Das Haus, in dem die Rentnerin Lina Braake lebt, geht nach dem Tod des Eigentümers in den Besitz einer Bank über. Obwohl ihr lebenslanges Wohnrecht zugesichert wurde, lässt die Bank Lina in ein Altenheim stecken. Dort lernt sie den 84-jährigen Gustaf kennen, der sich als ehemaliger Bankkaufmann mit den Tricks des Geschäfts bestens auskennt. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, mit dem sich Lina an der Bank rächen und sich das nötige Kleingeld für einen angemessenen Alterswohnsitz beschaffen kann.
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Herrlich kauzige Komödie, die mehr als 30 Jahre nach ihrer Entstehung schon allein durch ihren vollen Titel "Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat" nicht nur bei Opfern der Bankenkrise 2008/09 auf Wohlwollen stoßen sollte. Bernhard Sinkel ("Der Kinoerzähler") inszenierte Lina Carstens und Fritz Rasp als schlitzohriges Rentnerpaar, das sich von den Umtrieben des Bankenwesens nicht unterkriegen lässt und clever dessen Schwächen ausnützt.
Nachdem das aufgepeppte und technisch modernisierte Remake (Die Dinosaurier - gegen uns seht ihr alt aus) neugierig gemacht hat, kehrt man reumütig zum feinen Humor und den leisen Tönen des Originals zurück. Ein ausgesprochen listiger Film, der ein schwieriges und wichtiges Thema leicht verpackt.
Trotz veränderter Sehgewohnheiten der letzten 35 Jahre hat "Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat" eine lässige Erzählgeschwindigkeit: es wird keine Szene bis zur Peinlichkeit ausgereizt, aber auch keine Szene schlecht behandelt.
Einfach anschauen, sich vom ruhigen Fluss des Films tragen lassen und diese leise und grossartig gespielte Komödie geniessen.