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Limit: Roman
 
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Limit: Roman (Gebundene Ausgabe)

von Frank Schätzing (Autor)
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Produktinformation

Leseprobe: Jetzt reinlesen [224kb PDF]|Frank Schätzing auf Tournee: Hier finden Sie die Tour-Daten [1.52mb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 1328 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (5. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462037048
  • ISBN-13: 978-3462037043
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (323 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit Der Schwarm wurde Frank Schätzing auf einen Schlag berühmt. Die Geschichte um die mysteriöse Macht aus der Tiefsee nahm in Teilen die Tsunami-Katastrophe vorweg und verkaufte sich nach den Überschwemmungen in Südostasien noch umso rasanter. Limit ist Schätzings zweiter großer Zukunfts-Thriller - spannend, aufwendig recherchiert und noch 200 Seiten länger als Der Schwarm.

Helium-3 - aus diesem Stoff sind die Zukunftsträume profitgieriger Unternehmer im Jahr 2025. Es wurde auf dem Mond entdeckt und soll den Hunger der Menschheit nach Energie stillen. Mit einer revolutionären Technik hat der Industrielle Julian Orley einen galaktischen Transportweg von der Erde zu seinem Trabanten geschaffen. Eine futuristische Mondstation, auf der Menschen und Menschmaschinen arbeiten, sorgt für den Nachschub an Helium-3. Julian Orley, der jedem Bond-Bösewicht zur Ehre gereicht hätte, plant einen exklusiven Ausflugstrip zum Mond und hat dazu illustre Mitglieder der globalen Eliten eingeladen. Es wird ein extraterrestrischer Horrortrip...

Zur gleichen Zeit ist Owen Jericho, ein Cybercop, dabei, in Schanghai einen Kinderporno-Ring zu sprengen. Er ist der Typus lonesome cowboy, der nach dem Scheitern im Privatleben einen leidenschaftlichen, aber aussichtslosen Kampf gegen das Böse führt. Jericho erhält den Auftrag, die chinesische Dissidentin Yoyo zu finden. Sie ist im Besitz eines Geheimnisses, das mächtige Gegner auf den Plan ruft. Calgary, Berlin, Dallas, London, Venedig, Äquatorialguinea und Vancouver werden zu Schauplätzen einer globalen Hetzjagd, bei der er auf die Spur des Geheimbundes "Hydra" stößt. Parallel kämpfen Konzernlenker, Diktatoren und Geheimdienste erbittert um die letzten Rohstoffe der Erde; Bürgerkriege, Korruption und Armut treiben die inzwischen 10 Milliarden Bewohner der Erde scheinbar unaufhaltsam auf einen Abgrund zu, der das Ende der menschlichen Zivilisation markiert.

1.300 Seiten: Das ist für einen Autor eine Herausforderung, für manchen Leser vielleicht eine Zumutung. Doch auch wenn Limit ähnlich wie Der Schwarm den einen oder anderen verzichtbaren Exkurs enthält: Schätzing behält die Erzählfäden über den gesamten Roman souverän in der Hand und führt Orleys und Jerichows Geschichten präzise zusammen. Präzise ist denn auch die unglaubliche Faktenfülle organisiert, die Schätzing präsentiert: die Themen reichen von der Raumfahrt über die Orbitmechanik bis zum Cyberspace und der Erderwärmung. Und das ist das eigentlich Beklemmende an Schätzings Thriller: Die apokalyptischen Szenarien, die er entwirft, wirken so realistisch und schlüssig, dass sie einem zumindest vorstellbar erscheinen. -- Carsten Hansen, Literaturtest

Literaturtest.de

Interview mit Frank Schätzing
Frank Schätzing

Copyright: Paul Schmitz (Ausschnitt)Frank Schätzing

Lange wurde der Nachfolger von Der Schwarm erwartet. Nun ist Frank Schätzing zurück und führt nicht nur seine Helden, sondern auch die Leser bis ans Limit. In seiner düsteren Zukunftsvision eskaliert auf der Erde der Kampf um die letzten Rohstoffe, während auf dem Mond die Förderung eines sagenhaften Energieträgers beginnt. Im Amazon.de-Interview erzählt Frank Schätzing vom Druck nach dem großen Erfolg von Der Schwarm, von Technikvisionen, die bereits Realität geworden sind, und seiner Schwäche für Tarantino.

Frage: Amerikaner und Chinesen kämpfen um neu entdeckte Energielager auf dem Mond, und auch auf der Erde eskaliert der Kampf um knappe Ressourcen. Treiben Sie hier das auf die Spitze, was wir in Ansätzen schon heute erleben?

Frank Schätzing: Ich bin mir sicher: Der Energiekonflikt wird sich fortsetzen. Es finden Verlagerungen statt, aber im Großen und Ganzen läuft es immer nach dem gleichen Schema ab. Die großen Wirtschaftsnationen kämpfen bis aufs Messer um die knapper werdenden Ressourcen. Das waren bislang in erster Linie die USA und Russland, dabei ging es hauptsächlich ums Öl. Nun wächst China zur Supermacht heran, mit einem Energiehunger, der alles Dagewesene in den Schatten stellt. Und natürlich wird es künftig nicht mehr nur um Öl, sondern auch um alternative Energiequellen gehen. Da muss man gar nicht bis zum Mond denken, ein Blick in die Tiefsee genügt - gerade stürzt sich alles auf Helium-3. Was man nachhaltig nutzen könnte, wird geplündert.

