... denn seit mittlerweile einem Vierteljahrhundert gehören SAXON zu den Bands, die in regelmäßigen Abständen ihre Alben veröffentlichen. Klar, nicht immer haben die NWOBHM-Veteranen um Biff Byford Alben mit „Klassiker"-Status veröffentlicht - aber das dürfte bei der Qualität von Meisterwerken wie „Wheels Of Steel", „Strong Arm Of The Law" oder „Solid Ball Of Rock", mit denen man die Meßlatte wirklich verdammt hoch legte, auch nahezu ein Ding der Unmöglichkeit sein. Auch „Lionheart", das aktuelle und mittlerweile 16. Studioalbum kann nicht an der Qualität dieser Alben kratzen, ist aber mit absoluter und hundertprozentiger Sicherheit keine schlechte Scheibe der Briten (die neuerdings von Drummer und Fritz Randow-Nachfolger Jörg Michael angetrieben werden - übrigens der fünfte SAXON-Trommler der langjährigen Historie). Von Produzent Charlie Bauerfeind mit einem erstklassigen Sound versehen (auch wenn es schon SAXON- bzw. Bauerfeind-Alben mit einem besseren Sound gab), startet das Album mit „Witchfinder General" und „Man And Machine" gleich ziemlich heftig und hymnenhaft durch (auch „To Live By The Sword" und „English Man'o'war" an Position Sieben bzw. Neun der Songreihenfolge klingen ähnlich), bevor es bei „The Return / Lionheart" eher episch, getragen und bombastisch zugeht. Wie immer gibt es eine ganze Latte an harten Gitarren (die oft sogar einen moderneren Anstrich haben), viele eher melodisch-harmonische Augenblicke (bei „Jack Tars" erklingt sogar eine akustische Klampfe) und natürlich die über allem thronende charismatische Stimme von Herrn Byford (nach wie vor einer der besten und sympathischten Frontmänner der Szene und zusammen mit Gitarrist Paul Quinn das einzige Bandmitglied, das auf allen Releases der Band zu hören ist.). Das recht schön anzusehende Artwork stammt übrigens von Paul Raymond Gregory, der bereits das Cover der „Crusader"-Scheibe (bis heute das eindrucksvollste SAXON-Artwork) entwarf. Unterm Strich ist „Lionheart" also nichts anderes als ein typisches „Business-as-usual"-Album geworden. Aber genau ein solches wollten wir SAXON-Fans doch auch haben, oder?