Kurzbeschreibung
Klappentext
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Über den Autor
Auszug aus Lirum, larum, Fingerspiel von Cornelia Nitsch. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Liebevolle Spielereien beim Wecken | Was Morgenmuffel zum Lachen bringt
Zusammen essen und hinterher Blödsinn machen | Von Tischdeckenhüpfern und kleinen Gaumenkitzeln
Trösten und Mut machen | Tränentrockner und Kummervertreiber
Im Sandkasten spielen | Wenn Patschhände im Sand matschen
Auf dem Schoß sitzen und schmusen | Für Kuschelmäuse und Knuddelhasen
Sich in der Badewanne vergnügen | Von Schaumschlägern und Wassermonstern
Nach dem Baden und Abtrocknen | Von Bauchtänzern und Krabbelviechern
Hände und Finger verkleiden | Kulleraugen machen und Grinsemünder malen
Gute Nacht sagen und sich freundlich verabschieden | Wenn sich zehn Finger aufs Ohr legen wollen
Verzeichnis der Fingerspiele
Vorwort
Mit seinen Fingern spielt ein Baby schon in den ersten Lebenswochen: Es müht sich nach Kräften, seinen Daumen oder die ganze Hand in den Mund zu stecken. Klappt das Nuckeln endlich, ist es entspannt, hochzufrieden. Die Anstrengung hat sich gelohnt. Schon bald beginnt es, intensiver mit seinen Händen zu spielen, denn Finger sind ein abwechslungsreiches, wunderbares Spielzeug: lebendige, weiche Biegepuppen im Miniformat, mit denen sich eine Menge anfangen lässt mit jedem Lebensjahr mehr. Finger können Theater machen: sich verbeugen, sich strecken, sich verkleiden. Im Licht als Schattenwesen durchs Zimmer tanzen. Können Musik machen: trommeln, klopfen und schnippen. Können zärtlich sein: kribbeln, krabbeln und streicheln.
Hören, sehen, fühlen, riechen, schmecken jedes Kind braucht sinnliche Eindrücke in Fülle. Beim Spielen mit Fingern und Händen kann es diese wichtigen Erfahrungen sammeln. Es lernt, die Finger zu schmecken, an seinen Händen zu riechen. Lernt, die Bewegungen der Hände aufeinander abzustimmen und schließlich Spielzeug damit abzutasten.
Das Zusammenspiel von Augen und Händen, das Greifen klappt mit der Zeit immer besser. Jedes Fingerspiel, aber auch jedes Streicheln und Kitzeln der Hände ist ein wichtiger Impuls für das Nervensystem und bringt ein Kind so auch in seiner geistigen Entwicklung ein Stück weiter.
Dazu kommt: Das Kind freut sich am Rhythmus der Verse, am Klang der Laute an dem Singsang, der Fingerspiele meist begleitet. Nach und nach wächst die Freude an Sprache. Kinder mögen seltsame Wörter und Wortkombinationen, lieben komische Geschichten und Geschichtchen und haben genug Phantasie, angeregt durch vorgegebene Spiele schließlich eigene Ideen zu entwickeln.
Beim Spielen bemüht sich ein kleines Kind, die Welt um sich herum und sich selbst zu erfassen mit all seinen Sinnen ist es bei der Sache. Natürlich braucht es beim Spielen und Lernen auch die Unterstützung seiner Eltern. Es sehnt sich nach Mitspielern, mag nicht allzu lange allein gelassen werden. Zu zweit oder in der Gruppe macht das Spielen einfach mehr Spaß vor allem, wenn dabei viel gelacht, viel geschmust wird.
Manche Mütter, manche Väter haben ihre Schwierigkeiten damit, sich beim Spielen einfach einzuklinken und ganz unbeschwert mitzumachen: »Was soll ich mit einem Kind reden, das den Sinn meiner Worte noch nicht versteht? Wie kann ich mit ihm spielen, wenn es noch keine Ahnung von Spielregeln hat? Welche Spiele eignen sich überhaupt für Babys, und welche sind in der Zeit danach aktuell? Woran haben Kleinkinder, haben Kindergartenkinder ihre Freude?« Nicht jeder kann auf Spiele aus der eigenen Kindheit zurückgreifen. »Kommt ein Mäuschen « und »Das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen « die meisten Erwachsenen haben nur noch ein paar Versanfänge und Reste von Spielanleitungen im Kopf.