Frage: Eine illustre Reisegruppe, bestehend aus Mitgliedern der globalen Elite, macht sich auf zu einem Ausflug zum Mond. In welche Gefahr begeben sie sich? Und inwieweit sind es „Zauberlehrlinge", die die ausgebeutete und korrupte Welt, die sie erschufen, nicht mehr kontrollieren können?

Frank Schätzing: Einige sind Zauberlehrlinge, andere mächtige Zauberer. Unterm Strich geht es in Limit weniger um das Ausgeliefertsein an die eigene Schöpfung - die haben wir weitgehend im Griff - als vielmehr um die Überschreitung ethischer Limits. Manche der Visionäre und Macher im Buch sind durchaus sympathisch, man begrüßt, was sie tun - bis zu dem Moment, da sie in dem Glauben, richtig zu handeln, die falschen Mittel einsetzen.

Frage: Der Held des Thrillers und designierte Weltenretter heißt Owen Jericho, er ist ein Cyber-Detektiv, der sich aber auch in der realen Welt als schlagkräftig erweist. Gab es irgendwelche Vorbilder für diesen Typus?

Frank Schätzing: Für Owen Jericho gibt es viele Vorbilder. Er ist der klassische gebrochene Held, der einsame Wolf, der Humphrey Bogart der Moderne, wie ihn Harrison Ford schon in „Blade Runner" dargestellt hat. Und doch wieder ein ganz eigener Charakter, das Produkt seiner Zeit. Alle Typen vom Schlage Jerichos sind Menschen, die bekämpfen, was sie hervorgebracht hat, und daran mitunter verzweifeln.

Frage: Kinderpornografie, schmutzige Kriege, diplomatische Krisen - ist das alles lediglich Kulisse für einen spannenden Thriller, oder gibt es die eine oder andere zarte Botschaft, die Sie den Lesern vermitteln möchten?

Frank Schätzing: Ich habe keine Botschaft. Mir ging es darum, das Bild unserer Gesellschaft in naher Zukunft zu zeichnen, und die Zukunft ist nun mal komplex, schön, hässlich, faszinierend und unerträglich, zum Verlieben und zum Abgewöhnen, so wie sie es zu jeder Zeit war. Aus diesem Fundus kann man sich als Leser bedienen - sich kritisch damit auseinandersetzen oder einfach nur Spaß haben. Klar, in Limit ist vieles eingeflossen, was mich persönlich beschäftigt, aber die Story, der Unterhaltungsaspekt, steht eindeutig im Vordergrund.

Frage: Sie gelten als akribischer Rechercheur. Für Limit mussten Sie sich gleich in mehrere Spezialgebiete einarbeiten: Raumfahrt, Energietechnik, Cyberspace, multinationale Konzerne... Welches Gebiet hat Ihnen die spannendsten oder überraschendsten Erkenntnisse geliefert?

Frank Schätzing: Generell war ich verblüfft, welche Fortschritte die Wissenschaft schon gemacht hat, insbesondere auf Gebieten, die einem auf den ersten Blick wie pure Science-Fiction erscheinen. Etwa beim Spacelift, der theoretisch perfekt durchgeplant ist. Eigentlich scheitert die Umsetzung nur noch am Material für das Seil, und selbst da kommen wir mit Riesenschritten voran. Demgegenüber erweisen sich liebgewordene Versatzstücke der Prognostik, von denen man meint, sie müssten längst Alltag sein, als völlig unpraktikabel. Fliegende Autos zum Beispiel. Die ziehen sich als „running gag" durch sämtliche Zukunftsszenarien, schon seit Jahrzehnten. Tatsächlich steht der energetische Aufwand in keinerlei Verhältnis zum Nutzen. Zweitens: Stellen Sie sich das Gerangel in der Luft vor, das Katastrophenpotenzial! Außerdem wäre es schweinelaut. Unterm Strich sind fliegende Autos also ziemlicher Blödsinn - nur gut für die Feuerwehr oder die Polizei.

Frage: Das Setting mit einem skrupellosen Großindustriellen, der wahnwitzige Visionen Wirklichkeit werden lässt, erinnert an die klassischen Bond-Filme. War das eine Inspirationsquelle? Sie scheinen an vielen Stellen mit Zitaten aus Film- und Musikgeschichte zu spielen?!

Frank Schätzing: Stimmt. Ich liebe die Ästhetik und das Tempo der neuen Bond-Filme. Das Kino hat mich entschieden mehr beeinflusst als Bücher. Immer wenn ich ein Buch schreibe, ist es angelegt wie ein Film, weil ich diesen Film schon fix und fertig abgedreht vor meinem geistigen Auge sehe. Und ich mag ironische Querverweise, das Spiel mit dem kulturellen Repertoire, wie Tarantino es praktiziert.

