Lindenberg und Krautrock?? Doch das gabs, aber so, wie das nur uns Udo hinkriegen kann. Zuerst muss ich immer wieder feststellen was für ein fantastischer Schlagzeuger er damals war. Er hat wirklich einen sehr sehr relaxten Stil drauf. Sein, zugegeben dünnes Stimmchen findet hier ein perfektes musikalisches Umfeld. Ganz auf der Höhe der Zeit mit zwei langen Sessionnummern und drei kürzeren Songs. Songs nicht Lieder denn Udo singt in Englisch erstaunlich akzentfrei, total unpeinlich. Die Texte geprägt vom Zeitgeist hippiesk bis spacig. Hat alles in allem eine gewisse Patina, die es heute wieder interessant klingen lässt. Was dieser Musik guttut ist der Raum der ihr gelassen wird, nichts klingt zugekleistert alles hat Zeit sich zu entwickeln, Udos Mitstreiter spielen extrem relaxt auf, auch wenn es mal rockt. Ein absolutes Highlight diese Platte, wer jedoch Udos flappsige Kodderschnauze lieber mag sollte erst ab der Andrea Doria zugreifen. Dies hier und die Daumen im Wind klingen absolut untypisch für Lindenberg und vielleicht gerade deswegen so gut. Inselplatte