Interessant, wenn ich mir andere Rezensionen ansehe, daß einige so enttäuscht sind von diesem Album. Die Veränderung in Jones' Stil wird beklagt, es klingt nicht mehr wie das erste Album...
Das stimmt. Das würde aber auch gegen sein Talent und seine Entwicklung als Musiker sprechen, würde er immer nur Aufgüsse der ersten Albums bringen. Ich würde mich als Interessierter dabei nicht ernstgenommen fühlen.
Auf diesem Album geht Jones in eine weitere andere Richtung, die Stücke entfalten ihren Reiz erst nach mehrmaligem Hören, bei dem dann irgendwann eine Melodie im Gehörgang hängen bleibt. Dies ist für mich oft ein Zeichen für neue, interessante Musik, die nicht gleich in bekannte (beliebte) Schemen passt. Man sollte sich schon darauf einlassen mögen, um mit diesen neuen akustischen Perlen belohnt zu werden. Ich brauchte auch einige Zeit, um einen Zugang zu dem Album zu finden. Dafür passt die Musik für Stimmungen, für die sonst kaum eine Musik in Frage käme.
Die Rhythmik hier ist vertrackter, allgemein ist das Album weniger rockig als sein Vorgänger. Der psychedelic-Sound ist hier viel vertreten, und damit meine ich: mehr unterschwellige Stimmungen wurden eingefangen, es wirkt alles etwas subtiler. Und immer schimmert ein Stück Afrika in seinem Sound durch, was das ganze exotisch macht. Wenn Jones auf einem Stück funky spielt, spielen die anderen Instrumente gern etwas untypisches dazu. Ich finde dies sehr überzeugend gebracht, und kenne keine vergleichbare Band.
Wer Jones auf seiner Reise durch sein akustisches Universum begleiten möchte und neue Seiten entdecken mag liegt hier richtig.