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Lila, Lila. Roman [Taschenbuch]

Martin Suter
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (108 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

Juli 2005
David liebt Marie. Aber Marie interessiert sich nicht groß für den Kellner, der da unbeholfen um sie herumschleicht. Dann macht David einen Fund. In der Schublade eines alten Nachttischs entdeckt er das Manuskript eines Romans. Es handelt von einer Liebe, so tief und rein, wie sie im zynischen postmodernen 21. Jahrhundert kaum mehr erfunden werden kann. Marie, die David für den Autor hält, ist hingerissen und bietet das Manuskript ohne sein Wissen einem Verlag an. 'Lila, Lila' wird zu einem Bestseller - und Marie Davids Geliebte. Doch er schlüpft so in eine Identität, die ihm über den Kopf wächst.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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Lila, Lila. Roman + Ein perfekter Freund: Roman + Small World. Roman
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 344 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 23., Aufl. (Juli 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257234694
  • ISBN-13: 978-3257234695
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (108 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.331 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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David ist Kellner in einer Szenebar und damit natürlich für das Publikum erstmal uninteressant. Das stört ihn nicht besonders, bis die 24-jährige Marie im Esquina auftaucht. David verliebt sich in sie und wird wiederum erst interessant für Marie, als er sie bittet sein Romanmanuskript zu lesen. Sie findet die Liebesgeschichte ausgezeichnet, schickt das Werk an einen Verlag, der es prompt veröffentlichen will. So weit so gut, wäre da nicht das kleine Problem, dass David den Roman nicht selber geschrieben, sondern in einem Secondhand-Nachttischchen gefunden hat. Es kommt, wie es kommen muss. David wird zum gefeierten Nachwuchsautor, und die ständig dräuende Gefahr der Entdeckung seines Betrugs manifestiert sich eines Tages in der Form eines Penners. Jacky gibt vor, der eigentliche Autor zu sein und nimmt David kurzerhand mit leicht erpresserischen Mitteln unter seine Fittiche, das heißt vor allem dessen Honorare.

In der Folge zeichnet Martin Suter ein gnadenloses Bild des modernen Literaturbetriebs zwischen Lesungen in Provinzkäffern und besoffenen Abenden auf der Frankfurter Buchmesse, Verleger überstürzen sich in Vorauszahlungen und Lektorinnen bieten sich als Agentinnen an. Doch Jacky, mittlerweile in einem besseren Hotel wohnend, hat seinen Möchtegern-Schriftsteller im Griff. Der Ausgang der Geschichte sei hier natürlich nicht verraten, nur so viel: Martin Suter lässt den gefesselten Leser in einer doppelten Volte sanft auf dem Boden landen.

Ein stilsicherer Roman wie man es von Suter gewöhnt ist, humorvoll und nicht ohne bösartige Seitenhiebe. Die Personen sind glaubwürdig, David manchmal mit einer fast ärgerlichen Naivität geschlagen. Die Umgebungen skizziert Suter stimmungsvoll und mit einem sicheren Blick für den nebensächlichen Alltag. Ein feines Buch, feine Unterhaltung. --Martin Walker

Aus der Amazon.de-Redaktion
"Lila, Lila ist der Roman, auf den wir so sehnlich gewartet haben: Das Ende der Knabenwindelprosa." Wenn der gefürchtete Großkritiker Joachim Landmann eine Rezension mit diesen gemeißelten Worten beendet, lobt er nicht einfach ein Buch. Er lanciert eine Debatte. Diesmal: das Ende der postmodernen Literatur, die Rückkehr zu alten Werten und großen Themen. Folglich geschieht, wovon Legionen von Lektoren und Verlegern träumen: Lila, Lila, der bislang kaum beachtete Erstling des jungen David Kern, stürmt die Bestsellerlisten; die Medien reißen sich um den frisch gebackenen, schüchternen Star. Dumm nur: David ist nicht der Autor dieser tragischen, in den muffigen Fünfzigern spielenden Liebesgeschichte. Der unscheinbare Aushilfskellner hat das Manuskript in einem Nachttisch vom Trödler gefunden und gibt den Text, um die schöne Marie zu erobern, als eigenen Schreibversuch aus. Die beiden werden ein Paar, die allem Schöngeistigen heftig zugetane Marie schickt das Manuskript heimlich an einen Verlag -- und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Zugegeben -- die Story um "Liebe, Treue, Verrat und Tod" besitzt nicht eben den Tiefgang eines Hochseedampfers. Doch aus der Feder eines Martin Suter, seien wir ehrlich, würde sogar das Telefonbuch zum Pageturner. Wer Suters Romane Small World und Die dunkle Seite des Mondes atemlos und in einem Rutsch ausgelesen hat, wird auch diesmal nicht enttäuscht. Lila, Lila schnurrt mit der Präzision einer Schweizer Herrenarmbanduhr ab. Ob schicke Szenebar, Frankfurter Buchmesse-Rummel oder das Elend eines Männerheims, Suter wechselt mit traumwandlerischer Sicherheit Schauplätze und Milieus, schreibt punktgenaue Dialoge und hält die Spannung bis zur buchstäblich letzten Seite.

