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Lights
 
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Produktinformation

  • Audio CD (4. Juli 2008)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Import
  • Label: Import
  • ASIN: B001AR0BJ2
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Vielleicht das interessanteste an Archive sind die vielfachen Stilwandlungen der Band. Beginnend mit dem Triphop-Album Londinium über das eher poppige Take My Head kamen mit dem Einstieg von Craig Walker kamen plötzlich Rockstrukturen ins Spiel - und was für welche! Archive klangen auf einmal wie das fehlende Bindeglied zwischen Pink Floyd, Radiohead und späten Massive Attack und damit, kurz gesagt, ziemlich sensationell. Auf das grossartige Album You All Look The Same To Me folgten das ebenfalls sehr gute Noise sowie ein charmantes Unplugged-Album, bevor Craig Walker wieder von der Bildfläche verschwand ("Er hat Probleme", murmelte Mastermind Darius Keeler ominös, als ich ihn nach dessen Verbleib fragte). Auf Lights teilen sich nicht weniger als 3 Sänger Craig Walkers Rolle (Dave Penney, der Walker auch auf der letzten Tour ersetzte, Maria Q, bereits früher für Archive im Einsatz, und Polland Berrier). Sie alle machen ihre Sache gut, obwohl die beiden Herren stellenweise vielleicht ein wenig zu sehr nach Chris Martin klingen wollen (oder sollen). Für Archive-Verhältnisse hat sich musikalisch seit Noise nicht allzuviel geändert. Lights klingt insgesamt weniger düster und das 18minütige Titellied allzu bemüht nach dem Versuch einen Nachfolger fur "Again" (Archives beste Viertelstunde) zu klonen, dafür aber etwas abwechslungsreicher. Zumindest die kraftvolle Single "System" und das treibende "Programmed" wären auch auf den beiden vorigen Studioalben gut aufgehoben gewesen. Der Rest erscheint mir für eine so abenteuerliche Band diesmal zwar ein wenig zu berechnet und berechenbar, aber hörenswert bleibt Lights allemal.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Marc Colling VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Sicherlich haben andere Rezensenten Recht, wenn sie behaupten, Archive sei kommerzieller geworden. Doch auch kommerziellere Musik (wenn man bei Archive überhaupt von so etwas wie "Kommerz" sprechen kann"), kann durchaus Qualität beweisen. Und diese CD hat mit Sicherheit ihre Qualitäten, als da wären: Abwechslung, Ideenreichtum, sehr gute Produktion. Ob mit Walker an der Stimme oder nicht spielt eigentlich nur für den Archivefan der ersten Stunde eine Rolle.

Einzelne Highlights der CD sind:

< der Opener "Sane", sehr kraftvoll und strukturiert

< "Sitbackdown", verspielt und locker

< "Veins", der erste ruhige Track, geniales Songwriting

< "Lights", der obligatorische Longtrack von 18 Minuten, Grundthema ständig wiederholend, umstrukturierend, langsame Stimmung aufbauend, kakaphonisch in sich zusammenfallend, dann wieder Neugebinn, absolut süchtig machend

< "Programmed", sehr gelungen, absolute Klasse

< "Systems", pumpender Bass am Anfang, macht sofort Druck, baut immer mehr auf im Laufe des Songs.

Archive ist hier ein sehr reifes Werk gelungen, welches aber, dies sei als Warnung an ungeduldige Musikhörer gesagt, sich erst nach mehrmaligem Hören richtig voll erschliesst. Bei mir läuft die CD seit einer Woche pausenlos im Auto, morgens 30 Minuten und nochmal abends. Dabei fesselt sie mich immer mehr, und ich denke, dass in 2006 noch nicht viele CD's mich so beeindruckt haben. Für offene Liebhaber anspruchsvoller Musik sehr empfehlenswert.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Übernahme des Pop 18. Juli 2006
Format:Audio CD
Archives sechstes Album "Lights" muss man tatsächlich an mehreren Tagen zu verschiedenen Zeiten hören, um sich in der passenden Gemütsstimmung zu befinden, welcher die Musik bedarf. Man trifft stilistisch auf eine Mischung von Depeche Mode, Massive Attack, Mogwai und Pink Floyd. Doch ist alles viel, viel melancholischer, und zeitgleich viel, viel poppiger als soeben Genanntes.

Beginnen wir mit "Headlights", einer wunderschönen, ruhigen Liebesballade mit schwerfälligem Beat, welche die trübsinnigen Nachwehen einer frisch gebrochenen Beziehung musikalisch ganz genau nachempfindet. Noch mal so richtig zum verarbeitenden Heulen anregt. Und ganz abrupt abbricht, erstirbt. Wenden wir uns "System", der ersten Singleauskopplung des Albums zu. Nine Inch Nails? Nee, aber eine Menge Frust, schräge Gitarren und ein rapartiger Gesang, verpackt in eine Vielfalt mitreißender, rhythmischer Elektronik.

Aus den formalästhetischen Gegensätzen der beiden Songs lassen sich nun musikalisches Programm und bisheriger Werdegang der 1994 in London gegründeten Band herleiten. Von der ursprünglichen Bandformation sind bis heute nur die Mitglieder Darius Keeler und Danny Griffiths erhalten geblieben. Wie die Sänger der ersten Alben beständigen Wechseln unterlagen, entwickelte sich die musikalische Orientierung der Band von dunkel angehauchtem Trip Hop zu einem progressiven und üppigen Rock, der den verbindenden Spagat zwischen Düsterkeit und Pop versucht. Griffiths zufolge sollte nun nach dem lastig-lebensmüden Album "Noise" von 2004 ein Pop-Album entstehen, welches also nicht ohne Grund den Namen "Lights" trägt.

