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Jeff Bridges , Matt Damon , Ethan Coen , Joel Coen    Freigegeben ab 12 Jahren   Blu-ray
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Jeff Bridges, Matt Damon, Hailee Steinfeld
  • Regisseur(e): Ethan Coen, Joel Coen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1), Italienisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Französisch, Spanisch, Italienisch, Dänisch, Englisch, Deutsch, Finnisch, Schwedisch, Niederländisch, Norwegisch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Paramount Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 30. Juni 2011
  • Spieldauer: 110 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004WJDXMW
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 24.651 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

Von der Presse gefeiert: Die grandiose Neuinterpretation eines Westernklassikers von den Oscar-Gewinnern Joel & Ethan Coen hat in den USA einen sensationellen Start hingelegt. Das neue Werk der Coen-Brüder ist bereits jetzt ihr umsatzstärkster Film und hat somit ihren Kulthit No Country for Old Men überholt.
Der Vater der 14jährigen Mattie Ross (Hailee Steinfeld) wird von Tom Chaney (Josh Brolin) kaltblütig erschossen. Sie heuert den knallharten und selten nüchternen US-Marshal Rooster Cogburn (Jeff Bridges) als Kopfgeldjäger an, um den Mörder ihres Vaters gnadenlos zur Strecke zu bringen. Doch sie sind nicht die einzigen, die Chaneys Fährte aufgenommen haben. Schon bald treffen sie auf den Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon), der seine ganz eigenen Ziele verfolgt.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Flugsi TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Basierend auf der Roman-Vorlage von Charles Portis (es handelt sich um kein Remake des 69er Westerns "Der Marshal" - auch wenn sich Bridges in seiner Darstellung Roosters teileise an John Waynes Rolle orientiert hat), schufen die Coen-Brüder einen zum Niederknien schön gefilmten Western, der meisterlich vom rauen Leben in einem rauen Land in rauen Zeiten sowie von Schuld & Sühne erzählt & der natürlich mit dem für die beiden Autorenfilmer typischen schwarzen Humor gewürzt ist.

Fans des Films sollten sich auf jeden Fall dieses sehr coole Steelbook zulegen. Das FSK-Logo ist nur auf der Verpackungsfolie angebracht & somit problemlos entfernbar. Auf der Frontseite ist das Filmcover mit reliefartigem Schriftzug angebracht, auf der Rückseite befindet sich eine Großaufnahme des bewaffneten Rooster. Sieht äußerst edel aus!

Die Edition beinhaltet den Film sowohl auf Blu-ray als auch auf DVD & als Digital Copy. Bild- & Ton-Qualität sind - wie nicht anders zu erwarten - hervorragend & interessantes Bonusmaterial ist zu Genüge vorhanden: eine 30minütige Doku über Portis, Kinotrailer sowie 6 Kurzdokus, welche diverse Aspekte der Filmentstehung beleuchten.
Absolute Kaufempfehlung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mrs. Peel
Mit dem klassischen Hollywood-Western assoziiert man normalerweise wortkarge Revolverhelden, die schießen, schnarchen, spucken, sich prügelnd im Dreck wälzen und in ihrem maskulinen Überlegenheitsgefühl tapfer gegen die unbarmherzige Wildnis stemmen, wenn sie Jagd auf gesetzlose Renegaten machen und ihren Pferden die Sporen ihrer Stiefel in die Schenkel rammen, um mit einem rasanten Parforceritt durch den aufgewirbelten Staub der Prärie die Verfolgung aufzunehmen, ehe sie schließlich der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen. Frauen stand dabei immer nur die Rolle zu, dem einsamen Desperado beim tränenreichen Abschied von der Farm wehmütig mit einem schreienden Kind auf dem Arm nachzuwinken oder allenfalls als prächtig ausstaffiertes Freudenmädchen hysterisch kreischend durch einen Saloon zu hetzen, weil zwei treffsichere Scharfschützen in der Stadt wieder einmal mit eiskaltem Blick in den Augen zum Duell schreiten. Doch wer glaubt schon ernsthaft, dass sich ausgerechnet die Coens an Genre-Konventionen halten, in die Mottenkiste greifen und groß angelegte Siedlertreks durch die Gegend rollen lassen, Wagenburgen aufbauen oder gar das peinliche Imponiergehabe berittener John-Wayne-Einheiten reanimieren?