Bei alldem ist Lila, Lila aber auch eine fein beobachtete und hochkomische Studie über das Making Of eines Bestsellers, ein Blick in den Bauch des Literaturbetriebs -- von Klappentextwahnsinn und Vertragspoker bis zu Buchmessesuff und der Tristesse einer Lesereise durch die Provinz. Eine Berufsgruppe, bislang kaum in den Annalen der Literaturgeschichte zu finden, hat auf Lila, Lila sicher besonders sehnlich gewartet: Der Verlagssekretärin setzt Suter das längst fällige Denkmal. Ihr Urteil, nicht verlegerischer Sachverstand, bringt das Manuskript zwischen Buchdeckel: "Ich habe jedenfalls geweint." --Niklas Feldtkamp -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Ich halte Martin Suter im Moment für einen der besten deutschsprachigen Autoren." (Wolfgang Herles/ZDF aspekte)

"Martin Suter hat sich mit seinen ebenso gut erzählten wie raffiniert konstruierten Geschichten ein treues Lesepublikum erobert. Er schafft es, die Balance zwischen Psychothriller und Kriminalroman zu halten - auf erfreulich hohem literarischen Niveau." (Der Spiegel) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die erste Liebegeschichte von Martin Suter 27. Februar 2004
Von Thomas
Format:Gebundene Ausgabe
Lila Lila ist seines Zeichens die erste wirkliche Liebesgeschichte von Martin Suter. Der junge Kellner David (erinnert etwas an Geri Weibel) wird von seinen Freunden und seinem Arbeitgeber nicht richtig ernst genommen. Als die schöne Marie auftaucht, merkt er wiedereinmal, dass er auch bei Frauen nicht ankommt.
Als David in einem alten Nachttisch ein Romanmanuskript aus den Fünfziger Jahren entdeckt, kommt er auf die Idee, sich als Autor dessen auszugeben. Marie, sehr für Literatur interessiert, ist schwer imponiert von David und nimmt ihn plötzlich ernst. David gewinnt Marie für sich. »Mich interessieren Veränderungen - besonders unfreiwillige«, sagte Suter in einem Interview. So ergeht es auch unserem David. Als Marie ohne sein Wissen das Manuskript einem Verlag schickt, beginnt sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten plötzlich jeder für diesen unbekannten David Kern zu interessieren. So beginnt für David eine schwere Zeit, die er nur mit der Liebe zu und von Marie überstehen kann. Nie würde er den Betrug auffliegen lassen. Er quält sich dafür durch Lesungen, die Buchmesse und die vielen mühsamen Interviews mit immer denselben Fragen. Der Protagonist verfällt in eine Gleichgültigkeit gegenüber der Literaturwelt und will nur noch eines: Zusammen mit Marie glücklich sein.

