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Limes: Roms Grenzwall gegen die Barbaren
 
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Limes: Roms Grenzwall gegen die Barbaren [Gebundene Ausgabe]

Gisela Graichen
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

Leseprobe: Jetzt reinlesen [282kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Scherz Verlag, Frankfurt; Auflage: 1 (11. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3502151865
  • ISBN-13: 978-3502151869
  • Größe und/oder Gewicht: 24,6 x 18 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 331.945 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Limes zwischen Rhein und Donau bildete einst die Grenze zwischen dem Römischen Reich und dem freien Germanien. Die Ruinen dieses "Bollwerks gegen die Barbaren" sind noch heute in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz zu entdecken. Die im Gelände erhaltenen Spuren der römischen Militärmaschinerie, aber auch der Zivilisation am äußersten Rand des Imperium Romanum beeindrucken noch heute: Schätze vor unserer Haustür.
Allein in Germanien erstreckte sich der Limes auf 550 km, mit 60 Kastellen und 900 Wachttürmen. In seiner Gesamtheit aber reichte er weit über das Gebiet des heutigen Deutschland hinaus. Im Zuge eines ehrgeizigen Projekts wurde der europäische Teil der römischen Grenzanlage mit einem speziellen, aufblasbaren Luftschiff abgefahren und gefilmt. Dabei entstanden einzigartige Bilder der überwucherten, aber auch wiedererrichteten Monumente. Dieses Buch schildert informativ und spannend die Geschichte des Limes und seine faszinierende Erforschung bis in die Gegenwart, in der mit modernsten technischen Methoden die Steine zum "Sprechen" gebracht werden.

Über den Autor

Gisela Graichen, geboren in Stendal, studierte Publizistik, Rechts- und Staatswissenschaften und ist diplomierte Volkswirtin. Als Fernsehautorin konzipierte sie für das ZDF die für den Grimme-Preis nominierte Filmreihe "Humboldts Erben" und die preisgekrönten Reihen "Schliemanns Erben" und "C 14" über die Forschungsergebnisse der Archäologie. Für die Reihe "C 14" wurde sie mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesenwert. 11. August 2009
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Die Autorin Gisela Graichen befasst sich in diesem Buch nachhaltig mit dem römischen Grenzwall Limes.Der Limes (gleichbedeutend mit Grenze) kennzeichnet ursprünglich einen geraden, scharf abgegrenzten Geländestreifen. Solche Streifen legte das römische Heer an, wenn es in feindliches Gebiet einmarschierte. Eingeebnetes Gelände neben den schmalen Wegen sicherte vor plötzlichen Überfällen.
Mit dem Ausbau des obergermanisch-rätischen Limes unter dem römischen Kaiser Domitian wurde die Grenzlinie zwischen den germanischen Stämmen und den Römern an Rhein und Donau befestigt.

Zur Zeit des Tiberius bildete der Rhein die Grenze. Vom Bodensee zog sie sich nördlich auf die Donau zu, sodass römische Truppen einen Umweg von etwa sechs bis sieben Tagesmärschen machen mussten. Die römische Expansion schaffte eine direkte Verbindung zwischen den Stellungen am Rhein und an der Donau. Zeitgleich verschob sich die Grenze vom Mittelrhein ostwärts.

Während die Legionen am Rhein stationiert blieben, besetzten die Hilfstruppen, die Auxilarkohorten, weitere Gebiete. Die neue Linie wurde durch eingeebnete Geländestreifen und durch Kastelle gesichert und bildete die vorderste Grenze zum Limes.

An den quer zu den Einfallstraßen der römischen Vorstöße angelegten Verteidigungslinien entstand die äußerste Grenze des Reiches. Der Limes wurde möglichst auf ansteigendem Gelände errichtet, um von der Anlage einen Ausblick auf das Vorland zu haben und von dem abfallenden Gebiet zeitgleich als militärischen Schutz zu profitieren. An besonders hoch gelegenen Stellen wurden Wachtürme errichtet, so dass ein Signaldienst zwischen den Standorten möglich war.

Die Türme standen in einem Abstand von etwa 500m bis zu 1500 m. Es handelt sich um quadratische Holzbauten mit einer Seitenlänge von 4 bis 5 Metern. Die Eckpfosten sind weit in den Boden eingelassen. Ein drei bis vier Meter breiter nach unten spitz zulaufender Graben umgibt die Wachtürme. Zusätzlich steht vor jedem Graben ein Palisadenzaun.