Stattdessen zerlegen sie den Western-Mythos in seine kläglichen Einzelteile und schicken lieber die 14-jährige Mattie Ross ins Rennen, die sich von dem ganzen hartgesottenen Texas-Ranger-Schnickschnack wenig beeindrucken lässt und in ihrer rotznäsigen Entschlossenheit sämtliche Formen des Machismo systematisch desavouiert. In klatschnassen Kleidern müht sich die forsche junge Dame nun auf dem Rücken ihres Pferdes durch einen Fluss die Uferböschung hinauf, weil sie sich zwei egozentrischen Justizbeamten anschließen möchte, die vergeblich versucht haben, den kleinen Quälgeist abzuschütteln, um sich ungestört ins Indianerreservat zu begeben, wo sie einen gewissen Tom Chaney stellen wollen, den Mörder von Matties Vater, die eben deshalb voller Tatendrang ist und unbedingt Vergeltung will. Dazu heuerte sie in Fort Smith den einäugigen Rooster Cogburn an, seines Zeichens Deputy Marshall, der dieses heikle Unterfangen natürlich nicht zum Kindertarif in Angriff nimmt, aber aufgrund seiner starken Neigung das Gesetz sehr frei zu interpretieren, scheinbar genau der richtige Mann für die selbstbewusste Halbwaise ist. Cogburn entpuppt sich jedoch als alternder Westernheld, der allmählich müde vom vielen Töten wird und öfters mal zu tief ins Whiskeyglas schaut. Nach anfänglicher Skepsis macht er sich nun in Begleitung des undurchschaubaren Texas-Rangers LaBoeuf auf die Fährte von Chaney, der sich inzwischen der berüchtigten Bande von Lucky Ned angeschlossen hat. Der eigensinnigen Mattie hinterließ Cogburn lediglich einen Briefumschlag mit einer Fahrkarte für die Heimreise mit dem Zug zu ihrer Mami, weil der Wilde Westen nun mal nichts für kleine Mädchen ist. Doch kann man als Frau diesen beiden dilettierenden Typen in einer so wichtigen Angelegenheit wirklich vertrauen? Natürlich nicht, weswegen Mattie auch vehement darauf besteht, höchstpersönlich bei Chaneys Verfolgung anwesend zu sein, um so sicherzustellen, dass man den verhassten Delinquenten auch wirklich tot oder lebendig nach Fort Smith überführt.

Wenn man den Coen-Brüdern tatsächlich Glauben schenken darf, dann ist die unerschrockene Mattie so etwas wie die erste Emanze Nordamerikas, die eins auf keinen Fall macht, nämlich das, was man(n) ihr sagt. Zumindest wird sie so porträtiert, wenn sie sich mit ihren staunenden Kulleraugen, die unter einem Filzhut zwischen ihren braunen Zöpfen hervorstechen, neugierig durch die brutale Männerwelt tastet, wo sie mit ihrem schlagfertigen Mundwerk raffinierte Makler über den Tisch zieht, die verwesten Leichen strangulierter Übeltäter von hohen Bäumen schneidet oder dabei zusieht, wie Cogburn steckbrieflich gesuchten Verbrechern ein Auge ausschießt oder gar die Finger abschlachtet. Mattie verschafft sich jedoch den nötigen Respekt, was von den Coens allerdings nicht nur ironisch, sondern auch kritisch unter die Lupe genommen wird, weil sie sich das schroffe Verhalten dieser emotional abgestumpften Versager immer mehr zu eigen macht und der unstillbare Rachedurst ihr reines Herz ebenso vergiftet wie später der Biss einer Schlange ihr Blut, nachdem sie den unausweichlichen Sündenfall begangen hat. Wobei die Coens solche umgekehrten Geschlechterbilder auch auf die Männerfiguren reflektieren, wenn sich beispielsweise Cogburn und LaBoeuf aus verletzter Eitelkeit heraus permanent wie zwei alte Jungfrauen anzicken. True Grit ist ein ganz subtiles Spiel mit allen denkbaren Klischees der Wild-West-Romantik, das sich mehr an der Romanvorlage von Charles Portis orientiert als an dem gleichnamigen Film mit John Wayne, aber dennoch den typisch trockenen Coen-Humor besitzt, stets zwischen Tradition und Moderne schwebt und in sehr impressionistische Bilder der kargen Felslandschaften des Choctaw-Reservats eingebettet ist, die einen nüchternen und desillusionierenden Blick auf diese Epoche werfen. Doch spätestens wenn Carter Burwell im Soundtrack den Thriller 'Die Nacht des Jägers' aus dem Jahr 1955 zitiert, wird klar, dass auch die Coen-Brüder letztendlich ihren Hut anerkennend vor den alten Filmen ziehen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von W. Walz
Von Amazon bestätigter Kauf
es ist zum zweiten Mal Rooster Cogburn, mit Mattie, dem Kind!