Der Roman kommt - entgegen einigen wüsten Literaturkritikern, die wahrscheinlich den Seitenhieb an ihrer Zunft nicht verkraftet haben - frisch, spannend und gefühlsvoll daher. Suter beschreibt die Stimmungslage von David Kern und lässt so beim Leser ein Sympathiegefühl für den gleichgültigen jungen Betrüger entstehen. Der Roman entwickelt eine Reflektion über die gesamte Gilde der Schriftsteller überhaupt. Geben wir vor, wer wir überhaupt sind oder verstecken wir uns hinter einer Maske? Höhen und Tiefen erlebt David Kern und so auch die Leser des Romans. Gegen Ende spitzt sich die Situation zu und es kommt beinahe zu einem Highsmith'en Finale. Ein spannender, tiefgründiger Roman der mehr als nur eine Liebesgeschichte darstellt und die Krisen im Leben eines jungen Mannes aufzeigt, der mit sich und seiner Situation einfach nicht mehr zurecht kommt.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intensiv 13. Januar 2010
Format:Taschenbuch
"Lila, lila" hat mich im wahren Sinne des Wortes zur Ver-zwei-flung gebracht.
Ich konnte nicht weiter lesen, ich konnte nicht aufhören.
Einerseits brauchte ich Pausen, um die Ergriffenheit zu lockern, andererseits hat mich die Spannung zum weiter lesen verlockt.
"Lila, lila" ist ein Lektüreerlebnis der ganz intensiven Art.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
David jobt als Kellner. Um die junge und attraktive Marie zu beindrucken und für sich zu gewinnen, wäre er gerne Schriftsteller. Als er zufällig in einem alten Nachttisch ein Manuskript über die tragisch endende Liebesgeschichte zwischen Peter und Sophie findet, gibt er es ihr gegenüber als seines aus. Mit Erfolg, Marie wird seine Freundin. Ohne sein Wissen sendet sie das Manuskript an einen Verlag, der es unter dem Titel ,Lila, Lila` veröffentlicht. Das Buch wird zu einem Verkaufserfolg. David absolviert die ungeliebten Leseveranstaltungen, nimmt den plötzlichen Geldregen hin. Doch eines Leseabends steht vor dem jungen Literaturstar ein Mann, der behauptet, der wahre Autor zu sein. Aus Angst aufzufliegen, läßt David ihn mitverdienen. Ab sofort reißen die Turbulenzen nicht mehr ab.

Wie schon bei seinem Roman ,Ein perfekter Freund` hat der Schweizer Erfolgsautor Martin Suter höchst Bemerkenswertes geleistet. Die traurig endende Liebesgeschichte von Peter und Sophie bzw. von David und Marie ist gleichzeitig eine glänzend geschriebene Parodie auf den deutschsprachigen Literaturbetrieb. Der 2004 im Züricher Diogenes Verlag erschienene Roman wurde noch in demselben Jahr in ein aus 5 CDs bestehendes Hörbuch umgesetzt. Für die gekürzte Lesung konnte der preisgekrönte Nachwuchsschauspieler Daniel Brühl, dem Film- und Fernsehpublikum bekannt über 'Good Bye, Lenin', gewonnen werden. Das hat sich ausgezahlt, denn Brühl mit seiner wandlungsfähigen Stimme beschert Hörer/Hörerin ein ca. 6 stündiges Hörvergnügen.

Fazit: Hinreißende Liebes- und Hochstaplergeschichte inmitten des deutschsprachigen Literaturbetriebs.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Sophie, sophie
Die Farbe Lila spielt im mir vorliegenden Buch eine Rolle. Nachdem ich den Film mit Daniel Brühl in der Hauptrolle geschaut hatte, war klar, dass ich das Buch von Martin... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von HARDY veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Marin Suter: Lila, Lila
Ich lese die Romane von M.Suter im allgemeinen mit viel Freude.Mit " Lila, Lila" konnte ich nicht viel anfangen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Gustav Lahmann veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nicht der Beste Suter
Ich lese recht gern Bücher von Martin Suter. Lila Lila hat mich aber nicht überzeugt. Für mich war das Ende zu schnell vorhersehbar.
Vor 2 Monaten von Kathrin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schöne Geschichte
Ich mag das Buch sehr gerne. Ich bin erst darauf aufmerksam geworden, als der Film in die Kinos kam. Ich fand die Geschichte echt schön. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Sabine veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Mein Lieblingsbuch von Suter
Typisch Suter, aber definitiv on the Top!!

Klassische Atmosphäre: Man ahnt, nein weiß, es kommt noch was! Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von sissi veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Verliebt in Marie
Roman im Roman: David findet das Manuskript einer ergreifenden Liebesgeschichte; seine Freundin Marie reicht es bei einem Verlag ein, und es wird ein Bestseller. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Nightrider veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein großartiger suter
dieses buch ist ein kleines meisterwerk, suter beschreibt perfekt und kompetent die barszene und die lieben und nöte der jungen leute, ... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Silverstar veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ach, ne ...
Die gute Nachricht zuerst: Daniel Brühl liest angenehm unaufgeregt, das Zuhören fällt dementsprechend leicht. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Susanne Preusker veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Schriftstellerroman
David Kern, ein uncharismatischer, langweiliger junger Mann, der seine Bestimmung im Leben noch nicht gefunden hat, entdeckt in einer auf dem Trödel erworbenen Kommode ein... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Antje Burkert veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Das Buch ist eine Enttäuschung. "Small World" und "Die dunkle Seite des Mondes" fand ich großartig. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Economist_1980 veröffentlicht
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