Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Stil erschlägt Inhalt, 13. Juni 2009
Ein Film besteht nun einmal aus verschiedenen Ebenen, im besten (und eigentlich einzig richtigen) Fall unterstützen diese sich gegenseitig und machen den Film erst rund.
In "Am Limit" macht der Regisseur leider den großen Fehler und schwelgt in Stilmitteln, die in ihrer Einsatzfülle vollkommen fehl am Platz sind und eine ziemlich leere Hülle zurücklassen.
Es mag eine Weile lang schön sein, wunderbare Panoramaaufnahmen zu sehen, Nahaufnahmen und Ausschnitte der Brüder beim Klettern, Zeitlupenaufnahmen bei extrem schnellen Passagen und Schwüngen, schnelle Schnitte, um das Tempo auch stilistisch zu verdeutlichen. Aber doch bitte nicht als Hauptinhalt des Films, höchstens als Überleitung! Wer wirklich sehen will, wie geklettert wird und sich in die Perspektive der Brüder hineinversetzen will, wird ständig durch ungünstige Blickwinkel, Schnitte und Musik wieder aus seinen Betrachtungen herausgerissen, geht es hier um den Sport oder um einen Werbefilm?
Auch wird es mir weiterhin ein Rätsel bleiben, warum banale Aussagen plötzlich dadurch an Aussagekraft gewinnen und als Lebensweisheiten verkauft werden, nur weil sie neben ein paar vertrockneten Sträuchern in luftiger Höhe getätigt werden. Viel mehr an Botschaft scheinen Outdoor-Risiko-Sportarten anscheinend nicht herzugeben, sodass man in jedem Streifen über Klettern, Freeriden oder Fliegen auf sie zurückgreifen muss.
Auftauchende Lichtblicke wie die Diskussion über Risiko und Verantwortung mit der Mutter der beiden oder das Thema Erfolg und Neid zwischen den Brüdern sind selten und werden nicht weiter ausgeführt.
Wer damit zufrieden ist, schön gestylte Bilder mit Musikuntermalung zu sehen, ohne Hintergründe und weiteres Wissen vermittelt zu bekommen, dem mag der Film sicher gefallen, ich erwarte von einem Dokumentarfilm dieser Länge mehr.
Insgesamt ist der Film nur einer aus der ganzen Masse Outdoor-Dokus, der sich nur dadurch abhebt, dass die Positionen des Kameramanns tatsächlich spektakulär sind. Aber auch daraus hätte man mehr machen können. Schade, vor allem für die beiden Huber-Brüder, die wirklich allen Respekt verdient haben!
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24 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Absolut fesselnd, 3. Oktober 2007
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Im Kino ein grandioses Erlebnis, aber auch auf DVD noch unglaublich wuchtig.
Der Film hat keine Erzählhandlung sondern zeigt nur die Huberbuam bei zwei von ihren aktuellen und großen Vorhaben. Dabei wechseln sich Szenen absolut atemberaubender Kletteraufnahmen mit solchen, die die beiden beim verbalen Sinnieren oder Ihren Vorbereitungen zeigen. Auch wenn keine eigentliche Handlung gezeigt wird, so überschlägt sich die Dramatik der Geschehnisse zuweilen doch, dass es an Spannung kaum zu überbieten ist. Mehr sollte hier jedoch dazu nicht gesagt werden.
Das ganze ist absolut spannend geschnitten und klanglich abgemischt, so dass man sich der Wirkung einfach nicht entziehen kann. Für zusätzliche Dramatik sorgt die gut abgestimmte Musikuntermalung. - Es lohnt sich also den Film, wenn schon ohne große Leinwand, immerhin mit ordentlicher Anlage zu sehen.
Die Zusatzausstattung enthält ein sehr interessantes zwanzigminütiges Interview mit den beiden, in dem sie auch zum Teil den Film kommentieren. Wer den Film im Kino schon gesehen hat, sollte erwägen nun vor dem Film das Interview anzusehen. Eine schöne Einstimmung wie ich finde.
Ansonsten sind Tafeln mit kurzen Biografien und drei Bildergalerien enthalten.
Muss man im Grunde zu Hause haben, insbesondere, weil dies ein Film ist, den man Szenenweise immer wieder sehen mag und vielleicht öfter mal ne Viertelstunde als Betthupferl ansieht - oder lieber nicht: Nachher kommt man schlecht los und schlafen kann man dann schon gar nicht...
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18 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Beeindruckendes Porträt zweier Getriebener., 11. Oktober 2007
Die Huber-Brüder Alexander und Thomas wollen den Speed-Kletterrekord an der -Nose-, einer 900 Meter hohen Steilwand aus Granit im Yosemite Nationalpark, brechen. 2:48 Stunden für einen Kletterabschnitt, der einem gut geübten Kletterer schon mal zwei bis drei Tage abverlangt. Wahnsinn? Mit Sicherheit. Bei den Huber-Brüdern allerdings Wahnsinn mit Methode. Pepe Danquart, der uns mit -Höllentour- schon mit auf eine Reise in eine andere Welt, nämlich die des Profiradsports, nahm, ermöglicht es uns mit Hilfe seiner Kamera an diesem Rekordversuch teilzuhaben. Dabei geht es in Wirklichkeit um viel mehr, als um Minuten und Sekunden.
Die Brüder sind Getriebene ihrer Leidenschaft. "Was wir machen ist eine Revolte gegen den gesunden Menschenverstand. Ohne das Kletter wären wir nackt und blass, wie ein Pflanze, die kein Wasser und kein Licht bekommt." Ständig sind sie auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Ist die selbst aufgebaute Hürde genommen, muss sofort eine neue geschaffen werden. Das Ganze in einem Wettstreit zwischen Brüdern, die nicht immer gut miteinander auskommen, aber schon gar nicht ohne den anderen. Ein Leben auf der Überholspur, mitten in den Bergen, alles andere im Leben dieser Leidenschaft untergeordnet. Der Schlußsatz des Abspanns trifft dabei genau ins Schwarze. Träume sind dazu da, um verwirklicht zu werden. Wenn nicht heute, dann morgen.
Danquart ist ein stiller aber detailfreudiger Teilnehmer der Klettertour. Die Vorbereitungen der Brüder, der Abbruch der ersten Mission, die zwanglosen Interviews, das erneute Angehen an die Aufgabe, all das fängt Danquarts Kamera beeindruckend und klar ein. Garniert mit Landschaftsaufnahmen, die atemberaubend und traumhaft schön sind. Dazu Bilder von den Speedklettertouren der Brüder, die einem den Atem zum Stocken bringen. Wer nicht schwindelfrei ist, dem wird allein schon beim Ansehen des Film ungemütlich in der Haut. Die Bilder aus der Granitwand hat Danquart eindrucksvoll und überwältigend auf den Film gebannt.
Letztendlich wird sich nur einem Extremsportler erschließen, wie die Huberbrüder ticken; oder auch nicht. Allen anderen Zuschauern gewährt Danquarts Film Einblicke in eine Welt, die sie so niemals zu Gesicht bekommen hätten. Dabei gibt es zusätzlich noch eine kleine Lehrstunde in Sachen Mensch contra Natur. Denn egal wie gut die Brüder sind, wie hart oder geschickt sie klettern oder trainieren, einen Berg oder das Wetter schert das wenig. Und so können die Huber-Brüder durchaus einen Sieg über sich selbst erringen, aber gegen die Natur können sie nur punkten, wenn die es zulässt.
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