Dieses Buch will die Erinnerungen an alte Kinderreime und -spiele auffrischen, bietet neben dem Bewährten, Althergebrachten auch neue Spiele, neue Reime an, und zwar ausschließlich solche, die sich mit den Händen nachspielen lassen.
Fingerspiele sind Klassiker unter den Spielen. Sie zählen zu den Schlaf- und Wiegenliedern, den Kniereitern und Trösteversen zu den Spielen, die immer schon gefragt waren und immer noch gefragt sind: bei kleinen Kindern, aber auch bei größeren, dazu bei Müttern, Vätern, Großeltern
In den folgenden Kapiteln sind aber nicht nur alte und neue Fingerspiele zu finden, sondern auch wichtige Hintergrundinformationen, Hinweise, warum diese Spiele für die Entwicklung von Kindern so wichtig sind und was ihren besonderen Reiz ausmacht.
München, im Januar 2000 Cornelia Nitsch
Was Morgenmuffel zum Lachen bringt
Lauter zärtliche, kleine Schmusespiele mit Fingern und Händen, die aus dem Wecken eine liebevolle Angelegenheit machen und Kindern das Wachwerden auf sanfte Art erleichtern und den Start in den Tag versüßen.
Zum Frühstück Hühnchen:
Zum Frühstück gleich ein Hühnerbein,
nichts könnte besser sein.
Ich beiße fest hinein ins Bein.
Was schmeckt das Hühnchen fein.
(Nach der Kinderhand greifen, am Daumen »knabbern« wie an einem Hühnerbeinchen.)
Die Rabatz-Macher:
Lärm machen sie und Mordsrabatz:
der Rumpelratz und Spiddelspatz,
der Schnubbelschatz und Fibbelfratz
und unser kleiner Moppelmatz.
Sie wollen dich aufwecken
und dich ein bisschen schrecken.
(Aus den fünf Fingern einer Hand werden Rumpelratz, Spiddelspatz und Co.)
Mein Freund Ploppplopp:
Wo steckt, klopp, klopp,
mein Freund Ploppplopp?
(Mit einem Finger erst auf die rechte, dann auf die linke Wange klopfen, anschließend die Backen aufblasen und die Luft zum Schluss mit einem lauten »Ploppplopp« entweichen lassen.)
Frühmorgenmassage:
Zärtlich drücken und streicheln. Der Haut liebevoll schmeicheln.
Dann den Rücken durchkneten. In den Nacken trompeten.
Die Muskeln aufweichen. Über die Schultern streichen.
(Das Kind mit beiden Händen behutsam wachstreicheln, einen Kuss in den Nacken trompeten, Rücken und Schultern sanft massieren.)
Wenn die Aufwecker kommen:
Kommen die Necker, Kinderaufwecker.
Kommen die Zupfer, Bettdeckenhupfer.
Kommen die Rüttler, Schläferwachschüttler.
Kriegen sie dich wach mit ihrem Krach?
(Mit allen zehn Fingern im Kinderbett ausschwirren, auf der Decke herumtoben, unter die Decke kriechen und das Kind wachzupfen, wachkitzeln, wachstreicheln und dazu einiges an Geräuschen fabrizieren.)
Der Nasenklauer:
Groß und knallebunt,
stark und kugelrund,
ein uralter Mann
schleicht leise heran.
Die Nas abschrauben,
die Nas dir rauben,
kommt er in der Früh
zu dir, tüdeldü.
Bricht zwickezwacke,
knickediknacke
die Nas gleich dir ab,
schnippedischnapp.
(Dem Kind die Nase »abzupfen«: »Wo ist deine Nase?« Die Hand zur Faust ballen, den Daumen zwischen Zeigefinger und Mittelfinger herausschauen lassen: »Da ist deine Nase!«)
Der Traum:
In meinem Traum
ein Apfelbaum
mit Blütenschaum
tanzt auf dem Tisch
ganz flott und frisch
mit einem Fisch.
(Die rechte Hand in einen Baum verwandeln: mit gespreizten Fingern in die Höhe recken und strecken. Die linke Hand als Fisch auftreten lassen.)
Die Schmusekatze:
Als ich früh erwachte,
eher, als ich dachte,
morgens gegen achte,
weckte ich ganz sachte
mit der großen Tatze
meine Schmusekatze,
die noch ritze, ratze
schlief auf der Matratze.