"Lights" wurde mit den Sängern Dave Penny (Sänger von Birdpen), Pollard Berrier und Maria Q (seit 1999 und dem zweiten Album "Take my heart" bei Archive) in London und Paris aufgenommen. Berrier ist der letzte Bandneuzugang und eigentlich Mitglied der österreichischen Instrumental-Formation Bauchklang. Die zwei männlichen Zwitscherstimmen (es gibt keinen Song, der beide zeitgleich featured) lassen sich ebenfalls in den leicht zu identifizierenden, programmatischen Archive-Kontrast einordnen: Berrier tönt mit kristallklarer, spielerischer Stimme; Penny klingt kräftig, rau und dunkel.

Erst mit ihrem dritten Album "You Look All The Same To Me" von 2002 erlangten Archive die breite Aufmerksamkeit, die sie sich nun verdient hatten. Die Fangemeinden wachsen, vor allem in Polen und Frankreich. Archive schreiben den Soundtrack zu "Michel Vaillant", einem französischen Film; dieser wird im November 2003 veröffentlicht. Und tatsächlich trifft dieses Genre - Soundtrack - die atmosphärisch-opulente Wirkung ihrer Musik sehr gut.

Besonders der Achtzehneinhalb-Minuten-Runner "Lights" baut sich langsam zu einem geballten, pompösen Klangorchester auf, welches den zu kleinen Wohnraum sprengt. Doch damit nicht genug: man glaubt ungern, dass es noch weiter, noch intensiver, unerträglicher werden kann. Aber das tut's. Was Berrier gekonnt mit seinem überlang gezogenen, reinen Gesang in jeder zweiten Verszeile zusätzlich untermauern kann. Ein psychedelischer Trip wird hier langsam und kinematographisch in Gang gesetzt und Berrier malt klagend seine Schmerzbilder. Vergleichbar der Gruseligkeit, des Gepackt-Seins und Nicht-Loslassen-Wollens und -Könnens eines Lynch-Films.

"Sane" wiederum fährt die allbekannte Pop-Schiene und wird schnell zum Ohrwurm, der einen nicht mehr verlässt; gerade aufgrund seiner ungewöhnlich dynamischen Wandelbarkeit, die rotzfrech und drängelnd um die Ecke kommt. Das friedliche "Fold" erinnert stimmtechnisch und musikalisch an die stille Selbstverlorenheit und die üppigen Symphonien von Chris Martin und Coldplay. Der abschließende Track "Taste of Blood" präsentiert sich im klassischen Singer-Songwriter-Kostüm. Die Liebe erklärend gleitet Berriers sanfte Stimme, begleitet von Akustik-Gitarre, sacht dahin und wird von Hammond und Horn natürlich und wie selbstverständlich aufgegriffen, weiter getragen und zu einem räumlichen Erlebnis geweitet. Eindringlich endet das Stück in einem nicht zu beschreibenden Überbegriff von Schwerelosigkeit, der wiederum plötzlich, fast gnatzig, Abbruch getan wird. Aber vielleicht deutet diese Abruptheit auf das "Licht", das Ende der großen Depressionen und Sentimentalitäten. Auf den Pop, der nach Eigenaussage, jetzt gern die Überhand erhalten soll.
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Ausrutscher?!
Wenn man mir die Musik ohne Informationen zum Hören gegeben hätte, ich hätte nicht auf Archive getippt, und ich hätte als Archive-Gernehörer sonst auch... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Roely veröffentlicht
Mit Lights gehen erneut die Lichter auf
Lights war das schwierige Nachfolgeralbum von dem absolut großartigen - You All Look The Same To Me - sieht man einmal von dem ebenso hörenswerten -... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Alexander Hoefer veröffentlicht
Rezension eines Nicht-Fans
Wer meine Rezension zu dem Soundtrack des Films "Michel Vaillant", welcher ebenfalls von dieser Ausnahme-Band kreiert wurde, gelesen hat, der wird nachvollziehen können, was... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Fugazi veröffentlicht
Berührt das Herz... allerdings nicht gleich beim ersten...
Meiner Meinung nach ist dieses Album durchaus sehr hörenswert... auch für einen Archive-Fan! Das ist natürlich immer Geschmackssache! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Februar 2007 von Das weise Orakel
Nicht so gut wie der vorgänger, unbeding LIVE zu empfehlen..
Mit den beiden Alben You All Look The Same To Me (2001) und Noise (2004) legten ARCHIVE die Messlatte für die eigene Kreativität extrem hoch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2006 von S. Hiller
Selbstkopie
Es nicht meine Absicht, Tatsachen, die bereits in anderen Rezensionen Erwähnung finden, zu wiederholen. Dennoch muss ich erneut betonen, was für ein großes Loch Mr. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. November 2006 von P. Martin
coool
ja archive san a ma a coole truppe,

neulich live im postbahnh./b gesehen, mit zootrope und so, warn definitiv die abrocker, fingen mit dem

6ten "light" von... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Juli 2006 von H. Malcher
Schade
Schade! Die Gründe, weshalb Craig Walker, charismatischer Sänger und Co-Writer der letzten Archive-Scheiben nicht mehr dabei ist liegen im Dunkeln. Vor ca. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Juli 2006 von sailthewhale
Craig Walker fehlt!!!
Ich kann mich meinen Vor-Kritikern nur anschliessen. Natürlich ist man froh, wenn ein neues Archive-Projekt im Laden ist, jedoch an die beiden Vorgänger kommt das neue... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Juni 2006 von Clausl Stah
Ohne Craig Walker
Der Bruch zwischen «Londinium» und «Take my head» war gewaltig und erschreckend, der mit «You all look the same to me» wieder sofort abgefangen wurde, damals neu mit dabei Craig... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Mai 2006 von P., Kai
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