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Liquide
 
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Liquide [Gebundene Ausgabe]

Don Alphonso
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf; Auflage: 1., Aufl. (1. Juni 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896024493
  • ISBN-13: 978-3896024497
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 317.959 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Don Alphonso nennt sich der Wirtschaftsjournalist, der für die Website Dotcomtod.de "aus der Häppchenperspektive" berichtet. Auf dem Höhepunkt der New Economy hat der Informant mit seinen Insidermeldungen über Pleiten, Pech und Pannen in der Szene den Chief Executive Officers den kalten Schweiß in den Nacken geschrieben. Aus seinem Insiderwissen hat Don Alphonso nun den Enthüllungsroman Liquide gemacht.

Auf 400 Seiten erfährt der Leser, wie geldgeil, verhurt und drogenselig die deutsche New Economy das neue Jahrtausend einleitete. Claudia, Peter und David sind die Hauptfiguren, die als Team das Risikokapital ihres Auftraggebers wieder liquide machen. Sie sind schnell, gnadenlos und beherrschen die Sprache der New Economy aus dem Effeff. Die "Core Assets des Buffets" durch die "innovative Beschleunigung der Vortragsabläufe" zu gewinnen, heißt auf gut Deutsch einfach: dem Redner der Häppchenparty übers Maul fahren.

Dreist zwingt die "Sengen & Brennen KG" unterschiedlichste Dotcoms der "Munich Area" in die Knie. Das läuft eine Weile ganz gut. Die als Helden bezeichneten Liquidatoren genehmigen sich ein Konto in der Schweiz, einen Audi TT und die nötigen Spesen für den Spaß nebenher. Nach getaner Arbeit verschwimmt ohnehin alles im Drogen- oder Sexrausch. Einmal verdrischt Teamleader David, der seine aggressionsfördernden Pillen von der israelischen Armee bezieht, den CEO einer Ballerspiel-Firma und entschuldigt sich: "Ich habe vergessen, dass das alles nur ein Spiel ist. Das hier ist zum Glück auch nur Literatur."

Erzählung und Kommentar, Realität und Fiktion als untrennbares Doppel -- darin erkennt man Liquide als Schelmenroman, in dessen Tradition der Autor sein Buch stellt (und vielleicht auch deswegen so heißen will wie eine Figur aus A.R. Lesages Schelmenroman Gil Blas). Liquide erzählt von der wechselseitigen Zweckbeziehung von Medien und Wirtschaft, von der Gier nach Erfolg und Aufstieg, Substanz und Substanzen, von den Risiken des Lebens auf der Überholspur. Der etwas einfallslose Plot, der sich in der Wiederholung der Abwicklungsfälle und einer Reihe unschöner Unfälle erschöpft, wird aufgewogen durch die lapidare Beobachtungskunst Don Alphonsos und die knackige Sprache. Und was die Zukunft angeht, so muss man dieses "traurige Machwerk" (sic!) hoffnungsvoll nennen. Am Ende heißt es in einem Aufruf an die Wirtschaft: "Verbessern Sie die Buffets, und die Berichte werden besser." --Nikolaus Stemmer

Kurzbeschreibung

Sommer 2001 in München: Für Sex, Drogen & Luxus, für eine Handvoll Venture Capital, ballern sich drei Helden durch die Startups der Stadt. Sie haben nur ein Ziel: Sie wollen das Geld zurück. Im Auftrag eines Investors verbreiten sie Tod und Verderben in der schicken New Economy Szene. Sie sind die konsequent zu Ende gedachte, reine Marktwirtschaft: Brutal. Zynisch. Psychisch krank. Und deshalb etwas netter und menschlicher als die glatt gestylten Personalities ihrer Opfer.
Sie sind Liquidatoren. Heute Literatur, morgen vielleicht schon in Ihrem Unternehmen.

LIQUIDE ist ein Sittengemälde der Szene, mit ihren Netzwerken, Medien, Politikern, Investoren, Gründern und Praktikanten. Es ist keine Success Story. Es ist ein Trip in einen rabenschwarzen Abgrund. Genau so, wie das Goldene Zeitalter der New Economy jenseits der PR und Hochglanzprospekte war.

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Kundenrezensionen

21 Rezensionen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Spannende Geschichte - Autor mit Profilneurose, 22. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Liquide (Gebundene Ausgabe)
Don Alphonso (wie witzig!) weiß, wovon er spricht: man merkt dem Autor in jeder Zeile an, wie sehr er die New-Economy-Boom-Zeit der 90er-Jahre durchlebt hat. Nein, wohl eher durchlitten - denn sonst wäre nicht eine derart sarkastische, zynische Abrechnung wie Liquide entstanden. Don Alphonso transportiert die Stimmung der Dotcom-Zeit durch seine eigenen stilistischen Übertreibungen hervorragend. Zudem hat er eine wirklich kurzweilige, zuweilen sogar ganz spannende Geschichte konstruiert, um sein Thema zu transportieren. So oder so ähnlich wie es der Autor beschreibt, ist es tatsächlich gewesen (der Autor dieser Rezension hat das Ganze in der beschriebenen "Munich Area" miterlebt). Schade, dass Don Alphonso viel kaputt macht durch zum Teil extrem frauenfeindliche Darstellungen (okay, Fiktion - klingt aber sehr nach Eigentherapie) und vor allem dadurch, dass er immer wieder den Kulturkenner und Intellekuellen heraushängen lässt. Trotzdem: Das Buch ist lesenswert und es ist das Verdienst des Autors, eine Stimmung zu konservieren, die nun schon wieder sehr sehr weit weg scheint.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Ein netter Insider-Talk, bei dem 100 Seiten gereicht hätten, 27. Oktober 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Liquide (Gebundene Ausgabe)
Jagdgeschichten aus der New Economy - das macht zuerst mal Spaß, zumal dann, wenn man die Szene aus eigener Erfahrung kennt. Aber nach spätestens 100 Seiten sind alle Deja vu-Erlebnisse aufgebraucht und es folgt die Wiederholung des Ewiggleichen. Zumal die Erzählkraft des Autors nicht ausreicht, eine wirklich packende Geschichte zu erzählen. Weniger wäre hier mehr gewesen.
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Also ich weiß nicht ..., 29. Juni 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Liquide (Gebundene Ausgabe)
... wofür diese vielen Sterne bei den anderen Rezensionen herkommen. Na ja, vielleicht aus dem Umfeld des Autors... Auf jeden Fall ist das Buch weder spannend noch besonders gut geschrieben - kennt man die ersten 50 Seiten des Buches, kennt man das ganze Werk. Vieles ist ziemlich platt, oft auch langatmig und langweilig. Ich finde, eigentlich ist es das Geld nicht wert, das der vielleicht selbst in der New Economy gescheiterte Autor noch aus diesem traurigen Kapitel der jüngsten Wirtschaftsgeschichte ziehen will.
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