Die Mannschaften der Wachtürme hatten die Aufgabe, das vor dem Wall liegende Grenzgebiet ständig zu beobachten, um feindliche Truppenansammlungen rechtzeitig zu melden. Während ihrer Wachtätigkeit lebten die Legionäre in kleinen Erdkastellen, die zusätzlich von einem Graben und einem Palisadenzaun umfasst waren.

Die eigentliche militärische Verteidigungslinie lang im Hinterland des Grenzwalls. In großen Kastellen waren als Hauptstreitmacht die Auxilarkohorten, d.h. Hilfstruppen der Legionen untergebracht. Bei Angriffen leistete die Limesbesatzung zunächst nur hinhaltenden Widerstand. Die Auxilarkohorten nahmen die zurückflutenden Turmwächter in ihre Schlachtreihen auf und begingen ihrerseits die Offensive.

Thematisiert wird im Buch auch wie dieser Grenzwall mit einem Luftschiff von Schottland bis zu Mittelmeer abgefahren und gefilmt wurde. Oberirdisch blieben übrigens nur geringe Spuren von den rund 900 Wachtürmen und Kastellen des Limes erhalten.

Die Deutsche Limeskommission verfügt über eine bis ins Detail exakte Kartendarstellung, Maßstab 1:10000. Die Limes-Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinlandpfalz haben diese Karte erarbeitet. Geholfen haben dabei moderne Methoden wie geoelektrische und geomagnetische Messungen.
Die neuere Erforschung mit modernsten Methoden finde ich äußerst interessant beschrieben, gefallen haben mir neben der generell eloquenten Texten die vielen Fotos , darunter auch solche von der Saalburg in der Nähe von Bad Homburg, die idyllisch im Taunus gelegen ist und die es sich zu besuchen lohnt.
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18 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Der LIMES Roms Grenzwall gegen die Barbaren war ein Glücksfall für Europa, denn er sollte zwar die Barbaren auf der einen und die Römer auf der anderen Seite halten, doch seine Funktion wuchs über das Eigentliche hinaus und er wurde zum Dreh-/ und Angelpunkt für den Warenverkehr und das gegenseitige Kennenlernen der unterschiedlichsten Völker Europas. Gisela Graichen zeit dies in sehr schöner Weise in ihrem Buch LIMES auf und schmeichelt dem Leser zusätzlich mit einer ganz beträchtlichen Menge an außergewöhnlichen Photos zum Thema.

Gisela Graichens Buch LIMES ist durchaus als opulentes photographisches Werk zu verstehen, denn so hat wohl noch niemand den LIMES in Szene gesetzt und sich seiner Geschichte bedient wie auch aus ihr zitiert.

Entstanden ist ein Buch ausgehend vom hohen Norden bis hinab in den tiefen Süden zu einem Thema und Bauwerk, welches nach der Chinesischen Mauer das größte von Menschen geschaffene Werk darstellt.

Der Limes war zudem Dreh-/ und Angelpunkt von Warenverkehr und Handel, sowie Ausgangspunkt so mancher Kohorte im Namen des Kaisers, welche doch wieder auf feindliches Gebiet führte.

Der Limes, oftmals leider verschwunden und aus dem Angesicht der Fluren und Städte getilgt, ist immer noch aufzuspüren, so zeigt dies zumindest das Buch von Gisela Graichen.

Fundstücke aus seiner Umgebung finden sich zudem leider immer noch auf Internetportalen zum Kauf angeboten und schmälern das archäologische Bewusstsein der heutigen Zeit.

Das Buch LIMES glänzt mit Photos zu Wasser, Zu Lande und aus der Luft, mit Anekdoten und Erzählungen, mit Fundsachen und Ausgrabungen und mit einer ganzen Menge an Wissenswertem zu einem Bauwerk wie es wohl sonst keines durch die Jahrtausende in Deutschland gegeben hat.

Herausgekommen ist ein Buch unter der Mitwirkung des ZDF, welche das Thema filmisch verarbeitet hatte, das ein großes Geheimnis lüftete, obwohl dies doch oftmals vor unseren Augen ganz offensichtlich zu sehen war.

Sehr empfehlenswert!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
lesemswert 10. März 2012
das buch ist wirklich lesenswert es ist ein sehr guter gesamtüberblick über den limes ich hätte gern einzelheiten z b markommannenkriege das schmälert den gesamt eindruck nicht gut
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