Dass Alain Jourgensen durchaus Sinn für Humor besitzt, zeigt er uns mit seinem Side-Projekt The Revolting Cocks, die wohl bis heute die einzige Industrialband sein dürfte, die es geschafft hat, diese Musik auf ein fröhliches und optimistisches Feeling umzugestalten.
Wenn man von Ministry oder den Nine Inch Nails noch depressive Soundattacken, sägende Gitarrenriffs und Drumcomputer-Trommelfeuer gewohnt war, warten die Revcos mit einem, von LSD-Ikone Timothy Leary gesprochenen Intro, Blechbläser-Keyboards sowie Sample-einspielungen aus Cartoons auf.
Auf dieser CD zeigt sich zum ersten mal, wie vielseitig der Industrial ist, denn nahezu jede Musikrichtung von Punk und Ska, über Metal, zu HipHop und sogar Disco findet sich auf dieser CD wieder.
Natürlich sind auch einige reine, und sehr gute Industrialstücke dabei („Creep", „The Butcher Flowers Wife"), aber besonders hervorzuheben sind die musikalischen Mischungen wie die Disco-Persiflage „Crackin Up", das Mega-relaxte „Mr. Lucky" mit Skamässigen Blechbläsern oder die wirklich zum Schreien komische Rod-Steward Coverversion von „D'ya Think I'm Sexy".
Nicht nur für Ministry- bzw. Industrialfans sondern auch für Freunde des Crossover eindeutig empfehlenswert.