Mit der Single "Adriano" zum Tod des durch Rechtsradikalen ermordeten Afrikaners in den neuen Bundesländern formierte sich eine Reihe afrodeutscher Sänger und Rapper gegen rechte Gewalt.
Mit dieser CD der "Brothers Keeper", wie sich die über vierzig Künstler selbst nennen, wird ein Zeichen gegen den alltäglichen Rassismus gesetzt. Die Creme der deutschen Interpreten dieses Genres wie Xavier Naidoo, Afrob, Sekou, Samy Deluxe oder Torch liefern hier eine Vision einer gerechteren, toleranten Welt ab. Musikalisch ist die Bandbreite dieses Albums enorm. Von afrikanischen Wurzeln ("Triple Rois") über eindringliche Balladen ("Don`t Give Up"), R&B, Dancehall, Soul, HipHop oder Reggae reicht das Spektrum. Waren früher Liedermacher für das politische Gewissen zuständig, so ist diese Variante einer aufrechten Gesinnung sowohl inhaltlich als auch musikalisch auf den Punkt aktuell, gelungen und notwendig. Wobei viele Titel auf diesem Album für den Normalo textlich doch schwer nachvollziehbar sein werden, da sie eben nicht in deutsch vorgetragen werden. Doch wie bei so vielem ist es auch hier die Geste (und mehr), was zählt.