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Lipstick Traces. Von Dada bis Punk. Eine geheime Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts.
 
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Lipstick Traces. Von Dada bis Punk. Eine geheime Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts. [Broschiert]

Greil Marcus
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 461 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499601028
  • ISBN-13: 978-3499601026
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 557.217 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Klappentext

«Lipstick Traces on a Cigarette?» so sang Benny Spellmon 1962. Dies ist ein Buch über kulturelle Bewegungen, die kaum Spuren hinterlassen haben. Jedenfalls keine unmittelbar sichtbaren. Sie haben Macht und Herrschaft nicht wirklich erschüttert, sie haben keine weithin anerkannten Meisterwerke hinterlassen, sie haben Geschichte nicht nachhaltig verändert.

So erging es dem Dada, so erging es dem Punk, so erging es den meisten Subkulturen im zwanzigsten Jahrhundert - und doch haben diese Bewegungen Zeichen gesetzt, die sichtbar werden in der Art, wie Menschen tatsächlich leben, wie sie sprechen und sich bewegen. Die feinsinnige, untergründige Spurensuche, auf die sich Greil Marcus begeben hat, verdichtet sich zu einer Geheimgeschichte der modernen Zeiten, die man lesen kann wie «Lipstick Traces on a Cigarette».


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Explosionen im Leserhirn 7. September 2000
Von Ein Kunde
Keine 1000 Worte nötig. Greil Marcus liefert den Zunder, der den Asphalt über dem Strand schmelzen lässt.
Punk, Dada, Situationismus und vieles, vieles mehr verknüpft sich in dieser historischen Spruensuche nach einzelnen Momenten echten Ausdruckes zu einem Treibstoff, der im Hirn eines jeden Lesers Explosionen hervorruft, mit denen man sich den geheimem Treibstoff zum Mars sparen kann.
Unter der Strasse liegt die Kultur, die es wirklich verdient, entdeckt zu werden und als Inspiration zu dienen.
Aber Achtung: Nach der Lektüre von "Lipstick Traces" ist man nicht mehr einfach zufrieden zu stellen.
Einziges Manko übrigens: Die manchmal etwas überkomplizierte Satzkonstruktion, die die Grenze aufzeigt, die Greil Markus unweigerlich von Thomas Mann trennt.
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Treibsand 20. Mai 2002
Formell mag es angemessen erscheinen, ein Buch über die negierenden Kunstströme des 20. Jahrhunderts so zu gestalten, das die Syntax gleichsam zum Balanceakt zwischen Kreation und Negation wird, inhaltlich bleibt so allerdings nur bewegte Luft.
Doch man muss differenzieren: Marcus betrachtet in Lipstick Traces vorwiegend ästhetische Oberflächen: im wesentlichen die von Punk und Dada, das eine als Subkategorie der Rockmusik geächtet, das zweite als ernstzunehmende Kunstrichtung zumindest in der entsprechenden Literatur gewürdigt. Hier wird die Beweisführung dank zahlreicher Abbildungen gekonnt und teilweise überraschend entfaltet (wie viele Jahre in verstaubten Bibliotheken dafür wohl nötig waren). Gleichzeitig gerät die Auseinandersetzung mit den jeweiligen Inhalten zu einer Anhäufung prosaischer Rock-Kritiker-Allgemeinplätze und offener Pointen, die keine sind. Zwischen den Zeilen der Geschichte steht die größte jemals erzählte Geschichte, zwischen den Zeilen der marcusschen Aufarbeitung jedoch finden sich nur wenige brauchbare Ansätze zur Decodierung des Phänomens Punk. (Das möglicherweise ja auch von den Initiatoren nur als „eigener Beitrag zur Rock'n'Roll- Geschichte" verstanden wurde -siehe „Please Kill Me" von McNeill und McCain- und nicht, wie gern geglaubt, als wütender Aufschrei der Desillusionierten) Marcus begnügt sich mit einer hypothetischen Verklausulierung der Idee anhand willkürlicher, collagenhafter Beispiele ohne das sich dem Leser eröffnet was Punk hätte sein können, wäre er (?) seinen Weg konsequent gegangen und nicht schon beim ersten Schritt stagniert.
Puh, bin ich jetzt zu hart ins Gericht gegangen? Ist vielleicht doch nur alles die Schuld der Übersetzer? Da ich mich hier nur auf die deutsche Fassung beziehe, sei allen Interessierten angeraten sich nach der englischen Fassung umzuschauen, all jenen allerdings, die an Punk vor allem den „Straßen-Aspekt" schätzen, möchte ich von der Lektüre dieses Buches ausdrücklich abraten, ebenso jenen denen Punk als rockistischer Soundtrack zur politischen Einstellung genügt.
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