Unweigerlich vergleicht man den Coen-Western, mit dem, aus den Jahr 1969, durch den der Duke seinen Oscar erhielt.
Das ist eigentlich das einzige Manko bei dieser Umsetzung für mich, da man eben die eindrucksvolle (Western)Geschichte ja zur Genüge kennt.
Da hat es mich wirklich verwunderter, dass die Regiebrüder so nah am Original wandeln. Selbst in der deutschen Synchro sind ganze Dialoge übernommen; die wiederum wohl auch stark am Roman festgenagelt sind. Folglich: man vergleicht die beiden Filme.

Jeff Bridges spielt den alkoholisierten Cogburn "trockener" und äußerst lakonisch, als den etwas overacting agierenden John Wayne, der den Charakter humoristischer erschienen ließ. Der Erstgenannte gefällt mir -aus heutiger Sicht- äußert gut und berechtigt voll und ganz seine Oscarnominierung (wobei sich im Original Bridges noch eindrucksvoller präsentiert; sein Genuschel ist meist nur mit Untertitel verständlich; auch seine Kurzatmigkeit, hervorgerufen durch den Suff, ist höchste Kunst; Crazy Heart Bridges also einfach grandios, wie auch schon als Wild Bill).
Auch die kleine Mattie hier, hängt Kim Darbys Darbietung der 60er Westernklamotte um Längen ab. Wurde einem damals doch eine, aus einer Lassiefolge entsprungene, mit Bubikopf agierende, mainstreamgebügelte Pennälerin serviert, damit auch ja keine unsittlichen Gedanken im damaligen Publikum aufkamen.
Das passiert hier, mit und durch den Bösewicht Brolin, zum Glück nicht. Die "neue" Mattie zeigt natürlich auch ihre eloquente Art, wirkt aber bei weitem nicht so naiv und hausbacken, wie die waynesche Mattie mit ihrem Liebkindnimbus.
Ja selbst der von mir nicht so hoch favorisierte Matt Damen, spielt hier den großmäuligen Texasranger mit Bravour. Sein damaliger Vorreiter Campbell, der entsprang da doch mehr dem Zeitgeist eines geschniegelten Apolloastronauten jener Zeit.

Wirkte also der alte Verhau (von mir noch letztens gesehen und rezensiert) mehr als amerik. Heimatfilm im 08/15-Westernverschnitt, kommt hier durch die Coens endlich künstlerische (Film)Umsetzung zur Geltung. Alles wirkt "echter"! Angefangen von den Menschen in ihrer kargen Armseligkeit mit all dem Schmutz, der dem Italowestern nahe steht. Das Setting wirkt durch die winterliche Landschaft, in seiner kühlen Weite, passender zur Grundidee des Films. Und Kamera, Schnitt und Licht sind dem Stoff jetzt angemessen, was mir bei der alten Verfilmung (Bonanza lässt grüßen) immer schon auf dem Magen schlug.

Kurzum: der Regiestil überzeugt mich -anders als von den Brüdern gewohnt- ebenfalls und ich bin baff, dass die Coens hier einen, für ihre Verhältnisse, "glatt" runtergedrehten Western dem Publikum vorwerfen; ohne ihre sonst so einzigartige Handschrift. Das zeigt dann wohl, dass sie dieses Fach auch perfekt beherrschen (inwieweit Spielberg als ausführender Produzent Einfluss hatte, entzieht sich meiner Kenntnis).
So ist es natürlich auch eine liebevolle Anerkennung dem Genre Western gegenüber, da hier nicht künstlerisch überproportioniert wurde, also keine Überspannung des Genres und des Themas erfolgte. Verständlich wohl auch deshalb, da die Brüder mit Sicherheit große Fans von Schriftsteller Charles Portis und dessen Schreibstil (der nur "zeigt", nie "analysiert") sind, der ihrem Duktus nahe liegt.

4,5 Sterne* für ein klasse Remake !

*Einen halben Stern Abzug, da einem die Handlung vertraut und so etwas der Spannungseffekt flöten geht.

P.S.
Das Limited Steelbook glänzt natürlich in gewohnter Qualität, wobei mir die Blu-ray-Scheibe an sich, mit ihrem faden Silber und dem unoriginellen Aufdruck, lieblos daher kommt.
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