(Mit einer Hand unter die Bettdecke kriechen, zuerst die Füße, dann die Beine, den Bauch, die Schultern, die Arme und zum Schluss den Kopf wachkitzeln.)
Fünf-Finger-Massage:
Das ist der Wirbelsäulenläufer.
Das ist der Rückenklopfer.
Das ist der Nackenkrauler.
Das ist der Haardreher.
Das ist der Hautreiber.
(Mit dem Daumen die Wirbelsäule nachzeichnen.)
(Mit dem Zeigefinger auf den Rücken klopfen.)
(Mit dem Mittelfinger den Nacken kraulen.)
(Mit dem Ringfinger eine Haarsträhne eindrehen.)
(Mit dem kleinen Finger auf der Haut reiben.)
Wenn der Daumen tanzen geht:
Morgens früh um acht
ist er aufgewacht.
Wackelt gleicht recht munter
immer rauf und runter.
Tänzelt durch die Lande
mit seiner Zehnerbande.
(Mit den Fingern spielen. Erst den Daumen in der Faust verstecken. Dann ihn wieder zum Vorschein kommen lassen. Mit dem Daumen wackeln. Ihn dann durch die Lüfte tanzen lassen und mit ihm alle zehn Finger in Bewegung setzen.)
Der Papagei:
Kommt der Papagei
morgens schnell vorbei
auf ein Frühstücksei.
Blödelt und macht Stuss,
gibt dir mit Genuss
einen dicken Kuss.
(Mit einer Hand einen Papagei darstellen. Aus Zeigefinger und spitzem Daumen einen Schnabel formen. Erst mit dem Papagei ein bisschen herumspielen, ihn mal hier, mal da picken lassen, dem Kind zum Schluss per Schnabel einen Papageienkuss geben und dazu jede Menge Geräusche machen.)
Der Knubbel:
Sieh dir mal den Knubbel an,
was der Knubbel alles kann:
(Der Daumen stellt den Knubbel dar.)
Freundlich mit dem Kopf nicken,
(Der Daumen wackelt mit dem »Kopf«.)
in der Mitte einknicken,
(Der Daumen knickt in der Mitte ein.)
gegen deine Nase kicken,
(Der Daumen wendet sich dem Kind zu, tippt seine Nasenspitze an.)
dir in die Ohren zwicken.
(Der Daumen holt sich den Zeigefinger zu Hilfe. Beide Finger zwicken das Kind sanft ins Ohr.)
Dir »Guten Morgen« sagen.
(Der Daumen umrundet die Augenhöhlen.)
Über das Wetter klagen.
(Der Daumen tippelt aufgeregt über die Stirn.)
»Hast du gut geschlafen?«, fragen.
(Der Daumen zupft an der Unterlippe.)
Dich aus dem Bette jagen.
(Der Daumen kitzelt das Kind hinterm Ohrläppchen.)
Zehn Guten-Morgen-Küsse:
Guten Morgen, ihr Finger!
Ihr Kratz-, ihr Pike-Dinger!
Jedem geb ich einen Kuss.
Mit dem Schlafen ist jetzt Schluss.
(Eine Fingerspitze nach der anderen wachküssen.)
Morgenstündchen:
Morgenstündchen.
Kommt das Hündchen,
kitzelt dich wach
und macht viel Krach.
(Den Schläfer wachküssen und wachkitzeln.)
WECKEN, ANZIEHEN UND NEBENBEI NOCH EIN MOMENTCHEN SPIELEN
Kinder nicht nur die kleinen, sondern auch noch die größeren brauchen zärtliche Zuwendung, um sich zu liebesfähigen, kontaktfreudigen und sinnlichen Erwachsenen entwickeln zu können. Sie brauchen Eltern, die sich mit ihnen beschäftigen, die mit ihnen spielen. Aufwendig muss das Spielen nicht sein. Gerade die kleinen Spielereien, wie Finger-, Wort- oder Schmusespiele, sind Favoriten bei Kindern.
Die Räuberbande:
An dem schönen Morgen
trabt froh ohne Sorgen
durch die weiten Lande
eine Räuberbande.
Fünf Kerle gar prächtig,
die schleichen verdächtig
ins geheime Versteck
tief unter deiner Deck.
Wer die Bande sich schnappt,
auf frischer Tat ertappt,
bekommt zweifelsohne
einen Kuss zum Lohne.
