Kurzbeschreibung
Feminine Linzer Ewigkeit Unvergänglichkeit, Unvergesslichkeit, Unsterblichkeit; - drei Begriffe so eng miteinander verflochten wie die Schicksale jener großen Frauen, deren Wirken Linz zu dem machte, was es heute ist: eine emanzipierte, starke Stadt mit weiblichem Charme und Herz. Von Bekanntheitskaiserin Sisi bis zur vorübergehend in Vergessenheit geratenen Henriette Haill, von Musen und Kunstgrößen wie Marianne von Willemer bis zu radikalen Feministinnen wie Louise Aston, von christlich motivierten Märtyrerinnen bis zu klassisch sozialdemokratischen Revolutionärinnen, - das neunköpfige LISA & CO-Autorenteam spannt den Bogen quer durch alle Zeiten und Schichten. Doch nicht nur Frauen sind es, die uns von Frauen im Linzer Frauenkalender vorgestellt werden, es sind auch die Männer dieser Frauen, die Schulen, durch die sie in nicht immer einfachen, ja oft schweren Zeiten gegangen sind, es sind ihre Talente, ihre Prinzipien und nicht zu vergessen, ihre charakteristischen Besonderheiten und Köstlichkeiten wie Linzer Goldhauben oder Linzer-Torten. Im Vorüberziehen zeitlos inspirativer Lebensgeschichten wird der Leser zurückversetzt in das alte Linz als der Hauptplatz noch Marktplatz war, er erfährt wissenswerte Gründungshintergründe des Linzer Elisabethinen-Hospitals und wird eingeweiht in die Entstehungs- und Kulturgeschichte des autonomen Linzer Frauenzentrums. Doch all das nur nebenbei, denn im Vordergrund steht natürlich der ewige Kalender, zur praktischen Erfassung aktueller und jährlich wiederkehrender Daten und Termine. Was bleibt bei diesem kaum zu übertreffenden Angebotsniveau noch zu wünschen übrig, als der erste von und mit Männern kultivierte Männerkalender?
Über den Autor
ALISON BROWN, *1951 Indianapolis, Indiana/USA, hat ihr Interesse an Geschichte von ihrer Mutter, einer Lektorin, geerbt. Während ihres Studiums am Sarah Lawrence College in New York, wo sie 1972 mit Schwerpunkt Sozialwissenschaften abschloss, wurde sie durch Gerda Lerner auch für feministisches Gedankengut sensibilisiert. Nach ihrer Karriere als klassische Sängerin, die sie 1979 nach Linz führte, widmete sie sich der Frauenbewegung. Publikationen: Beiträge in Frauenansichten (autonomes FRAUENzentrum 1992), Die Frauen Wiens (AUF Edition 1992), Kontrapunkt (Furore Verlag 1993-2000), Die Stimme der Frau, infam, Viva Voce. ULI HACK, *1954 in Linz, Absolvierung des Tourismuskollegs Kleßheim. Nach kurzer Berufstätigkeit ausgedehnte Familienpause (ein Mann & drei Kinder), 1992 Prüfung zur Fremdenführerin, 1994 bis 1999 Studium der Geschichte und Kunstgeschichte in Salzburg, Abschluss mit einer Diplomarbeit über das Schul- und Bildungswesen im Linz der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. ROSWITHA KORZENIOWSKI, *1949 in Gmunden, wanderte nach ihrer Heirat und der Geburt von zwei Töchtern mit ihrer Familie nach Australien aus. Hier mehrere Versuche der Existenzsicherung. Ehrenamtliche Mitarbeit in einem anglikanischen Frauenverein, wo das Interesse für Frauenfragen geweckt wurde. Geburt eines Sohnes. Wegen anhaltendem Heimweh Rückkehr nach Österreich. Nach der Scheidung allein erziehende Mutter. In der Frauenbewegung hat sie Heimat und ihr Interesse für Politik und Geschichte gefunden. ELISABETH MAISSER, *1950 in Vöcklabruck, Volksschullehrerin, seit 1974 in Linz, verheiratet, vier Kinder, Ausbildung in Klientenzentrierter Gesprächstherapie, Studium der Soziologie in Linz, Mitarbeit an Projekten des Oberösterreichischen Landesarchivs, des Instituts für Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Linz und des Archivs der Stadt Linz, tätig als freie Wissenschafterin in Linz. BRIGITTE MENNE, *1946 in Schwarzach (Salzburg). Studium der künstlerischen Metallbearbeitung in Wien und Rom, Soziologie in Linz und Strasbourg. Pionierin der basisorientierten regionalen Kulturarbeit. Berufstätigkeit in der Straffälligenhilfe. IG-Autorin und bildende Künstlerin. - Veröffentlichungen zuletzt: „Der Innenhof” In: „Coming-Out-Storys“, Wien 2004. Essay für „Frauen. Macht. Zukunft“ (Die Grünen Linz, Hg.2007). 2008 Teilnahme an der Ausstellung UNO.DUE.TREE in Dessau ELISABETH MURHAMMER, *1960 in Ried i. Innkreis, seit 1989 in Linz, Studium der Medizin in Innsbruck, Oberärztin am Institut für physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Koordinatorin der Eli-ZIB (Zentrum für Inkontinenz und Beckenbodenerkrankungen) am Krankenhaus der Elisabethinen. Obfrau des autonomen FRAUENzentrums. CHRISTINE NOWOTNY, *1953 in Leoben. Studium der Architektur an der Technischen Universität in Graz mit dem Schwerpunkt Altstadterhaltung. Mehrjährige Berufstätigkeit, seit der Heirat mit einem Linzer 1979 begeisterte Wahl-Linzerin. Beruflicher Wiedereinstieg nach 10 Jahren Kinderpause (zwei Töchter) 1992 als selbständige Fremdenführerin, Führungen unter anderem zum Thema „Linz – Stadt der Frauen“. CHRISTINE ROITER, *1964 in Linz. Studium der Germanistik und Philosophie in Wien, Studium der Soziologie in Linz, Promotion 2002 mit einer Dissertation über Hedda Wagner, Mitarbeiterin der Österreichischen Historikerkommission, beschäftigt sich schon seit Anfang der 1990er Jahre mit Frauengeschichte. Derzeit als freie Wissenschafterin (Projekte für das Landesarchiv, Universität Linz) tätig. Lebt und arbeitet mit Mann, Kind und Katze in Linz. Außerdem aktiv in der Organisation von Ausstellungen für ihre Schwester. ELISABETH ROSENMAYR, *1956 in Wien. Ausbildung zur Sozialarbeiterin, Studium der Katholischen Theologie, Ausbildung zur Journalistin, Supervisorin; seit 1998 privater und beruflicher Umstände halber in Linz, vorher einige Jahre lang Nonne, Angestellte der Österreichischen Bischofskonferenz und Pressereferentin der Frauenministerinnen Johanna Dohnal und Helga Konrad.