurteilen, ich befürchte nämlich einfach, ich habs nicht kapiert und je mehr ich darüber nachgedacht habe... desto mehr dachte ich mir, vielleicht kann es bei diesem roman gar kein ende geben?
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ich wurde hin und her gerissen beim lesen, zwischen lachen,grauen und spannung.
dieses permanente gefasel und die story selbst haben mich nicht immer komplett fesseln... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Stunden von theo veröffentlicht
Schlechter geht es schon nicht mehr
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Vor 8 Tagen von Hendrik veröffentlicht
Gutes Buch, aber doch nicht so richtig ..
Die meisten meiner Vorredner haben schon genug über das Buch geschrieben. Deswegen nur eine kurze Bewertung. Gut geschrieben, der Stil von T. Glavinic muss aber einem liegen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von W. Lutzer veröffentlicht
eine metapher
das buch ist meiner meinung nach eine metapher für die hölle.
was ist die hölle auf erden? Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von rummrichard veröffentlicht
Merkwürdiges Ende
Glavinic: entweder man mag seinen Stil oder lässt es bleiben
Ich selbst finde ihn sehr leseleicht, mag seine pointierten Spitzen gegenüber Politiker und... Lesen Sie weiter...
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Thomas Glavinic - Lisa 0 01.04.2011
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