(Fünf Finger als Räuber auftreten lassen. Die Räuber schleichen sich vorsichtig an, verschwinden unter der Bettdecke und verkrümeln sich in ihr Versteck, schlüpfen zum Beispiel unter den Schlafanzug. Wer sie erwischt, wer die fünf Finger festhält, bekommt einen Kuß zur Belohnung.)
Wir beide:
Der hört die Sonne singen.
Der sieht den Wolken beim Spielen zu.
Der nimmt einen Baum in den Arm.
Der redet mit einer Pfütze.
Der schmeckt den Frühling.
Der riecht den Regen im Voraus.
(Mit jeder Zeile einen anderen Finger antippen. Was könnten die übrigen Finger im Sinn haben? )
Frühstück wird kalt:
Sesamkörnchen
und Butterhörnchen.
Weich gekochtes Ei,
süßer Haferbrei,
ganz frischer Schinken,
Kakao zum Trinken.
Aufstehen jetzt bald.
Das Frühstück wird kalt.
(Den Vers sagen, damit der Mund wässrig und das Aufstehen beschleunigt wird. Die schönen Sachen mit dem kleinen Finger schon vorweg auf den Mund zeichnen.)
Zusammen essen und hinterher Blödsinn machen
Von Tischdeckenhüpfern und kleinen Gaumenkitzeln
Eine gemütliche Angelegenheit: Nach dem Essen noch ein Momentchen am Tisch sitzen bleiben, miteinander reden und nebenbei spielen kleine liebenswürdige Spiele, die keinen großen Aufwand erfordern. Der Tisch ist eine brauchbare Spielfläche, Hände und Finger sind als Spielzeug gut geeignet
Das Waldhaus:
Im Walde steht ein Haus,
(Mit den Händen ein spitzgiebeliges Dach bilden.)
guckt ein Reh zum Fenster raus,
(Mit den Händen eine »Brille« formen.)
kommt ein Häslein angerannt,
(Mit den Fingern über Arm oder Bein laufen.)
klopfet an die Wand:
(Anklopfen.)
»Hilf, ach hilf, ach hilf mir doch,
(Die Arme voller Schrecken nach oben strecken.)
sonst schießt mich der Jäger tot!«
(So tun, als würde man ein Gewehr anlegen.)
»Liebes Häslein, komm herein,
(Das Häschen mit dem Zeigefinger anlocken.)
reich mir deine Hand.«
(Die Hand geben.)
Die Vogelmutter:
Eine Vogelmutter
sammelt Vogelfutter.
Ein, zwei Happen
will sie sich schnappen,
Flattert auf und nieder,
füttert immer wieder.
(Eine Hand spielt die Vogelmutter, die durch die Luft flattert, sich auf der anderen Hand niederlässt, Futter aufpickt und den kleinen Vogel füttert: das Kind, das mitspielt.)
Wo steckt Victoria?:
Klingklingklang Gloria,
wo steckt Victoria?
In alten Gemäuern,
bei Ungeheuern?
(Mitten auf den Handteller mit einem Augenbrauenstift ein kleines Mädchen zeichnen. Dann die Hand zur Faust ballen und auf den Tisch legen. Wer schafft es, die Faust zu öffnen und das Mädchen zu befreien?)
Der Fisch:
Über den Tisch
schwimmt ein Fisch,
himmelblau
und dunkelgrau.
(Einen Fisch basteln: Eine Hand auf dünnen Karton legen. Die Hand mit einem Stift umranden. Die aufgezeichnete Hand ausschneiden, als Fisch ausmalen und mit Klebeband an einem Stab befestigen.)
Pudding kochen:
(Ein Spiel für zwei. Der eine lässt Daumen und Zeigefinger wie zwei Puppen auftreten und sprechen. Der andere führt per Pantomime mit beiden Händen vor, was da geschieht.)
Der Zeigefinger sagt:
»Wir kochen Pudding!«
Der Daumen:
»Wir kochen Schokoladenpudding!«
Der Zeigefinger:
»Milch abmessen!«
Der Daumen:
»Zucker zugeben!«
Der Zeigefinger:
»Puddingpulver mit etwas Milch in einer Tasse verrühren.«
Der Daumen:
»Milch und Zucker zum Kochen bringen!«
Der Zeigefinger:
»Das angerührte Puddingpulver zugeben, umrühren, aufkochen lassen.«
Der Daumen:
»Fertig das Ganze!«
Nach dem gleichen Muster lassen sich viele Geschichten mit den Händen nachspielen.
