Produktinformation
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Die mit traditionellen Texten aufgebaute Geschichte eines Frauenschicksals wird teilweise von harten Maschinen-Beats in die Gegenwart getreten ("Veni Veni", "Chumemin", "Vagantenbeichte"). Dort werden die Gesänge von Sabine Lutzenberger und einigen Gastsängern eher rhythmisch eingesetzt, fast wie HipHop auf Latein. Dagegen die sphärischen, aber unkitschigen Titel wie "Stella", "Mahnung", "Engel", "Ondas Do Mar", die bei allem Wohlklang stets auch das düstere Element in sich tragen. Die Vorstellung, diese Klänge per Zeitmaschine tausend Jahre zurückzubringen und damit den Ritter vom Streitross und den Pfaffen von der Kanzel zu hauen, macht dann irgendwie schon Spaß.
In den 20 Tracks (inklusive der drei "Liod"-Klangcollagen) findet sich sicher manche Länge, aber es lohnt sich, den gesammten Ritt durch dieses Frauenleben mitzureisen und am Ende festzustellen, wie verwandt sich Einst und Jetzt in den Visionen von Helium Vola darstellen. --Deborah Denzer
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"Liod" erstaunt mich in vielfacher Hinsicht. Mich erstaunt und begeistert die Kühnheit, mit der E.H. es wagt, Liedern der "Carmina Burana", die in ihrer Vertonung durch Carl Orff jedem, der sie einmal gehört hat, ein unaustilgbarer Ohrwurm wurden ("Veni veni", "Chumemin", "Vagantenbeichte"), ein frisches musikalisches Kleid zu geben - und es sitzt wie angegossen! Orff muss ja auch E.H. stets präsent sein - ich kann mir die Schaffung dieser drei Lieder eigentlich nur unter mühevollem Zurückdrängen der immer wieder heftig anklopfenden Fassung Orffs vorstellen; das Ergebnis wirkt aber überhaupt nicht krampfhaft distanziert, "entorfft", sondern scheint mir in verblüffend lockerer Weise auf den orffschen Ansätzen aufzubauen, ohne ihm zu nahe zu kommen.
Die Elektronik habe ich nicht als "Teppich im Hintergrund" wahrgenommen, vielmehr schien sie mir von überraschender - da sind wieder meine Überraschungen :-) - Präsenz, grosser Klarheit und Munterkeit. "Gestampfe"-Anhänger kommen durchaus nicht zu kurz - "Chumemin" klingt sogar anfänglich fast nach VNV Nation, da musste ich schon etwas grinsen.
Mit "Dormi" überrascht mich schliesslich, dass Ernst Horn sich als italienischer Dichter entpuppt
Zur Ausstattung der CD: Das Booklet ist sehr schön gemacht. Dass die Texte wieder im Original sowie in deutscher und englischer Übersetzung enthalten sind, ist erfreulich.
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