Frage: Ihr Roman Der Schwarm war ein beispielloser Erfolg. Beflügelt das eher Ihr Schreiben oder setzte es Sie unter Druck?

Frank Schätzing: Beides. Zunächst fühlte ich mich beflügelt. Als ich dann 2005 den Schwarm-Nachfolger schreiben wollte, baute sich plötzlich ein schier unüberwindbar scheinender Berg vor mir auf - ein Druck, den ich bis dahin nie gekannt hatte. Ich war einfach zu sehr beeindruckt vom eigenen Erfolg, da musste ich erst mal lernen loszulassen. Also hab ich ganz was anderes gemacht - ein Sachbuch geschrieben, ohne komplexe Story, ohne Figuren, nicht allzu lang, und danach hatte sich der Druck erledigt. Als ich 2007 mit Limit begann, war ich wieder ganz entspannt.

Frage: Ein mächtiger Player in dieser hyperglobalisierten Welt ist der Konzern Orley. Was glauben Sie: Wird staatliche Macht in Zukunft noch weiter privatisiert? Welche „Limits" werden Großkonzerne in, sagen wir, 15 Jahren tatsächlich noch haben?

Frank Schätzing: Wenn sich der Staat auf die Rolle des sozialen Auffangdienstes zurückzieht, sein Tafelsilber in Forschung und Bildung verscherbelt und sich die Bedenkenträger in den Parteien weiterhin Knüppel zwischen die Beine werfen, werden Konzerne zwangsläufig die globale Macht erlangen. Sie sind innovativer, schneller, haben die besseren Leute und die höheren Budgets, agieren im grenzfreien, gewissermaßen gesetzesfreien Raum. Das hat Gutes - der Fortschritt wird dynamisiert - und weniger Gutes, wenn dabei der Sozialstaat auf der Strecke bleibt. Sprich: Regierungen und Private müssen zu einer neuen Allianz finden, da muss Transparenz ohne Reglementierung herrschen, und eindeutig sind die Staaten da stärker gefragt als die Privaten. Von ihnen muss die Initiative ausgehen, sonst läuft ihnen die Privatwirtschaft davon - und überschreitet dabei das eine oder andere Limit.

Die Fragen stellte Henrik Flor, Literaturtest.


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Schwerster Schätzung - und zugleich der schwächste, 2. Januar 2010
Vorneweg: Ich bin ein Schätzing-Fan und habe alle seine Bücher gelesen. Limit ist wiederum gut recherchiert und hat eine spannende Grundstory. Soweit so gut. Enttäuschend sind aber die vielen überflüssigen Längen. Es ist deshalb der erste Schätzing, der kein "Suchtpotential" hatte, den ich nicht in einem Rutsch durchgelesen, sondern mehrfach weggelegt habe. Schade, auf ca. 700 Seiten gekürzt wäre Limit wieder ein spannendes Lesevergnügen gewesen. Oder man hätte die beiden Handlungsstränge auf 2 Romane aufgeteilt - hätte dann evtl. sogar doppeltes Vergnügen sein können. So aber bleibt nur ein schwergewichtiges Buch, für das ich zuviel Geld ausgegeben habe - hätte ich mal besser auf die Taschenbuchausgabe gewartet.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Über'm Limit!, 19. Januar 2010

Das Buch nervt einfach nur noch.

Erst fängt es nicht an: Über hunderte von Seiten sehr nette und sorgsam recherchiertes Allerlei um Weltraumaufzug und Mond im Allgemeinen - für einen Weltraum-Freak (bei der Mondlandung 12 Jahre alt) natürlich toll. Aber eben ohne Handlung, nur nett.

Dann kommt die Handlung, Schauplatz Shanghai: Über hunderte von Seiten primitive Thrillerei mit allmächtigen und unsterblichen Helden, die alles können, nur manchmal nicht logisch denken. Unlogisches Zeug, präzise und detailverliebt beschrieben.

Dann, so ab Seite 800, vermischen sich die Handlungsstränge schön langsam. Immer, wenn's spannend wird, bremst Schätzing mal wieder mit ein paar Seiten philosophischer Betrachtungen (kann man überblättern), aber es bleibt doch: das Buch nervt.

Schade. Immer wieder bin ich drauf und dran, einfach aufzuhören - werd's aber wohl doch nicht tun, ich habe ja nur noch ein paar hundert Seiten ...

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Hier kam Schätzing an sein Limit!, 18. Januar 2010
In aller Kürze: zu lang, zu viele Handlungsstränge, zu viele Personen (Perspektiven). Viel Recherche ist gut. Aber man muss nicht alles ins Buch packen! Selbst Schnellleser wie ich, die die 1200 Seiten in drei Tagen lesen, müssen immer wieder mal zurückblättern: wer war das noch gleich in China? Irgendwann gibt man auf und liest den Quatsch ohne besonderes Animo fertig. Resümee: um die Hälfte gekürzt, die Handlung gestrafft und ein paar unwichtige Nebendarsteller rausgenommen, wäre das ein toller SF-Thriller geworden.
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