Der Hasenkuss:
Ein kleiner Hase
gibt deiner Nase
mit sehr viel Genuss
einen Hasenkuss.
(Eine Hand zur Faust ballen. Mittel- und Ringfinger ausstrecken als Hasenohren. Der Nase mit der Faust einen zarten Stüber verpassen.)
Die Trommler:
Ein Spiel für zwei. Der ältere Spieler gibt verschiedene Rhythmen vor, trommelt mit den Fingern auf den Tisch. Der andere versucht mitzuhalten. Nach einer Weile werden die Rollen getauscht.
Der Meckerfritze:
Wenn das Essen so gar nicht klappen will und sich eine leicht gereizte Stimmung breit macht, kann manchmal ein Spiel helfen, die Atmosphäre ein bisschen zu entspannen.
Der stochert im Brei,
löffelt lustlos und kleckert.
Wird wütend und meckert:
»Immer das gleiche Einerlei!«
Der stochert im Brei,
löffelt lustlos und kleckert.
Wird wütend und meckert:
»Immer das gleiche Einerlei!«
(Die Spielanleitung: Die Hände unter den Tisch halten. Mit dem ersten Vers den Daumen auf die Tischkante legen, mit dem zweiten Vers den Zeigefinger usw. Wenn der kleine Finger an der Reihe ist, den Text abändern und sagen)
Der regt sich nicht weiter auf,
der nimmt den Brei gern in Kauf.
Kribbelkrabbelkriecher:
Der linke ist ein Apfeltraum
ein riesengroßer Gartenbaum.
(Den linken Ellenbogen auf den Tisch stützen, die Hand strecken: Das ist der Apfelbaum.)
Der rechte ist am Waldessaum
ein ururalter Ahornbaum.
(Den rechten Ellenbogen auf den Tisch stützen, die Hand strecken und die Finger spreizen: Das ist der Ahornbaum.)
Durch die hohen Bäume witschen,
über ihre Äste flitschen
lauter Kribbelkrabbelviecher,
kleine wieselflinke Kriecher.
(Erst mit der rechten Hand über die linke krabbeln, dann umgekehrt. Danach das Spiel zu zweit wiederholen.)
Lüttje Mahler:
Lüttje Mahler,
hier hast nen Taler.
gehe auf den Markt,
kauf dir ne Scholle,
frisch keine olle,
dann komm nach Hause,
trink eine Brause,
setz dich zu Tische,ess deine Fische
kille, kille, kille.
(Dem Kind mit einer Fingerspitze einen Kreis in die Handfläche zeichnen: einen Taler in die Hand zählen.)
Ein Taler auf die Hand:
Ein Taler auf die Hand,
kauf dafür Haus und Land,
Ställe und einen Hof,
ein Pferd und eine Kuh
und ein Kälbchen dazu.
Kraulkraul das Kriechmaul:
Ernestine Hupfer
und Theo Tupfer,
die springen schau mal her
auf dem Tisch kreuz und quer.
Nähert sich das Kraulkraul
das große Kriechmaul,
das schaut nur so herum
und pustet beide um.
(Den linken Zeigefinger als Ernestine Hupfer über den Tisch hüpfen lassen und den rechten als Theo Tupfer. Ein Mitspieler pustet und pustet, bis die beiden, Hupfer und Tupfer, umkippen. Danach das Spielchen mit verteilten Rollen wiederholen.
VERSPIELTE FINGERÜBUNGEN: DAMIT DIE HÄNDE GESCHICKTER WERDEN
Hände sind dauernd in Bewegung, haben die verschiedensten Dinge im Griff, packen an, lassen los, sind ein geniales Werkzeug mit hoch komplizierten Bewegungsabläufen. Deshalb sind sie auch ein besonders interessantes Spielzeug, gut geeignet zum Experimentieren: Was lässt sich mit solch einem Instrument anstellen? Was sind einfache, was schwierige Fingerübungen? Fingerspiele üben die Feinmotorik, die Geschicklichkeit der Hände.
Wenn Finger den Weg nicht kennen:
Der eine Mitspieler stellt seinen Daumen mitten auf den Tisch. Der andere weist diesem Daumen jetzt den Weg, sagt zum Beispiel: »Ein Stückchen rückwärts gehen. Dann zwei Schritte vorwärts, nach rechts abbiegen, geradeaus gehen, bis ich halt sage, im Bogen nach links gehen!«
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