Rezension von Philip, 10 Jahre: Meine Cousine hat das Stück von Paul Maar in der Schule aufgeführt und weil sie es so toll fand hat sie mir das Buch geschenkt. Ich heiße auch Philip, wie der Junge im Buch. Ich würde aber eine Krise kriegen, wenn einer mich Lippel nennen würde, den Spitznamen fand ich so grauenhaft, dass ich das Buch
gar nicht anfangen wollte, aber dann war es doch ulkig, weil ein Kind zu diesem Lippel auch immer PILIP sagt statt FILIP, das ist mir auch schon passiert. Naja, dann hatten wir das Buch irgendwann beim Augenarzt dabei. Ich bekam dauernd Augentropfen rein und konnte nichts sehen und da hat meine Mama mir bestimmt schon mal fünfzig Seiten vorgelesen und dann wollte ich doch wissen, wie es weitergeht. Lippels Eltern verreisen und er kann nicht mit, weil er Schule hat, also wird der Arme von einer furchtbaren Schreckschraube betreut, die kommandiert ihn rum, kocht Sachen, die er nicht mag und kapiert gar nichts von dem, was Lippel wichtig ist, da tat er mir ziemlich leid. Ganz schlimm ist, dass sie sein Lieblingsbuch, in dem er grade liest, wegtut. Lippel liest Geschichten aus tausendundeinerNacht und als das Buch weg ist, erzählt er sich selbst die Geschichte eben weiter, mit den Kindern, die er kennt und mag als Hauptpersonen. Dabei erlebt er natürlich viele Abenteuer, es ist ein bisschen wie in der Unendlichen Geschichte, wo auch einer, der eher Außenseiter ist, in der Phantasie ein Held ist. Zwischendurch fand ich es immer wieder mal langweilig, aber die Traumszenen waren toll. Das Buch ist nicht so dick, man hat es schnell durch und es ist für Jungen genauso geeignet wie für Mädchen.